31. Januar 2007

Die Musicbox der Pandora


Manchmal schwirrt mir ganz schön der Kopf von all den Buchstaben, Wörtern, Meldungen und Aufgaben. Da bin ich richtig froh, dass ich mir jetzt einen Fotoband anschauen darf, der noch dazu beruhigend schwarzweiss ist und Bilder aus dem Walliser Leuk um die Mitte des vergangenen Jahrhunderts enthält. Herrlich entspannend und wunderbare Fotos.

Auf meinem iPod findet sich definitiv keine Musik mehr, die ich während der Arbeit noch hören mag. Deshalb höre ich momentan immer auf Pandora.com, dort kann man sich sein individuelles Musikprogramm zusammenstellen. Sehr zu empfehlen, kostenlos, relativ viel Musik (nach einigen Stunden kommt schon mal ein Stück zum zweiten Mal, dann kann man aber einfach forwarden) und benutzerfreundlich. Gerade singt mir Amy Winehouse vor.

30. Januar 2007

Elche auf Winterreisen

Herrlich - der Literaturredaktor macht Neujahrsputz. Vier grosse Kisten voller neuer Bücher, wo sich jeder bedienen darf. Darunter Sommerferien-am-Pool-Schund wie "Zwei Zimmer, Küsse, Bad", Graphic Novels wie "Nylon Road", aber auch "richtige" Literatur wie "Hab ich dir eigentlich schon erzählt?" von Sibylle Berg. Die drei Bücher stammen aus dem knappen Dutzend, das nun in meinem Regal steht.

Heute noch ein paar kleine Beobachtungen, die nicht unbedingt mit meinem Praktikum zu tun haben. Zum Beispiel habe ich gelesen, dass Elche bis zu 2,35 m Schulterhöhe, 3 m Länge und 800 kg Gewicht erreichen können. Und ich dachte immer, Elche seien etwa so gross wie Pferde! Das sind ja wohl eher Kamele oder Elefanten! Das stellt mei
n Weltbild völlig auf den Kopf, daran muss ich mich zuerst gewöhnen. Zu diesem Zweck habe ich Fotos von Elchen gesucht, für einen Grössenvergleich, aber das einzige was ich gefunden habe waren Elche neben Bäumen oder tote Elche, mit denen Jäger stolz posierten. Makaber.











Dann ist mir während der Solothurner Filmtage, wo ich am Samstag mit meiner Schwester war, während dem Schauen des Films
"Winterreise" (nicht zu verwechseln mit "Elisabeth Koppf - eine Winterreise") aufgefallen, dass ich mir im Kino paradoxerweise immer bei schlechten Filmen wünsche, dass sie noch etwas länger gehen könnten. Wogegen ich bei solchen, die mich berühren, wie eben dem Winterreise-Film, gegen Ende das Gefühl habe, jetzt dürfte er dann langsam fertig sein. "Capote" beispielsweise hielt ich fast nicht aus - war aber damit sicher nicht die einzige. Allerdings ist dies ein spezieller Fall - diesen Film finde ich zwar sehr gut, würde ihn aber nie ein zweites Mal sehen wollen. Letzte Woche schaute ich mir "The Prestige" an - und obwohl jede Minute davon sehr spannend war, fand ich ihn zu lang. Schlimm war es bei "16 Blocks", bei dem ich, genau weil er so spannend war, das Ende nicht erwarten konnte und es beinahe nicht mehr aushielt. Hingegen habe ich "Eragon" absolut sch* gefunden, trotzdem war er mir zu kurz. Vielleicht habe ich bei schlechten Filmen das Gefühl, wenn sie schon so furchtbar sind, habe ich für meine 15 Franken wenigstens noch etwas längere Unterhaltung verdient.

15. Januar 2007

Paola Pivi @ Kunsthalle Basel

Paola Pivi in der Kunsthalle Basel:

Vernissage am Donnerstag, 18.1.07,
17.00 bis 19.00


Paola Pivi wird an der Vernissage eine Aktion durchführen, die nur dann zu sehen ist. Unbedingt hingehen!


Warum der Fisch vom Kopf her stinkt und Pippi Langstrumpf nicht sexy ist

Seit vier Tagen mache ich die Vertretung für den Medienredaktor. Dies ist, obwohl ich natürlich von allen Seiten Hilfe anfordern kann und nicht ganz alle Verantwortung übernehmen musste, der Härtetest, ob ich als Redakteurin in den vergangenen drei Monaten etwas gelernt habe.

Da gibt es einige Probleme, die zu bewältigen sind: Manchmal sind die Texte, die Oli eingeplant hatte, nicht hier oder es hat sich was geändert (z.b. eine Sendung wurde um einen Monat verschoben und ein Interview mit der Hauptdarstellerin kann deshalb nicht zum gewünschten Termin gedruckt werden). Anfangs hatte ich auch etwas Mühe mit dem Layout, da es zwei Möglichkeiten gibt (grosses Impressum und kleine TV-Tipps oder kleines Impressum und grosse TV-Tipps) und ich immer die falsche ausgewählt habe, weil falsch vorgelayoutet wurde. Vorlayoutet worden war. Gelayoutet worden war. Whatever.

Irgendwie klappt es im neuen Jahr auch noch nicht so ganz mit meinem Datenorientierungssinn. Dass wir immer einen Tag vorausplanen und deswegen am Montag immer für die Zeitung vom Dienstag arbeiten und so weiter, macht es auch nicht einfacher. Deswegen vergass ich letzten Donnerstag, dass Donnerstag ist, und bin zu spät zu unserer wöchentlichen Kultur-Sitzung gekommen. Zum Glück kann ich mir das mal erlauben, ich bin schliesslich sonst eine sehr Pünktliche. Trotzdem habe ich heute das Gefühl, es sei schon Dienstag.

Dafür war ich aber an der Donnerstag-Abend-Foyer-Sitzung. Da wurde die Themenplanung für das nächste Jahr besprochen, wann es einen Themenbund geben wird wie beispielsweise letzten November der Bond-Bund. Jeder Redaktor musste dann sagen, was es für Jubiläen gibt. Da staunt der Laie - also ich. 125 Jahre geklontes Schaf Dolly, 30 Jahre Gotthardtunnel und der 777. Harry-Potter-Roman erscheint - oder so ähnlich. Und die Astrid Lindgren würde auch Geburtstag feiern, wäre sie denn noch am Leben. In diesem Zusammenhang meinte jedoch der Musikredaktor, die Pippi Langstrumpf sei als Themenbund schon nicht so sexy. (Da muss ich ihm Recht geben, gegen Daniel Craig - keine Chance)

Heute ist jedenfalls Montag - um zum Thema zurückzukommen. Und Montag bin nicht nur ich eher schlecht drauf. Vor allem gegen Abend kommt hier eine Stimmung auf… Nein, natürlich nicht so schlimm. Aber immer mal wieder ruft jemand aus, weil beispielsweise unser Sorgenkind, die Kolumne "der Zettel" vergessen wurde von demjenigen, der ihn hätte schreiben sollen. Der Foyer-Chef fluchte also laut durchs Grossraumbüro über diesen "ewigen @#2%6)=+!£# Zettel", worauf der Hobbyfischer unserer Redaktion (er hat letzten Herbst einen 105 cm langen Hecht gefangen) entgegnete "Der Fisch stinkt immer vom Kopf her". "Ja" - stimmte der Chef erst mal kräftig zu - "was??"