5. November 2008

Ein heller Morgen, ohne Sorgen

(Ja, Barbara, es gibt mich noch. Und dein Kommentar war grad der Tritt in den Allerwertesten, den ich brauchte.)

Heute morgen wurde ich um halb 6 von einer SMS geweckt und es machte mich nicht mal hässig, obwohl ich erst um 1 ins Bett kam und danach bis halb 7 nicht mehr einschlafen konnte:















Und ich weiss gar nicht, was ich jetzt dazu schreiben soll, ausser: YES! Heute morgen konnte ich gar nicht morgenmufflig sein.

18. September 2008

ICH BIN JUNG, HOLT MICH HIER RAUS!

"Mädchen wollen immer Mädchen haben." Jepp. Aber am liebsten gar keine Kinder. Uäääh.

Mann, warum will eigentlich niemand mit mir ausgehen? "Böööh müde", "nöö, muss früh ins Bett", "och nein, nicht tanzen". Bitte meldet euch. Ich schlafe ja auch für mein Leben gerne. Aber ICH WILL ENDLICH - ENDLICH! - MAL WIEDER AUSGEHEN. Und wenn das morgen doch nichts wird, werde ich voll hässig imfall.

11. September 2008

Adieu

Heute habe ich zum ersten Mal einen Nachruf geschrieben. Vom Schacher Seppli. Ich erinnere mich, dass wir früher so eine Kassette hatten - die "blöde Kassette" -, wo immer so 10 Sekunden von einem Lied drauf waren, als Werbung. Da war auch drauf "i be de Schacher Seppäälii, em ganze Land bekannt...", und meine Mutter hat's gehasst. (Gut, fairerweise muss man auch sagen, dass mein Bruder und ich die blöde Kassette etwa hundertmal am Tag gehört haben, weil wir den "i bin en italiano, und spiile guet piano, i gange ind fabrigg und macke stuck fur stuck" so gerne hörten.)

Jedenfalls ist der Ruedi Rymann jetzt tot. An Leberkrebs ("het zvell gsoffe, de Tubel", meinte ein Arbeitskollege - einer von denen, die auch gerne mal morgens um neun ein Bierchen gügelen). Und da er auf "meiner" Seite beerdigt wurde, durfte ich den Nachruf schreiben. Bei so einem Menschen keine allzu schwierige Sache, aber irgendwie etwas Besonderes.

Ich hab mir überlegt, was wohl in meinem Nachruf stehen würde. Schwierige Sache.

9. September 2008

ohne Titel

Meine Katze und ich habens gut: ich bin nach einem zweiten Coiffeurbesuch (der ein Drittel des ersten gekostet hat) mit meiner Frisur vollends glücklich (Zitat Mitbewohnerin: "Jetzt siehts ja wirklich aus wie auf dem Foto!"), und meine Katze, weil sie offensichtlich zweimal Znacht gekriegt hat - vermute ich wenigstens, den Verpackungen im Mülleimer nach zu urteilen. Und jetzt sitzt sie auf meinem Bauch, während ich den Laptop auf den Knien halte. Telefon klingelt.

Muss weg.

7. September 2008

Ein schöner Sonnenuntergang

Einer meiner Redaktionskollegen hat sich eine gute Angewohnheit zugelegt: Jeweils im Januar macht er Ramadan, was für ihn heisst: kein Alkohol. Nach den vielen Grillpartys, gemütlichen Beisammenseins und einem kleineren Frustsaufen im August hatte ich so um den 25. herum das Gefühl, auch mal so eine Alkoholpause gebrauchen zu können. Ich habe also beschlossen, im September auf Bier, Wein und Spirituosen zu verzichten.

Fazit nach Woche 1: Hart, sehr hart. Bisher habe ich zu einem Frauenbier und
einem Glas Wein nicht Nein sagen können. Die faule Ausrede: "Ramadan gilt auch nur bis zum Sonnenuntergang".

Auch nach Sonnenuntergang hat die medizinische Permanence geöffnet, in der die neue SF-Serie "Tag und Nacht" spielt. In meiner Funktion als stellvertretende Medienredaktorin habe ich mir vorhin pflichtschuldigst das (ganz schlecht aufgelöste) Video angesehen. Und in meiner Funktion als "Grey's Anatomy"-Fan muss ich sagen: Naja. Zwar stehen auch dort die medizinischen Probleme eher im Hintergrund, aber die Protagonisten werden nicht noch in den letzten fünf Minuten schnell mit einer Epidemie konfrontiert und können dann die Patienten einfach ans Uni-Spital weiterreichen, sobald die Diagnose gefällt ist. Die Vorschau versprach für die nächste Episode aber interessante Fälle, ich bin gespannt. Sabina Schneebeli spielt gut, es gab in der Folge ein einigermassen natürlich wirkendes Filmkind und ich wünschte, ich würde mit schätzungsweise 60 (?) auch noch so toll aussehen wie Heidi Maria Glössner.

3. September 2008

Herbst

Heute wird es Herbst. Auf dem Nachhauseweg wirbelten die Blätter über die Strasse und in dieser Sekunde beginnt es zu regnen. Meine Katze ist schmusig, in den Läden hängen Herbstklamotten und ich habe Lust nach Tee.

Und Ideen fürs Bloggen wollen auch keine kommen.

1. September 2008

Har har har

Mit diesem Foto ging ich zum Coiffeur.


























Und mit dieser Frisur kam ich wieder raus.

28. August 2008

Goethe, mein Schatz und eine Rüeblitorte

Kennt ihr "Sopranos"? Kommt das in der Schweiz überhaupt im Fernsehen? In den USA ist die Serie um eine Mafiafamilie ein absoluter Hit, und deshalb hab ich mir mal die erste Staffel bestellt. Gestern hab ich die erste Hälfte der ersten Episode geschaut, und die war tatsächlich nicht schlecht. Bisher weiss ich aber offiziell noch nichts von zwielichtigen Tätigkeiten von Tony und Co., sondern nur von Enten, die im Pool zwischengelandet sind. 

Bitte nicht wundern, wenn mein Geschreibsel heute nicht so Zusammenhang hat. Mein Freund hatte Geburtstag (am gleichen Tag wie Goethe, wie ich heute erfuhr), und wir haben Schwarzwälder gegessen und Wein getrunken bei seinen Eltern. Ich habe noch eine kleine Rüeblitorte gekauft, weil ich nicht wusste, dass wir eingeladen sind. Dementsprechend viel ist übrig - wer also Lust hat, meine Mitbewohnerinnen während meiner Amsterdam-Pressereise dieses Wochenende auf ein Stück Kuchen zu besuchen - nur zu. 


Vielleicht gehe ich in Amsterdam nochmal ins Kino. Batman war wirklich super. Und die Aussenfassade des Tuschinski sieht ein bisschen aus wie eine Fledermaushöhle, das würde noch passen.

26. August 2008

Böse Männer

Gestern war ich im Kino und habe mir den ominösen "The Dark Knight" angeschaut. Er ist wirklich toll. Die Story ist recht kompliziert, es gibt mehrere Gangster, den "Mob", und ganz verwickelte Geldangelegenheiten, die der Staatsanwalt (krasse Seite!), gespielt vom herzigen Aaron Eckhart, bekämpft. Dann gibt es den Joker, der sich auf die Seite des Mobs schlägt, um Batman zu provozieren, der seinerseits alles Unrecht jagt.

Soweit die Geschichte - allerdings geht es ja im Film eh nur um die Schauspielkünste von Heath Ledger (Christian Bale glänzt vor allem mit einer sexy Stimme und einer heissen kühlen Ausstrahlung). Die - also die Schauspielkünste von Heath - sind tatsächlich super. Der Joker ist gruselig, böse, und vor allem verrückt. Aber warum sagt einem von den Kritikern niemand, dass er auch lustig ist?!

So - und jetzt wird "Bauer, ledig, sucht..." geschaut. Das habe ich nämlich für Batman sausen lassen.

25. August 2008

Heiss und kalt

Der Dschungel lichtet sich - doch statt mit Feuer und Macheten sind wir unserem Terrassengarten in Bikini und Shorts, mit Schüfeli, Häckeli und Stechgabel zu Blatte gerückt (obwohl wir zeitweise auch um gröberes Geschütz froh gewesen wären). Was da nicht alles unter wuchernden, stachligen und völlig unnützen Gewächsen zu Vorschein kommt - zartester Thymian, zerdrückte Weiden, im Schatten dahinvegetierende Astern. Wunderschön, so ein Garten, aber ein Haufen Arbeit.

Ein Gutes hatte die Plackerei: ich habe mir einen zünftigen Sonnenbrand auf den Schultern geholt, weswegen ich heute für einmal im kühlen Büro nicht gefroren habe.

24. August 2008

Ungelesenes

In letzter Zeit schaffe ich es einfach nicht, Bücher zu Ende zu lesen. Da ist das seit Monaten halb gelesene, eigentlich recht amüsante "Fischtal" von Philipp Tingler, "Alabama Song" von Gilles Leroy sowie diverse Bibliotheksbücher, die schon lange wieder in ihren Regalen stehen, ohne dass ich das Ende erfahren hatte. Bei der französischen Ausgabe von "Tausend strahlende Sonnen" von Khaled Hosseini bin ich erst am zweiten Kapitel. Und dann liegt noch der zweite Band von "Wahnsinns Frauen" herum, aus dem ich erst etwa drei Biografien gelesen habe. Liegt es an mir, oder sind die Bücher einfach zu wenig spannend?

Nun hatte ich gestern wieder mal einen deprimierenden Abend, an dem alle meine Freunde weg oder zu müde waren, um etwas zu unternehmen. Ich nahm mir also vor, die Bücher fertig zu lesen. Ein hehres Ziel, nur leider unrealistisch, solange das neue "NEON" ebenfalls herumliegt... ich schaffte gerade noch die letzten fünf Seiten von "Alabama Song" - alles andere bleibt wohl weiterhin liegen.

22. August 2008

Altes Velo - alte Liebe

Gestern im Zug erzählte ein Mann im Nebenabteil, wie sein Velo geklaut und später von der Polizei aus dem See gefischt wurde. Es sei zwar ein altes gewesen und wahrscheinlich hätte er für einen Hunderter ein wieder ein ähnliches bekommen, aber "ein altes Velos ist es wie eine alte Liebe."

Nun, über alte Lieben kann ich nicht referieren, aber dafür über alte Velos: Meines hat meine Mama vor fast
30 Jahren bei Bernard Burnier in Aigle gekauft. (Dort, wo ich sechs Jahre später so gerne das rosarote Velo mit den Röschen bekommen hätte, aber zwecks Nachtragen durch meinen kleinen Bruder schliesslich das hellblaue - "neutrale" - bekam.) Eines Frühlingsmorgens letztes Jahr überkam mich wieder mal die Liebe in Gestalt einer Reparaturwut. Zusammen mit meinem ganz persönlichen Handwerker habe ich Rost abgeschliffen und die Stellen liebevoll silbern übermalt. Wir haben die Gänge frisch eingestellt - inklusive neuem Kabel. Und die Halterungen für die abnehmbaren Velolichter entfernt, die eh immer zu Hause in der Schublade liegen when darkness falls. Dafür gab es ein nigelnagelneues Dynamo mit richtig altmodischen Lichtern.

Altes Velo - alte Liebe, dachte ich, und fuhr fröhlich mit meinem "neuen" Velo herum. Bis ich, eine Woche später, angefahren wurde und mich selbst sowie das Velo flicken lassen musste. Glücklicherweise nichts schlimmes, aber plötzlich fiel mir wieder viel mehr auf, wie hart die Gänge bei einem solchen Velo sind, wenn man eine Steigung von 5% zu bewältigen hat. Und dass ich ja noch nie gerne Velo gefahren bin. Nochmals eine Woche später riss das erste Lichtkabeli - soviel zu "mit Dynamo hat man im
mer Licht". Jetzt, ein Jahr später, steht das gute Stück seit einiger Zeit bei meinem Freund. Gehasst und doch vermisst.
















Ich hoffe mal, mit der Liebe geht das anders.

21. August 2008

Alt werden

Seit einigen Tagen plagt mich eine seltsame Angst. Ich weiss nicht, ob es mit der Vorsorge-Beratung zu tun hat, die ich am Samstag hatte oder mit den Gesprächen der alten Leute, die ich im 6er-Bus immer mithöre, der am Pflegeheim vorbeifährt. Ich habe Angst, alt zu werden, krank, gebrechlich, langsam zu werden, nicht mehr klar denken zu können, nicht mehr selbst kochen oder putzen, mich nicht mehr selbst waschen zu können.

Vor allem tue ich ja gar nichts, was mich im Alter fit halten könnte - ich mache keinen Sport, cremele mich nicht wirklich oft ein und trinke ab und zu mal Alkohol. Ich rauche zwar nicht und ernähre mich gesund. Trotzdem - irgendwie fürchte ich mich.

Heute im Zug dann stand vor mir an der Tür zum Aussteigen eine ungefähr 80jährige Frau. Es war einer dieser Züge, wo man zum Öffnen der Tür einen Hebel ziehen muss, der für manche alten Leute zu schwer ist. Ich stand also hinter ihr und wartete darauf, ihr beim Tür öffnen behilflich zu sein.

Der Zug hielt an. Forsch griff die Frau nach vorne, zog kurz und kräftig am Griff, sprang aus dem Zug und ging schnellen Schrittes zur Unterführung.

So möchte ich auch mal sein.

20. August 2008

Küchenkatze

Meine Katze steht in der Küche - ein untrügliches Zeichen, dass da was köchelt. Und zwar eines meiner absoluten Lieblingsessen: Spaghetti alla siciliana. Vor einiger Zeit habe ich meiner Mitbewohnerin gesagt, ich fände es so schade, dass ich in letzter Zeit abends nichts kreatives mehr mache. Letzten Winter habe ich so viel gebastelt und genäht.

Gestern, beim Kartoffelsuppe-Kochen, fiel mir dann ein, dass das Kochen ja vielleicht auch zählt. Alleine seit dem Wochenende habe ich Lasagne, Wok-Gemüse, eben Kartoffelsuppe und jetzt Spaghetti mit Aubergine und Mozzarella gekocht. Möglichst exakt schnippeln und fein würzen - ist doch auch kreativ.

19. August 2008

Fünfzig und nervig

Schön, sie ist 50 und immer noch sportlich und gertenschlank. Aber muss Madonna sich deshalb nur noch in Unterhose ablichten lassen? Finde ich einfach nicht stylish. Und nach solchen Bildern will ich ja nicht wirklich sehen, wie ihr Arsch unretouchiert aussieht.

Communication is life. Jaja.

Alle Jahre wieder - der Handyvertrag läuft aus und ich stehe vor der Entscheidung, mit welchem Handy mich die Telefongesellschaft beschenken soll. Jedes zweite Jahr ist es einfach, da nehme ich das billigste, verticke es danach gewinnbringend auf ebay und behalte mein altes. Dieses Jahr hätte ich mein altes, handliches Klapphandy sogar für ein drittes Jahr behalten, weil ich so zufrieden war. Betonung auf "hätte". WENN ich das hübsche Teil nicht in einem spontanen Wutanfall nach einem frustrierenden Telefongespräch zu Boden geworfen und so das Display kaputtgemacht hätte.

Nun steht also die ärgerliche Prozedur an, ein neues Handy auszusuchen. Will ich eines mit Touchscreen oder mit Tasten? Ist mir eine gute Kamera oder das Design wichtiger? Soll es zum Aufklappen oder aufschieben sein?









Und habe ich erst mal im Onlineshop eines ausgesucht, erweist es sich beim Rekognoszieren im realen Geschäft als zu backsteingrosses Walkie-Talkie, als zu fingerabdruckanfällig oder einfach als hässlich wie Schrott. Mittlerweile muss ja mein uraltes Handy als Ersatz herhalten. And the world starts talking: Denn weil darauf ein solches Chaos an Nummern herrscht, rufe ich ständig versehentlich die Eltern meines Freundes an.

18. August 2008

Kurznachricht

Habe Facebook entdeckt. Bin süchtig.

17. August 2008

A B C

Passend zum Schulanfang - aber doch etwas kindelig. Lasse das neue Layout trotzdem mal so, vielleicht fällt mir ja heute abend noch etwas Kreatives ein.

update: das ABC ist wieder weg. Dafür Cyber-Alien-Ballone. Hoffe, es gefällt.

16. August 2008

Tierliebe

Habe ich erwähnt, dass meine Mitbewohnerin seit kurzem einen Hund hat?


















Bild: www.icanhazcheesburger.com

13. August 2008

Evelyne, ledig, sucht ... Sponsoren

Der einzige Satz aus meinem Traum, der mir geblieben ist: "Was hat eigentlich Fondue mit Pornos zu tun?" Und dass ich im Traum dachte, daraus lässt sich eine gute Kolumne schreiben. Freudianer, macht euch ans deuten.

Habe wieder mal verschlafen. Allerdings an meinem freien Tag, also halb so tragisch. Jetzt werde ich mal wieder Rückentraining machen, und danach mache ich mich auf Sponsorensuche für den OFF-Blog. Herrliches Wetter heute.

(Apropos Sponsoren: Vielleicht dachte ich ja im Traum an Appenzeller Käse und "Bauer, ledig, sucht...")

9. August 2008

pi, x und y

Ein Bereich, in dem ich wohl am meisten Bildungslücken habe - mal abgesehen von Nanotechnologie oder Sport - ist die Musik. Es gibt "grosse Namen", von denen ich keine Ahnung habe, wie sie klingen. Zum Beispiel The Who, Stephan Eicher oder Frank Zappa.

Die Berner Sängerin Natacha gehörte
bei mir bis grad vorher auch zu den Namen-ohne-Musik. Gerade habe ich sie aber bei glanz&gloria gesehen und beschlossen, mir ihre neue CD zu kaufen. Eine unheimlich sympathische Frau. Ihr Outfit fand ich ein wenig seltsam, aber: sie trug ein violettes Glasstein-armband, das ich auch habe :)

(Und jetzt, beim Müsterli-hören auf ihrer Website, merke ich, dass ich sie ja doch kenne. Wie wohl auch die meisten anderen musikalischen Unbekannten auf meiner Rechnung.)

4. August 2008

Asia up my life!

In der Attikawohnung eines multikulturellen Blocks zu leben bringt mit sich, dass man all die Küchengerüche der anderen Leute mitkriegt. Auf unserer Terrasse steht die Lüftungsanlage, und deshalb riecht es dort regelmässig nach Poulet süss-sauer.
Leider haben wir unsere Nachbarn immer noch nicht beim gemütlichen Beisammensein auf ebendieser Terrasse kennen gelernt, und deswegen können wir uns nicht einfach bei Nguyens aus der Parterrewohnung einladen. Blieb mir also nichts anderes übrig als mir ein asiatisches Kochbuch zu bestellen.

Heute abend gabs also wieder mal China-Pfanne. Allerdings noch nicht aus meinem Kochbuch, sondern à la "alles muss weg". Etwas weiche Rüebli, verschrumpelte Peperoni, unbedingt gegessen-werden-müssendes Hackfleisch, rote Zwiebeln und - das einzige, was wirklich knackig und frisch war-: Zucchetti. Mmmh.
Dazu gabs versuchsweise Glasnudeln. Also Reisnudeln, die man "2 minutes in hot or cold water" putten und dann ausdrücken muss. Leider waren sie auch nach zehn Minuten noch nicht weich - blieben glasig und zwischen den Zähnen hängen.

Offenbar sind Glasnudeln eine olympische Disziplin. Tipps und Dopes?

3. August 2008

Blut und Herz

Wegen seines bescheuerten Titels hätte ich beinahe einen super Film verpasst - "Brügge sehen und sterben" klingt einfach eher nach Goethe als nach guter Unterhaltung. Zwei Profikiller, Colin Farrell und Brendan Gleeson, auf Befehl des Chefs im Urlaub im märchenhaften belgischen Städchen Brügge. Dem einen gefällt es dort recht gut mit den Grachten, der Altstadt und dem Kopfsteinpflaster, für den anderen ist das "verschissene Brügge" die Hölle. Dazu kommt mit Clémence Poésy eine der hübschesten Frauen, die in der letzten Zeit im Kino aufgetaucht ist.

















Der Film ist skurril: die Dialoge zwischen den beiden Männern, die kindischen Sprüche des völlig deprimierten und absolut liebenswürdigen (ein Pechvogel mit einem Blick, der genau auf den Mutterinstinkt zielt) Colin Farrell sind manchmal richtig lustig und absurd, um nur ein paar Sekunden später ins Traurige und Verzweifelte zu kippen. Nur kurz nach der Drogenorgie mit einem "Gnom" begeht einer der Hauptdarsteller einen Selbstmordversuch, und der Schluss ist tragisch und richtig brutal. Und Ralph Fiennes ist wieder einmal un-heim-lich böse. Da tschuderets einem richtig.

28. Juli 2008

27. Juli 2008

Die schöne Angie

Am Freitag begannen die Bayreuther Festspiele. Zu diesem Anlass liefen bei uns im Bildarchiv massenweise Fotos ein. Und wieder einmal dachte ich mir: "Angie ist doch schon eine Herzige", und ich musste schmunzeln, als ich sah, wie die Bundeskanzlerin strahlte in ihrem schönen - diesmal nicht so tief ausgeschnittenen - Abendkleid. Definitiv das schönste Outfit im Vergleich zu ihren vorangegangenen Auftritten in Bayreuth.

10. Juli 2008

Amsterdam

Gestern im Juedischen Museum in Amsterdam stand bei der Kasse ein freundlicher alter Mann, der die Audioguides verteilte. Ein seltsames Gefuehl, ihn, der die Nazizeit bestimmt miterlebt hat, der in Amsterdam die Mehrheit der 80 000 Juden zum Opfer fielen, nach einem deutschsprachigen Guide zu fragen und ihn auf Deutsch "Jawohl" sagen zu hoeren.

Etwa genauso seltsam wie das Anne Frank-Haus: Dutzende von Leuten, die vor der Kasse Schlange stehen, um dann in Zweierreihe durch das voellig leere - keine Moebel - Haus zu trippeln. Beeindruckend ist nur der Schritt durch die beruehmte Tuer zum "Hinterhaus", welche durch das Buecherregal versteckt wurde. Sonst? Die 7.50€ nicht im Ansatz wert. Da spart man sich lieber die Zeit und liest dafuer das Buch nochmals. Oder besucht das Juedische Museum und isst im Anschluss an den Ausstellungsbesuch im Café einen "gefillte Fisch".

1. Juli 2008

Negativmerkmal für einen Film

Gerade läuft Spiderman 3 auf Teleclub. Erinnert mich an meinen Heimflug von Kanada letztes Jahr, den habe ich nämlich damals zusammen mit Rob (Tom? Mike?) aus Manchester geschaut. Und was haben wir abgelästert. Spiderman 3 ist nach America's Sweethearts und Lake Placid 2 (der so doof und sooo schlecht gemacht ist, dass ich ihn trotzdem als erstklassige Unterhaltung empfehlen würde) der schlechteste Film, den ich je gesehen habe.






















(Plakat sagt alles, oder?)

Ein Negativmerkmal für Filme ist meiner Meinung nach, wenn es einen Abschied gibt, bei dem sie ihm eine Kette umhängt - eben zum Beispiel bei Spiderman 3. Da muss man immer eine Kette dabei haben.

Eigentlich wollte ich ja jetzt eine Liste von Filmen aufführen, in denen es so eine Szene gibt. Aber ausser Lord of the Rings (Ausnahmen bestätigen die Regel) fällt mir einfach keiner mehr ein. Obwohl ich sicher war, ein gutes Dutzend aufzählen zu können.

(Übrigens: Rob (Steve? Greg?) bei der Landung in London: "I'm afraid I don't have a necklace with me to give you...")

27. Juni 2008

Meine Katze ist doch keine Frau

Es ist schwer, seine Katze noch zu lieben - und schaue sie einen noch so lieb an und lecke einem zärtlich den Arm -, wenn man gerade gemerkt hat, dass sie einem auf eine der bewährten Lieblingstaschen gepinkelt hat. Umso mehr, wenn es die einzige Tasche war, in die der Laptop passt, und man diesen heute transportieren sollte. Und als Tüpfelchen aufs i: die Laptophülle befand sich ebenfalls in der vollgepinkelten Tasche.

Keine Ahnung, was die sonst so stubenreine Amel zu diesem Vandalenakt bewogen hat. Jetzt sitzt sie gerade neben mir auf dem Sofa, nachdem ich sie von meinem Schoss gescheucht habe, und leckt sich sauber. Wenn sie danach nicht nach Katzenmundgeruch riechen würde, was beinahe genauso schlimm ist wie Katzenpisse, würde ich ihr ja meine Tasche auch noch zum Säubern vorlegen. So muss ich hoffen, dass ihr die Reinigung in der Waschmaschine nicht allzu sehr schadet.

Und falls doch: Endlich mal ein triftiger Grund, eine neue Tasche
zu kaufen.

25. Juni 2008

Separated at Birth

Findet ihr nicht auch, Berti Vogts sieht aus wie Kurt Aeschbacher?















Bilder geliehen bei
sportgate.de und sf.tv.

2. Juni 2008

Ä Ballä Buttär poschtä

Wusstet ihr, dass es eine schweizerdeutsche Wikipedia gibt?

Neben knapp 4000 Artikeln (seit November 2003) gibt es dort unter anderem auch eine Grammatik des Alemannischen (also Schweizerdeutschen). Am lustigsten:

„jugendsproch vermeide“: liädrig: "Textilinduschtrie isch am Arsch gsi" - besser: d Textilinduschtrii isch am Bode gläge

Und es wird auch bestätigt, was mich in SMS von gewissen Leuten immer nervt:
S'Schwa, also s'kurze, unbetonte "e" wird in de meischte Dialäkt als "e" und nid als "ä" gschriibe. So heissts nid: Mammä, i gangä ä Ballä Buttär poschtä, sondern: Mamme, i gange e Balle Butter poschte.

Beispiel für einen Eintrag:

Aarau esch d'Hauptschtadt vom Kanton Aargau.Wäret de Helvetik esch Aarau för es paar Mönet d'Hauptschtadt vo de Schwiz gsi, de Tetel het si aber leider bald weder verlore. D'Schtadt liit ofemene Fels ade Aare, südlech vom Jura. D'Altschtadt esch sehr schön. Vor allem d'Gebel send berüemt, veli send konschtvoll bemolt. Im Schtadtbeld schtäche vor allem d'Schtadtchele, de Torm Rohre (Rotshus), de Obertorm ond leider au s'AEW Hochhus is Aug. Es betzeli osserhalb vode Altschtadt liit s'Schlössli. Es esch öppe om 1200 pout woorde ond esch för d' Bewachig vode Aarebrogg gsii. Dor d'Altschtadt flüüsst de Schtadtbach. Früener het er d'Energii för Möline, Saagine ond anders Gwärb gleferet. Er esch aber scho sed Jorzäänte zueteckt. Vo de Bachschtroossmöndig aa bachufwärts esch er aber no offe. Vo 1904 bes 1981 het Aarau e Glüeberefabrek ghaa.

Feschtbrüüch z'Aarau
Di zwöi wechtigschte Fescht z'Aarau send de Mäjezoog ond de Bachfeschet Mäjezoog heisst's wäge de Bluemeschtrüss (Mäje) wo d'Chend am Omzoog träged. Eimool em Joor het ame de Schtadtbach potzt wäärde müesse. Vorhär het me ne leergfeschet ond Füürli lo abeschwömme. Dezu het me gsonge:
Füürio, de Bach brönnt! D'Soorer händ ne aazöndt. D'Aarauer händ ne glösche. D'Chüttiger, d'Chüttiger riite uf de Frösche!

Schuele
Aarau het alli Schuele vo der Primaarschuel öber Sekondaarschuel ond Bezerksschuel bes zo de Gümnaasie. Es het en alti ond e nöji Kanti (Kantoonsschuel). Wiiter gets de o.a. au no es KV, en Bruefsschuel ond zwöi Ableger vo de FHNW (Pädagogik sowie Konscht ond Gschtaltig).

25. Mai 2008

"Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert"

Letzte Woche wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass ich schon einen Monat lang nicht mehr gebloggt habe. Obs wirklich stimmt, habe ich jetzt nicht nachgeschaut. Aaaber ich hatte auch viel los.















Ich habe eine schneeweisse Katze adoptiert: Sie kann Türen öffnen, macht jegliche Pläne, schwarze Kleidung zu tragen, durch ihren exzessiven Haarausfall zunichte und betrachtet mich in erster Linie als Helferin, um an laufendes Wasser zu kommen. Ihr bevorzugtes Zeichen von Zuneigung ist ein relativ heftiger Liebesbiss, und hochheben geht - ausser von meinem Freund - gar nicht. Klingt, als wäre sie eine doofe Zicke. Ist sie irgendwie auch, aber wer kann schon böse sein, wenn sie sich zum Gestreicheltwerden ankuschelt, sich einem dann auf die Brust legt und immer höher klettert, bis ihr Köpfchen - wie bei einem Säugling - in der Halsbeuge des Streichlers liegt?

Dann habe ich mein Diplom mit Bestnote bestanden und somit meine akademische Karriere bis auf weiteres abgeschlossen. Das ging natürlich mit einem grossen Aufwand an Produktion der Arbeit, Prüfungsvorbereitung, Ausstellungsvorbereitung und so weiter einher,
nur um mich noch schnell für das lange Nicht-Bloggen zu rechtfertigen. Die Ausstellung, wo auch meine Arbeit präsentiert wird, kann übrigens noch bis zum 5. Juni im Güterbahnhof der SBB in Zürich besichtigt werden. Wer sich den Weg sparen will, klickt hier und kann sich auf den Seiten des OFF-Blogs die Arbeit auch als PDF runterladen.

Und übrigens: "A-Team" soll verfilmt werden. Es gibt sogar schon eine imdb-Seite dazu. Yippie - lasst uns basteln!

23. April 2008

Ich bin ein Thinking Blogger

Ooooh - ich hab einen Preis für meinen Blog bekommen, und zwar den Thinking Blogger Award! Herzlichen Dank, Diana!




Anstatt weinend seiner Mama zu danken, darf man beim Entgegennehmen dieses Awards (glaub ich) drei Fragen beantworten. (Hätte lieber drei Wünsche an die gute Fee, die Fragen sind nämlich nicht soo interessant, aber einem geschenkten Gaul... ;) )

What is the story behind the name of your blog and nickname?
Diesen Blog angefangen habe ich zu Beginn meines Praktikums bei einer Tageszeitung. Deswegen auch der Titel, "Zwischen den Zeilen", weil das ja keine offizielle Schreibarbeit war. Mein Nickname ist hier "evi", was eine Abkürzung für "Evelyne" ist. So einfach.

What has been your best and worst blogging experience?
Das kann ich so nicht beantworten. Am meisten Freude habe ich beim Bloggen an Kommentaren, am wenigsten am Spam, den ich in letzter Zeit ständig aus meiner Kommentarspalte entfernen muss (deswegen übrigens auch die Moderation, der Kommentar muss also zuerst von mir geprüft werden).

What do you think/ want to happen to your blog in 2008?
(Zumindest ein Wunsch...) Ich hoffe natürlich, dass ich es schaffe, weiterhin mindestens einmal wöchentlich zu posten. Mehr wäre natürlich auch nicht übel - das würde allerdings bedingen, dass mein Leben plötzlich viel spannender würde und ich mit Themen nur so überschüttet würde.

Den Award möchte ich weitergeben an Fa, die Redneck Mommy und Becca.

22. April 2008

Katzen und Nähmaschinen

Meine Nähmaschine ist hin. "Der Motor ist nichts mehr", sagte mir der Mechaniker, der sie genauer untersucht hat, heute morgen am Telefon. Kostenpunkt, um ihn zu ersetzen und auch den restlichen Service machen zu lassen: 400 - 450 Franken.
Für etwas mehr als 1000 Franken würde ich eine neue, wenn auch elektronische Bernina mit vielen "bells and whistles" kriegen:














Und eine neue mechanische würde mich 1500.- kosten.
Meine Überlegung: Wenn der Mechaniker meine Nähmaschine so auf Vordermann bringt, dass sie funktionell gleichwertig mit der neuen mechanischen ist, lohnt sich das. (Vor allem, wenn sie nochmals 31 Jahre durchhält :) )













Update: Der Mechaniker empfiehlt mir bei einem Neukauf sowieso eine elektronische. Deswegen ist das Verhältnis 400 : 1000, und er sagte, je älter, desto mehr passiert. Also habe ich mich entschieden, die Maschine so wieder abzuholen und mir gegen Herbst eine Neue zu kaufen. Schade...

Apropos Mechaniker: Auf Made by Tess gabs heute den Link zu diesem Video, wo zwei
Ingenieure Katzen erklären. Wie Tess auch gefällt mir die Szene mit dem "corporal cuddling" am besten. Vor allem, "not harmful, but sufficiently annoying" :). Könnt ihr das mal mit euren Katzen probieren und mir die Filmchen schicken? Wir haben ja noch keine. (Folgt/folgen aber bald - jupi!)

Update:
Ja, wir legen uns ein Büsi zu. Und wahrscheinlich kriegen wir dieses hier: Die wunderschöne Amel, 6-jährig. Hach, wie ich mich freue...



17. April 2008

A very girly girl

Machen wir doch gleich eine ganze Serie aus dem Outen. Heute: Ich war ein mädchiges mädchenhaftes Mädchen.













Soeben habe ich den Anfang des neuesten Posts der Redneck Mommy gelesen: "I was never a girly girl." Und wie jedesmal, wenn eine Frau das sagt, fühle ich mich in die Defensive gedrängt. Es ist nämlich unglaublich cool, wenn ein Mädchen früher lieber auf Bäume kletterte, mit Jungs spielte, Autos lieber mochte als Puppen und seine Zeit lieber mit Fussball als mit Mutter-Vater-Kind-spielen verbrachte. Meinen alle. Ich nicht.

Denn so war ich nie, und ich stehe dazu. (Ich bin übrigens, apropos, ein Weichei und manchmal ein Jömmerli - das finde ich zwar nicht gut, aber auch dazu stehe ich.) Ich spielte im Kindergarten jeden Tag mit meiner besten Freundin Sofie Prinzessin, je mehr Rüschenkleider und Schmuck uns meine Mutter dafür gab, desto besser. Jungs brauchten wir nur für die Märchenhochzeit-Szenen, und da konnte auch mein Bruder hinhalten. Ich war ängstlich und - das bin ich immer noch - schüchtern. Ich trug Lackschuhe, Kleidchen in Pastellfarben und hatte immer langes Haar. Wenn ich mir beim Spielen wehtat, war ich nie ein stolzer Indianer, sondern immer ein verletztes, den Tränen nahes Mächen. Ich mag Glitzersachen. Jedesmal, wenn der Ackermann-Katalog bei uns eintrudelte, sah ich nach, ab welcher Schuhgrösse es Pumps gab und ärgerte mich, dass meine Füsse immer noch keine 36 erreichten. Und der Prinz aus Disney's "Dornröschen" war im Alter von 5 Jahren mein absoluter Traummann.



















Und trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen: ich würde mich heute durchaus als feministisch eingestellt bezeichnen. Denn Jungs sind nicht cooler als Mädchen. Gut, cooler vielleicht schon, aber nicht besser. Und deshalb finde ich es unsinnig, damit anzugeben, dass man früher immer "en halbe Bueb" war.

Nächstes Mal: Ich finde Tokyo Hotel gar nicht mal so schlecht.

14. April 2008

Sollen doch die Amis zuerst Kyoto ratifizieren

(Wie passend:)














Bild von www.icanhascheezburger.com

Ich bin ein Energiesparmuffel. Ich mag es, wenn die ganze Wohnung hell erleuchtet ist, am liebsten ist mir, wenn aus möglichst vielen Ecken und Winkeln Licht strahlt. Als Gfröörli läuft bei mir auch im April die Heizung noch auf Hochtouren (natürlich laufe ich aber nicht im T-Shirt rum, sondern trage Pullis und/oder Jäcklis). Ich benutze meistens den Bus und nicht das Velo und lasse meinen Laptop im Standby. Ich liebe chemische Keulen zum einfachen Entfernen von Kalk und Schmutz, fliege sehr gerne in den Urlaub, trenne Abfall nicht immer ganz sauber und dusche mindestens jeden zweiten Tag (seit meiner neuen Sportlichkeit sogar mindestens einmal täglich) eine Viertelstunde lang.

Nur um das mal loszuwerden.

Weil ich mich aber nicht ganz unbeliebt machen will, hier noch ein paar meiner energiesparenden Gewohnheiten: Ich lasse das Wasser beim Zähneputzen nicht laufen (zwar mehr, weil mich das Geräusch nervt), kompostiere fleissig, benutze so wenig Waschmittel wie möglich (Handgelenk mal Pi) und bringe meine alten Bücher statt ins Altpapier in die Brockenstube.

Trotzdem. Seitdem ich mal gelesen habe, dass der Energieverbrauch während der Aktion, bei der ein ganzes Dorf fünf Minuten lang das Licht gelöscht hat, nicht merklich gesunken ist, bin ich noch weniger motiviert, mein Leben diesbezüglich zu ändern. Wenn ich hier und jetzt Wasser spare, nützt das meiner Meinung nach weder den verdurstenden Afrikanern noch meinen zukünftigen Kindern und Kindeskindern etwas. Wir haben ja mal in der Geografie den Wasserkreislauf gelernt, und demnach geht alles Wasser, was ich verbrauche, wieder zurück in die Atmosphäre. Oder?

Heute entdeckt:
- Elsitas wunderschöne Blumenmädchen

11. April 2008

PowerPlate

Und noch etwas, was ich mir überlegt habe: könnte man, anstatt sich ein PowerPlate zu kaufen, einfach eine Stunde lang stehend Bus fahren?

8. April 2008

Mein neues Leben

Zum fünften Mal hab ichs nun gemacht. Etwas, das ich eigentlich zutiefst verabscheue. Aber nein, ich schäme mich gar nicht dafür. Im Gegenteil, ich bin sogar ein bisschen stolz darauf. Es macht mich jedesmal ganz heiss... Und, ich wage es fast nicht zu schreiben, ich habe das Gefühl, ich werde süchtig danach. So hätte ich mich nie eingeschätzt. Aber nach einem Schlüsselerlebnis letzte Woche wusste ich, jetzt muss sich mein Leben ändern.

Es begann alles damit, dass ich umgezogen bin. Und (zumindest theoretisch) ja jetzt Frühling ist. Da geht es einfach nicht an, jeden Tag mit dem Bus den Kilometer zum Bahnhof zu fahren. Das können die alten und schwachen Leute machen. Nicht ich. Deshalb: Velo beim Schatz abholen und ins neue Zuhause bringen. Das war leichter gesagt als getan, denn leider bin ich zwar nicht alt, aber schwach... Seit der Kantonsschule habe ich herzlich wenig bis gar keinen Sport getrieben. Deshalb musste ich bei der 100-metrigen 5%-Steigung nicht nur stark keuchen, sogar absteigen. Da hab ich gemerkt, dass meine dünnen Waden nebst unschön auch ungesund sind. Und jetzt: trete ich täglich eine halbe Stunde lang auf den Hometrainer in die Pedalen. Heute zum fünften Mal.

Heute im Netz gefunden:
- Super Musik von Robyn
- nicht heute, aber heute wieder mal wieder: Attack of the Redneck Mommy

Schinken, Fisch und Braten

Ich liebe Etsy. Da kann ich stundenlang rumsurfen. Und jetzt, wo der Dollar so tief ist, ist der Reiz, etwas zu bestellen, noch viel stärker... Wenn doch nur der Transport von den USA in die Schweiz nicht so dauern würde.

Ich finde übrigens Norah Jones' neue Frisur herzig. Nur so zum Sagen :)

Und wenn sich jemand fragt, weshalb es öppedie gelöschte Einträge auf den Kommentarseiten hat, das war alles Spam. Im Stil von "See here" und dann kommt irgend eine Pornoseite. Und ich freue mich jedesmal zuerst, dass jemand mich mit einem Kommentar beglückt...

Eigentlich weiss ich wieder mal nicht, was schreiben. Aber ich will ja meinen Blog nicht einschlafen lassen. Ich könnte erzählen, dass ich gleich für Pesche und mich Schinkenbananen kochen werde. Mmmh. Das war eines von meinen Lieblingsgerichten als Kind. Wer nicht weiss, was das ist, das sind in mit Senf bestrichenen Schinken gewickelte Bananen, überbacken mit einer Käsesauce. Na, Hunger?

Die Fisch-Grilladen auf der Terrasse müssen übrigens noch ein wenig warten. Es ist einfach saukalt im Moment. Vorher, als ich noch in der alten Wohnung lebte, war schon fast Sommer - und jetzt schneit es wieder.

Und die Lampen haben wir immer noch nicht hochgehängt. Wegen dieser blöden Betondecke, da braucht man einen Schlagbohrer. Und immer, wenn der hier ist, ist Sonntag oder Abend und lautes Bohren wäre wohl nicht so hilfreich für eine gute Nachbarschaftsbeziehung. Übrigens gebe ich mir Mühe, immer alle Nachbarn, denen ich begegne, nett zu grüssen. Am Anfang hab ich mich sogar jeweils vorgestellt. Sobald dann schön warmes Wetter ist, werden wir mal einen Apéro für das ganze 6a veranstalten. Freu ich mich schon drauf.

(Eigentlich bin ich ja gar nicht so schlecht im Bloggen. Andere hätten nämlich aus diesem einen gleich fünf Mini-Posts gemacht. Aber das macht den Braten ja auch nicht feiss.)

2. April 2008

Wer bis'n du?

Dass ich mich nach meinem Abschluss als Dipl. Designerin FH bezeichnen darf, wie ich heute der Anmeldung zur Diplomprüfung entnehmen konnte, finde ich im Prinzip ja noch lässig, aber völlig ungerechtfertigt. Aber wenn halt die Ausbildung nicht wirklich berufstauglich ist, gibts natürlich dafür auch keine angemessene Bezeichnung. (Andernorts nennt man uns zwar dann "Kunsttheoretiker". Das finde ich hingegen wieder recht abgehoben.)

Vielleicht muss man den Begriff "Designer" halt ein wenig ausweiten, abgesehen davon, dass ich ja schon noch gerne bastle und zeichne. Ich bin dann halt eine Gestalterin des Diskurses über Kunst (offenbar hab ich an meiner Schule zumindest Fremdwörter gelernt).

Aber noch lieber wäre mir, ich hätte nach dem Studium einfach einen festen Job bei einer Zeitung. Dann würde ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: ich hätte meinen Traumjob und, auch nicht zu verachten, eine klare und verständliche Berufsbezeichnung: Journalistin.

27. März 2008

Hundekotpolizei

Normalerweise wandert der "Landanzeiger" bei mir sofort in die Papiersammlung. Für diejenigen, die diese Wynentaler Zeitung nicht kennen: Es handelt sich um eine vor allem mit Werbung und Immobilienangeboten zugepflasterte Wochenzeitung und das "offizielle amtliche Publikationsorgan". Nun habe ich aber während einer Wartezeit mal auf die Titelseite geschaut und gelesen, dass es jetzt "Hundehaltern an den Kragen" geht (Achtung, Fa). Ein genaueres Hinlesen orientierte mich darüber, dass in Schöftland am Dienstag das 1. Hundekotlabor Nordschweiz eingeweiht wird, welches liegen gebliebenen Hundekot einem DNA-Test unterziehen wird und damit den Verursacher ermittelt. Dann werden "über 1000 saftige Rechnungen" pro Woche das Labor verlassen, schreibt der Reporter. Und ergänzt sinnvollerweise noch, dass diese aber nicht etwa der Hund bezahlen müsse, sondern der Halter.













Im Hundekotlabor gibt es sage und schreibe 10 neue Stellen: sechs davon werden Hundekotpolizisten sein. ("Und, was machst du so?" - "Hundekotpolizist.") Und während ich mich halb kaputt lache, mir denke, dass es doch im Ausland immer viel schlimmer ist mit der Hundescheisse und überlege, ob ich an die Besichtigung nächsten Dienstag gehen soll, macht mich meine Mitbewohnerin darauf aufmerksam, dass der nächste Dienstag der 1. April ist. Alles klar. (Und das auf der Titelseite??! Erinnert mich an die Breaking News aus Kanada...)

26. März 2008

Das volle Programm

Mein Text für die Diplombroschüre war super - allerdings zu allgemein für den Zweck. Ich bin wieder mal zu bescheiden gewesen, anstatt über meinen eigenen Blog (www.offblog.ch) zu berichten, habe ich einen eher allgemeinen Artikel über Kulturblogs geschrieben und meinen Blog so nebenbei erwähnt. Also nochmal Arbeit. Aber naja.

Die alte Wohnung ist ABGEGEBEN - jupidupidu!!!!! Heute hatte ich wohl länger als alle anderen Frauen im Bad - nämlich knapp sieben Stunden. Geduscht, rasiert, geschminkt, gecrèmt, gezupft, angezogen, das komplette Programm. Nei seich. Geschrubbt, gefegt, geputzt, poliert, abgestaubt und abgewischt. Eigentlich hätte ich ein Foto machen sollen. Ein so sauberes Bad hat die Welt wohl noch nie gesehen.

25. März 2008

Haare im Fondue

Nachmittagsvorstellungen im Kino sind immer so - entweder man hat Glück oder Pech. Entweder man kommt man danach raus und denkt "wow, noch so viel Zeit", und im schlimmsten Fall geht man vorher rein und muss mit geschlossenen Augen und zugehaltener Nase am Popcornstand vorbei, weil's nach dem Film zu Hause noch Essen gibt und man das ja nicht verschmähen will. Ich hatte gestern Pech. Es gab Fondue.

Wenigstens war der Film super: My Blueberry Nights von Wong Kar Wai, mit der bezaubernden Norah Jones in der Hauptrolle. Die männliche Hauptrolle spielte Jude Law, aber der überzeugt mich immer weniger. Irgendwie muss ich da immer an Sienna Miller und das Kindermädchen denken und daran, dass er ja das alles nur spielt und eigentlich weder der Besitzer eines Cafés mit einem merkwürdigen russischen Namen ist noch in Norah Jones verliebt. Trotzdem gabs Schmetterlinge im Bauch.













Und Natalie Portman sah super aus - ich überlegte mir, ob ich mir die Haare auch wieder kurz schneiden soll. Vor zwei Jahren hatte ich sie mal so ähnlich wie Nat im Film. Aber da ist noch eine Hochzeit im Sommer, für die ich mir ein ganz romantisches Kleid gekauft habe, zu dem lange Haare eigentlich besser passen würden...











Und vielleicht könnte ich sie mir ja auch so schneiden lassen wie Rachel Weisz, ebenfalls im Film. Obwohl, letztes Mal habe ich ein ziemlich ähnliches Foto wie das hier zum Coiffeur mitgenommen und kam danach mit einem sehr gelockten Schopf raus, der eher nach obiger Frisur aussah. Nicht der Fehler meiner Coiffeuse, sondern meine Haare sind, wenn sie kurz sind, einfach mehr lockig als wellig.

Aber genug über Haare getratscht. Ich muss noch ein Telefon erledigen. Noch ein bisschen jammern, weil ich morgen sehr sehr früh aufstehen muss, um meine alte Wohnung zu putzen, und danach wahrscheinlich meinen ersten Text fürs Diplom nochmals schreiben muss, weil mein Dozent noch ein paar "generellere Bemerkungen" dazu hat. Ich fand ihn ganz super und vor allem war ich stolz darauf, an einem sonnigen Nachmittag volle vier Stunden durchgearbeitet zu haben. Blöde Seich.

16. März 2008

Tittenhits

Ich weiss ja nicht, ob es daran liegt, dass es schon nach 1 ist und ich, nicht mehr die Jüngste, müde bin - aber als ich gerade erfahren habe, dass es tatsächlich ein Lied gibt, das "Doktorspiele" heisst, brauchte ich volle zweieinhalb Minuten, um meine Cornflakes zu schlucken und hab mir dabei erst noch die Hälfte davon auf den Pulli gespuckt. Vor Lachen, versteht sich, nach der Lektüre von Charlotte Roches "Feuchtgebiete" kann mich gar nichts mehr schocken. (Frag mich, wie viel Traffic mir die beiden Begriffe nun einbringen :) )

Wie alt sind wir eigentlich. Aber wenn sich in den Charts auch Lieder mit den sinnigen Namen "Du hast den schönsten Arsch der Welt", "Ich bin ein Döner" oder "Hol das Lasso raus" tummeln, darf man sich ja über nichts wundern.

14. März 2008

Endlich wieder Fernsehen!

Men in Trees ist bescheuert. Wir hatten am Montag unseren ersten Serienabend in der neuen WG und es war toll, Grey's und Private Practice und Desperate Housewives (ich war super vorbereitet, da wir in der alten WG alle DVDs von Grey's Anatomy geschaut haben), aber dann kamen diese blöden Alasker. Alle Frauen sind doof und sprechen mit so hoher Fistelstimme, und alle Männer tragen karierte Flanellhemden. Ich weiss, das ist wohl das Konzept der Serie (also das mit den Hemden). Und ich kann Anne Heche einfach nichts abkaufen, wenn sie lange Haare trägt und eine Möchtegern-Carrie-Modetussi spielt. Ich mochte sie eigentlich, ich habe bisher glaub ich nur das Psycho-Remake mit ihr gesehen, und da hatte sie raspelkurzes Haar und hat super geschrieen, als Vince Vaughn sie erstochen hat. Jetzt ist jemand schwanger, Katastrophe, die Exfreundin von Handsome Jack, und Anne Heche - die Zukunfts-Freundin von Handsome Jack - bringt sie ins Spital, und sie schütten ihre Herzen aus. "Es tut gut, mit Ihnen zu reden" - "Jack meinte immer, ich würde eine wunderbare Mutter abgeben" - "Finden Sie nicht auch?" Hach. *seufz*















Jetzt kann ich mir endlich wieder die Pizzeria-Philosophien der Viva-Stars anhören, bin auf dem Laufenden, was bei Gute-Zeiten für Dramen passieren und lerne auch immer die aktuellen Werbungen kennen, mensch, hat mir das gefehlt! Und das Beste ist: Swisscom ist immer für mich da! Immer! AAargh.

7. März 2008

Nummer Hundert!

Juhui, mein hundertstes Post! Just vor dem Umzug - das heisst, alle 100 Posts sind in dieser Wohnung entstanden. Nicht, dass ich es drauf angelegt hätte, aber es fällt mir nur gleich auf. Wie lange blogge ich schon? Seit September 2007. Das heisst, eineinhalb Jahre. Und bis jetzt durchgehalten. Da bin ich doch fast ein bisschen stolz. Ob ich die Flasche Litchi, die seit mehr als einem Jahr im Kühlschrank steht, weil ich Litchi überhaupt nicht mehr mag, doch nicht mehr zügeln soll?

Die Weltwoche hat mir, drei Monate nach meiner Abokündigung, einen langen (!) Brief geschrieben. Sie bedauern es, dass ich mit ihrem journalistischen Stil nicht einverstanden sei (ich hatte das Abo mit der Begründung gekündigt, ihre Berichterstattung sei mir zu einseitig geworden und ich sei es leid, in jeder Ausgabe eine Kritik an der Zürcher Sozialpolitik zu lesen). Schien mir trotzdem ein Standardbrief zu sein - würde mich nicht wundern, wenn ich nicht die Einzige gewesen wäre, die sich wegen des schleichenden "Rechtsrutsches" der Weltwoche entschieden hätte, diese nicht mehr zu lesen. Obwohl ich vor allem die Porträts und Interviews sehr gerne gelesen habe. Aber wirklich vermissen tu ich sie ja auch nicht, kauf ich mir halt öfter die GALORE.

Heute habe ich auf dem Weg nach Hause ein Mädchen, also eine junge Frau in meinem Alter gesehen, die hatte ausser dem Gesicht auf jeder Stelle Haut, die ich gesehen habe, Tattoos. Aber nicht so ganz farbige Sleeves, wo wirklich nirgends mehr rosa Haut zu sehen ist, sondern einfach viele Tattoos. Sie sah aus wie eine von den Suicide Girls. Ich hab ja nicht gestarrt, aber da war eine ziemlich grosse Pistole auf dem rechten Unterarm, daneben ein kleines Popeye-Porträt, ein paar Sterne (aber nur so Striche übereinander, nicht die, die alle haben), ein paar Punkte zwischen den Sternen und auf dem
Handrücken eine grosse Wildrose. Auf den ersten Fingergliedern stand dann S-E-L-F und auf denen der anderen Hand M-A-D-E. (Ich beschreib die ja jetzt fast zu genau. Ob ich das wohl darf? Aber es sah wirklich schön aus.) Auch auf dieser Hand war eine Rose, und am Arm ein dreizeiliges Gedicht zum Thema Glück. Rund um den linken Unterarm hatte sie ein Muster, das mich an einen Mondkalender erinnert hat. Auch auf dem Oberkörper, auf der Brust, hatte sie Tattoos, die fand ich allerdings nicht so schön.

Und was ich auch nicht schön fand, war, dass sie während der ganzen Fahrt Brot mit Le Parfait ass, und ich gegenüber vor Hunger fast ohnmächtig wurde. Mmmmh, dafür gabs vorher leckere Bolognaise-Plätzli - die brauchen nämlic
h zum Backen nur 12 Minuten. Und jetzt muss ich noch zwei Folgen Grey's Anatomy schauen, denn die DVDs gehören meiner Mitbewohnerin und nach meinem Umzug kann ich die nicht mehr schauen.

Hier noch ein Foto, das meine Schwester heute gemacht hat.
Und das, obwohl sie momentan krank ist. Wow. Keine Ahnung, was es ist, aber es sieht absolut super aus.

6. März 2008

camera rasa

So - (fast) alles gepackt, die Hälfte der Kisten und Taschen befindet sich schon in der neuen Wohnung, und noch zweimal schlafen, dann ist auch mein Bett weg. Huuh.















Aber darüber habe ich mich ja schon ausführlich geäussert. Jedenfalls fand gestern abend auch die erste Party in der neuen Wohnung statt, leider wegen der Kälte noch nicht auf der Terrasse.

Eigentlich gibts auch gar nichts zu erzählen.

Heute entdeckt:
Leben in Listen, wie in High Fidelity - auf listography.com
Ordnung halten - ein Versuch, der es wohl in der neuen Wohnung wert sein wird: bei laissez-faire
Die einfachste Möglichkeit, zu lange Jeans umzunähen - bei Burda
Gocco - wer mal nach Japan fliegt bzw. von Japan heim und noch Platz in seinem Koffer hat, bitte bitte bitte das hier mitbringen

4. März 2008

Zeitreisen

Obwohl die Blogger-Leiste immer oben an blogspot.com -Blogs schwebt, habe ich noch nie die Funktion "Nächstes Blog" getestet. (Ich weiss jetzt nicht, ob diese Leiste sowieso erscheint, oder nur, wenn man beim Blogger-Konto angemeldet ist...) Beziehungsweise heute zum ersten Mal (noch was). Bei den meisten habe ich gar nicht reingelesen, sondern gleich weitergezappt - und so bin ich auf Nick's Sports Thoughts, den kitschigsten (türkisch?) Craft-Blog, den ich je gesehen habe, diverse Blogs mit Babyfotos, einen Blog, bei dem ich wirklich wünschte, ich könnte - Finnisch?, einen Blog über lange Haare und einen thailändischen Blog gestossen, bei dem ich nicht wirklich drauskam, ob er sich mit Bildern von halbnackten Frauen, den englischen Kronjuwelen oder Hobbybasteleien befasst.

Ich kam mir vor wie in so einem Film, wo der Hauptcharakter durchs Fernsehprogramm zappt, und die unmöglichsten und absurdesten Sendungen hintereinander kamen. Oder wie jemand, der in einer Zeitmaschine sitzt, die spukt, und von einem Ende der Welt ans andere reist und alle drei Sekunden bei jemand anderem im Wohnzimmer sitzt. Seltsames Gefühl.

Das letzte und das erste Mal

Aus einer Wohnung auszuziehen ist eine unangenehme Sache. Man muss seine Sachen packen, alles so sauber wie möglich putzen und die letzten Rechnungen bezahlen. Plötzlich denke ich mir, "Das ist wohl das letzte Bad, dass ich in dieser Wohnung nehme", oder "Ich kaufe besser nur noch das Minimum an Lebensmitteln ein, es sind ja bloss noch ein paar Tage". Ich koche mir die letzten Mahlzeiten hier, liege zum letzten Mal auf dem bequemen Sofa und sehe mir eine DVD an, ich rufe überall an, um meine Adressänderung durchzugeben, überlege mir, ob ich die saubere Wäsche überhaupt noch von der Wohnung meines Freundes hierherbringen soll oder ob ich sie besser gleich in mein neues Zuhause bringe, und ich gehe zum letzten Mal von hier aus zur Bushaltestelle. Schön, gibt es trotzdem immer noch Dinge, die man zum ersten Mal tun kann.

Heute war ich mit einer Freundin einkaufen, im Coop in Unterentfelden. Dort kann man seine Einkäufe selbst scannen und braucht dann an der Kasse nur noch zu bezahlen. Das ganze nennt sich "passabene" und funktioniert mit diesem handlichen Gerät:















Gewöhnen muss man sich daran, nicht einfach die Waren in den Korb schmeissen zu können, sondern immer zuerst zu scannen - vor allem, wenn man zu zweit einkauft und nur einer den Scanner in der Hand hält. An den Kassen werden nur stichprobenmässig Kontrollen gemacht, sonst schaut die Kassierin überhaupt nicht mehr in den Korb. Deshalb kriegt man auch so eine hübsche grüne Tasche, die man dann gar nicht mehr zu leeren braucht, wenn die Sachen einmal drin sind. Ich wollte die Waren aus reiner Gewohnheit schon aufs Fliessband laden.

Ich frage mich, wie viele Leute da der Versuchung nicht widerstehen können, einfach mal etwas zu "vergessen" zu scannen. Wahrscheinlich wird man dann angezeigt, verpflichtet man sich ja mit dem Unterzeichnen des "passabene"-Formulars dazu, aufzupassen, dass einem niemand Ware in den Korb legt, und von selbst darauf aufmerksam zu machen, wenn ein Strichcode nicht funktioniert hat.

Bei uns hat aber alles prima geklappt. Und auch Spass gemacht. Wie beim "Verchöiferle" als Kind - lustig, wenn man selbst Sachen scannen kann und es dann "piip" macht.

Heute entdeckt:
Mal etwas andere Moleskine-Bücher von Modofly
"heute" gibt's bald nicht mehr - stattdessen "Blick am Abend"
In Australien von Küste zu Küste wandern - auf dem Bibbulmun Track
Düstere, traurige, seltsame und lustige Geheimnisse - auf PostSecret

28. Februar 2008

'achnöwe!!

Kann man mit einem knapp dreijährigen Kind ornithologische Gespräche führen? Ja, man kann, vorausgesetzt man ist eine sehr vogelbewanderte Oma und der Enkel heisst Leonard (das kann ja kein dummes Kind sein).

Anfangs verlief das Gespräch, das ich im Zug aus dem Nebenabteil mitverfolgte, noch sehr normal. Die Oma nahm aus einem blauen Beutel kleine Plüschtiere, der kleine Leonard (sie nannte ihn weder Leo noch Lenny) strahlte übers ganze Gesicht und benannte die Tierchen. "Iiiiigel!!!" schrie er durch den ganzen Wagen, oder " 'atte!!!", zog an der kleinen Knautschnase des Igelchens und am Schwanz der Ratte. Dann wurde es komplizierter.

"puchadlo", sagte er, etwas leiser, und ich schaute hinüber. Irgend ein Vogel, ein Geier oder so. "Pfüüü-pfüüü" machte der kleine Leonard, hielt das Plüschtier an den Flügeln und flog mit ihm durchs Abteil. "Wiis-chopf-see-ad-ler", erklärte die Oma, schööön laangsaam. "puchadlo", sagte Leonard. "Adler" hätte mir als Dreijähriger ja als Bezeichnung für so einen Vogel gereicht, aber naja - ich schaute wieder zum Fenster heraus, bis plötzlich ein Geschrei losging. " 'achnöwe!!!" rief Klein-Lenny, worauf seine Oma berichtigte: "Nei, Leonard, das isch kei Lachmöwe. Das isch e Mittelmeermöwe." - " 'achnöwe!!!!", kam es lauter. "Nei, Leonard, Lachmöwe händ im Sommer en schwarze Tupf do (zeigt auf Schwanz des Plüschtieres) und ganz en schwarze Chopf." - " 'ACHNÖWE!!!" Wow. Andere Kinder ziehen Katzen am Schwanz und streiten sich um das Lieblingsspielzeug.

Und weils grad passt, eine Ode an die lieben Bus- und Bahnangestellten: Ursprünglich war ich ja der Meinung, sie wären alle abgrundtief verbittert und böse. Mehr als einmal ist mir der Bus vor der Nase weggefahren, obwohl ich an die Scheibe gleich beim Chauffeur klopfte. Nicht heute: Ich lief auf den Bus zu, dieser fuhr schon an, der Fahrer öffnete die Türen nochmal für mich und lächelte mich sogar ganz nett an. DANKE! Aber noch unglaublicher ist, was mir letzte Woche passiert ist: Mein Portemonnaie ist kaputt, das Münzfach ist an der Aussenseite aufgerissen und deshalb purzelt mir ständig Geld raus, wenn ich nicht täglich ein neues Chläbi über der Naht fixiere. So wollte ich also frühmorgens mein GA zeigen, holte schwungvoll das Portemonnaie aus der Tasche und verstreute mein ganzes Münz im Zug. Was tat der liebe Kontrolleur? Er setzte sich mir gegenüber hin, meinte "kommen Sie in einem Jahr wieder vorbei, um zu sehen obs gewachsen ist", lacht, bückt sich und klaubt ein Zwänzgi nach dem anderen vom Boden auf. Ich (baff): "Sie, ich kann mich schon selber bücken - das ist doch nicht Ihr Job", er: "Sie können ja dann noch das unter Ihrem Sitz auflesen, da komme ich nicht hin", gibt mir mein Geld, steht auf und wünscht mir einen schönen Tag. Wow.


26. Februar 2008

Wanderzirkus Mister Schweiz-Wahl

Jedes Jahr das gleiche Theater. Der schönste Mann der Schweiz wird gesucht, und obwohl ich zugeben muss, dass der aktuell "Schönste" wirklich nicht übel ist, muss ich beim Anschauen der Kandidaten jedes Mal die Nase rümpfen und mir gedanklich ein paar Bekannte zusammensuchen, die (Fistelstimme) "noch Taaausendmaal schöööner als diiiie" sind. Also wirklich. Worauf schaut die Jury da eigentlich? Schon klar, ein guter Körper ist wichtig für einen Mister Schweiz, aber sein Gesicht sieht man doch noch ein bisschen öfter in den Medien, also würde ich mal eher darauf achten, dass der Kandidat nicht aussieht wie Frankensteins Monster, ein Gorilla oder wie ein Mami-Schieber, den bestimmt sein Grosi angemeldet hat. Und, wenn ich die Kandidatenfotos so durchsehe, gibt es da noch das Alien, den bleichen, russischen Grafen (der bestimmt schon auf die 40 zugeht), den süssen Hamster und einen, der zwar nicht schlecht aussieht, aber besser vor der Wahlnacht noch einen Halt beim Coiffeur einlegen sollte. (Ich weiss, das ist jetzt sehr oberflächlich, aber es geht ja beim Mister Schweiz nicht wirklich um Innere Werte.)

Aber wahrscheinlich werden die tourenden Mister-Kandidaten von
den Organisatoren auch bewusst als Wanderzirkus inszeniert. Anders kann ich mir diese Fotos (geklaut von 20min.ch) nicht erklären.














21. Februar 2008

Warum nicht nur noch Violett tragen?

Normalerweise möchte ich ja nicht einfach von anderen Blogs kopieren, aber heute bin ich krank und habe damit so halbwegs eine Entschuldigung, selbst nicht bloggen zu können. Aber auch sonst ist Folgendes so interessant, dass ich ihn euch nicht vorenthalten will: Diana hat diesen Artikel auf der Website der New York Fashion entdeckt. Darin werden Leute vorgestellt, die jeden Tag, über Jahre hinweg, ausschliesslich Kleider einer Farbe tragen. Hier klicken.



















Wenn ich mir eine Farbe aussuchen müsste, ich würde wahrscheinlich Violett nehmen. Oder grau. Obwohl ich ja eigentlich sehr gerne Blue Jeans trage. Da müsste ich dann wohl Blau nehmen, aber das mag ich nicht so gerne und das steht mir auch nicht so gut. Vielleicht könnte man ja einen Kompromiss machen: Nur noch Blue Jeans plus eine Farbe. Silber ist toll, so wie auf dem Bild. Oder Weiss. Oder Militärgrün. Hach. Ich könnte mich doch gar nicht entscheiden.