4. März 2008

Das letzte und das erste Mal

Aus einer Wohnung auszuziehen ist eine unangenehme Sache. Man muss seine Sachen packen, alles so sauber wie möglich putzen und die letzten Rechnungen bezahlen. Plötzlich denke ich mir, "Das ist wohl das letzte Bad, dass ich in dieser Wohnung nehme", oder "Ich kaufe besser nur noch das Minimum an Lebensmitteln ein, es sind ja bloss noch ein paar Tage". Ich koche mir die letzten Mahlzeiten hier, liege zum letzten Mal auf dem bequemen Sofa und sehe mir eine DVD an, ich rufe überall an, um meine Adressänderung durchzugeben, überlege mir, ob ich die saubere Wäsche überhaupt noch von der Wohnung meines Freundes hierherbringen soll oder ob ich sie besser gleich in mein neues Zuhause bringe, und ich gehe zum letzten Mal von hier aus zur Bushaltestelle. Schön, gibt es trotzdem immer noch Dinge, die man zum ersten Mal tun kann.

Heute war ich mit einer Freundin einkaufen, im Coop in Unterentfelden. Dort kann man seine Einkäufe selbst scannen und braucht dann an der Kasse nur noch zu bezahlen. Das ganze nennt sich "passabene" und funktioniert mit diesem handlichen Gerät:















Gewöhnen muss man sich daran, nicht einfach die Waren in den Korb schmeissen zu können, sondern immer zuerst zu scannen - vor allem, wenn man zu zweit einkauft und nur einer den Scanner in der Hand hält. An den Kassen werden nur stichprobenmässig Kontrollen gemacht, sonst schaut die Kassierin überhaupt nicht mehr in den Korb. Deshalb kriegt man auch so eine hübsche grüne Tasche, die man dann gar nicht mehr zu leeren braucht, wenn die Sachen einmal drin sind. Ich wollte die Waren aus reiner Gewohnheit schon aufs Fliessband laden.

Ich frage mich, wie viele Leute da der Versuchung nicht widerstehen können, einfach mal etwas zu "vergessen" zu scannen. Wahrscheinlich wird man dann angezeigt, verpflichtet man sich ja mit dem Unterzeichnen des "passabene"-Formulars dazu, aufzupassen, dass einem niemand Ware in den Korb legt, und von selbst darauf aufmerksam zu machen, wenn ein Strichcode nicht funktioniert hat.

Bei uns hat aber alles prima geklappt. Und auch Spass gemacht. Wie beim "Verchöiferle" als Kind - lustig, wenn man selbst Sachen scannen kann und es dann "piip" macht.

Heute entdeckt:
Mal etwas andere Moleskine-Bücher von Modofly
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In Australien von Küste zu Küste wandern - auf dem Bibbulmun Track
Düstere, traurige, seltsame und lustige Geheimnisse - auf PostSecret

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