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4. Juni 2012

Ja, XXL. Danke.

Als ob Bikinikaufen in der Schweiz nicht schon mühsam genug wäre.


Vom Salzwasserpool, den ich im Februar regelmässig besuchte, ist mein Bikini ausgelaugt und unbrauchbar geworden. Laoten baden ohnehin in normaler Kleidung, aber da die Konferenz meiner Freiwilligenorganisation diese Woche scheinbar in einem Resort mit Pool stattfindet, brauchte ich dringend ein neues. Fast ein Ding der Unmöglichkeit, sogar hier im westlichen Chiang Mai. Ist halt kein Meer in der Nähe.

1. Hürde: Erst nach mehrminütiger Suche finde ich zwischen Hunderten von Röckli-Badekleidern, Burkamässigen Fastganzkörperanzügen und Speedo-Zip-Oberteilen mit schwarzen Radlerhosen fünf normale Bikinis.

2. Hürde: Zwei Verkäuferinnen mit aufgesetztem Lächeln begleiten mich auf Schritt und Tritt und wollen, bevor ich die Bikinis anprobierte, wissen, welche Grösse ich mitnehme. "XL, XXL", lesen sie laut, danke, kann ich sie bitte einfach anprobieren? Verglichen mit dem nicht existenten Po von Thaifrauen ist meiner nun mal nicht small.

3. Hürde: Umkleidekabine? Überraschung, es gibt eine! (Drei Wände, ein Spiegel, zwei Haken in der Wand, viel Staub am Boden und ein Schild "Please be careful not make stain of dirt on clothes while trying.")

4. Hürde: Auch XXL ist knapp. Seufz. Augen zu und durch - für ausserhalb des Pools gibts Hawaiishorts oder ein Frotteetuch.

5. Hürde: Die eine Verkäuferin weist mich zur Kasse. Nur; wo diese ist, sehe ich nicht. So scheucht mich die nervige Dame mit Handbewegungen Schritt für Schritt zur Kasse, anstatt einfach vorzugehen.

6. Hürde: 30 Franken für ein Kleidungsstück auszugeben in Thailand, wo man ein T-Shirt locker für einen Fünfliber kriegt, ich 7.- fürs Guesthouse bezahle und 1.50 für eine warme Mahlzeit, tut weh.


Ich hoffe mal, den Pool gibts auch tatsächlich.

8. April 2008

Schinken, Fisch und Braten

Ich liebe Etsy. Da kann ich stundenlang rumsurfen. Und jetzt, wo der Dollar so tief ist, ist der Reiz, etwas zu bestellen, noch viel stärker... Wenn doch nur der Transport von den USA in die Schweiz nicht so dauern würde.

Ich finde übrigens Norah Jones' neue Frisur herzig. Nur so zum Sagen :)

Und wenn sich jemand fragt, weshalb es öppedie gelöschte Einträge auf den Kommentarseiten hat, das war alles Spam. Im Stil von "See here" und dann kommt irgend eine Pornoseite. Und ich freue mich jedesmal zuerst, dass jemand mich mit einem Kommentar beglückt...

Eigentlich weiss ich wieder mal nicht, was schreiben. Aber ich will ja meinen Blog nicht einschlafen lassen. Ich könnte erzählen, dass ich gleich für Pesche und mich Schinkenbananen kochen werde. Mmmh. Das war eines von meinen Lieblingsgerichten als Kind. Wer nicht weiss, was das ist, das sind in mit Senf bestrichenen Schinken gewickelte Bananen, überbacken mit einer Käsesauce. Na, Hunger?

Die Fisch-Grilladen auf der Terrasse müssen übrigens noch ein wenig warten. Es ist einfach saukalt im Moment. Vorher, als ich noch in der alten Wohnung lebte, war schon fast Sommer - und jetzt schneit es wieder.

Und die Lampen haben wir immer noch nicht hochgehängt. Wegen dieser blöden Betondecke, da braucht man einen Schlagbohrer. Und immer, wenn der hier ist, ist Sonntag oder Abend und lautes Bohren wäre wohl nicht so hilfreich für eine gute Nachbarschaftsbeziehung. Übrigens gebe ich mir Mühe, immer alle Nachbarn, denen ich begegne, nett zu grüssen. Am Anfang hab ich mich sogar jeweils vorgestellt. Sobald dann schön warmes Wetter ist, werden wir mal einen Apéro für das ganze 6a veranstalten. Freu ich mich schon drauf.

(Eigentlich bin ich ja gar nicht so schlecht im Bloggen. Andere hätten nämlich aus diesem einen gleich fünf Mini-Posts gemacht. Aber das macht den Braten ja auch nicht feiss.)

5. November 2007

Mein lieber Schwan!

Ich glaube, man kann auf der Welt zwei Sorten von Menschen unterscheiden: Solche, die mit Tieren sprechen, und solche, die das nicht tun. Beispielsweise hat meine jahrelange Höflichkeit einer Nachbarskatze gegenüber heute Früchte getragen. Ich habe die weisse Schönheit jedesmal gegrüsst, wenn ich an ihr vorbeigegangen bin, sie hat meist indigniert weggeblickt. Heute aber hat sie, als ich ihr "Hallo" gesagt habe, angefangen zu miauen, ist auf mich zugekommen, hat ausgiebig meine Hand beschnuppert und sich schliesslich streicheln lassen. Allerdings nur kurz - meinerseits. Es war einfach zu kalt und im Kühlschrank standen Reste des herrlichen Znachts vom Samstag, die in die Mikrowelle - und jetzt in meinen Magen - wollten. Auch Bienen sind bei mir beliebte Gesprächspartner, natürlich auch, wenn es sich ergibt, Pferde, und auch unsere WG-Wüstenrennmäuse haben oft das Vergnügen, mit mir zu diskutieren.

Es gibt aber noch eine zweite Art, die Menschen (oder zumindest die Frauen) zu unterscheiden: in solche, die diese grässlichen metro- (chicoree-/zebra-)Taschen aus Plastik tragen, und solche, die das nicht tun. Ich wette, jedes einzelne dieser Chicks (es ist meist die gleiche Sorte Frau; zwischen 16 und 20 und sichtlich Kundinnen besagter Läden) hat eine genügend grosse Handtaschensammlung zu Hause, um ihr Hab und Gut nicht diesen unsäglichen Dingern anzuvertrauen, aber nein - es scheint Mode zu sein. Aber wie schon Oscar Wilde sagte: "Mode ist eine so unerträgliche Form der Hässlichkeit, dass wir sie alle sechs Monate ändern müssen." Hoffen wir's...



20. September 2007

Offener Brief

Liebe Männer.

Ihr macht das ja wirklich schon ganz toll. Es ist schön, dass ich im Bus nur noch sehr selten hinter jemand eures Geschlechts sitzen muss, der sich offenkundig schon Wochen nicht mehr gewaschen hat. Ich gehe auf der Strasse gerne hinter Männern her, die gut riechen. Super, dass die meisten Männer sich die Kleidung nicht mehr von Mutti im Dreierpack in der Migros kaufen lassen. Ich mag es, wenn Männer auch hin und wieder (nicht zu tief) ins Haarlacknäpfchen greifen. Und ich finde es sogar ziemlich stylish, wenn einer selbstbewusst eine Handtasche - natürlich nicht so eine billige Gucci-Nachmache aus der Bahnhofsunterführung, sondern eine richtig schöne, sportlich-elegante, maskuline Handtasche - trägt. Metrosexuell ist doof, aber gepflegt ist durchaus sexy. Aber lasst mich euch einen guten Rat geben, von Frau zu Mann:

Schaut euch ja nicht "Popstars" an. Sonst kommt ihr noch auf ganz, ganz dumme Ideen.









Das. Geht. Nicht. *schüttel* Asymetrische Schnitte, blond gefärbte Strähnen und Haare, die wie Hühnerfedern vom Kopf abstehen, sehen nie gut aus.

(Ausnahme: Man ist nicht älter als 16, lässt das Blond weg und sieht etwas androgyn aus. Dann kann das nämlich ganz härzig aussehen. Sonst gilt: solltet ihr einmal vom Friseur nach Hause kommen und im Spiegel sowas anblicken, greift sofort zum Haartrimmer und schert euch den Kopf.)

29. Juni 2007

Fotoalbum

Nein, ich arbeite zwar momentan sehr viel, aber ich kann nicht sagen, dass ich Aufmunterung dringend nötig hätte. Allein heute hatte ich drei tolle Erlebnisse: ich war mit meiner Schwester Mittagessen und es gab Chilli Peppers vom Gourmessa, gleich danach schlenderte ich am Ausverkauf vom Pasito vorbei und erstand dieses Paar Schuhe:









Das Foto ist zwar miserabel, sie sind nämlich eher violett, aber
auch in Wirklichkeit ist das Leder des einen Schuhes etwas ausgebleichter als das andere. Und beim Nachhausekommen habe ich bemerkt, dass ich ja schon ein Paar von dieser Farbe besitze. Allerdings sind die aus der Brocki und haben einen etwas merkwürdigen Schnitt, älter halt. Alles in allem aber sind diese Pumps doch wirklich wunderbar. Vor allem: für 19 (!!!) Franken.

Und drittens: ich hatte heute meinen letzten Tag (vorläufig...) auf der Redaktion und habe total Gas gegeben, so dass ich ganze drei Seiten geschafft habe. Drei sind viel.


Überhaupt habe ich in den letzten Wochen einiges Besonderes erlebt, wovon ein paar Bilder in meinem Handy-Album zeugen. Etwa damals, als ich im Zentrum Paul Klee war. Da bin ich nämlich spontan einige Haltestellen vor dem Bahnhof ausgestiegen, um mir den Bärengraben anzuschauen:






















Find ich noch schön. Ich m
ag Bären sehr. Und ich wusste gar nicht, dass diese Bären (es sind übrigens nur 2) so gross sind! So richtig, wie man Braunbären von Fotos kennt!

Oder diese tollen Blumen, ich weiss jetzt nicht, wie sie heissen, aber sie blühen momentan überall. Diese hier gehören unseren Nachbarn, und ich habe sie ganz früh am Morgen fotografiert, als wir nach Kassel zur documenta fuhren. Das Bild sieht irgendwie aus wie ein impressionistisches Gemälde, aus der Nähe, weil es so verpixelt ist.



















Und no es Fötteli, von der documenta. Ich habe, 5 Minuten bevor das Tram zum Bahnhof fuhr, noch schnell den Erdkilometer gesucht. Ich hab den vor 4 Jahren für meine Maturaarbeit "verwendet", wo es um versteckte Kunst ging. Kleine Erklärung: an der documenta 6, 1966, versenkte der amerikanische Konzeptkünstler Walter de Maria Messingstäbe in einem Loch im Boden, die, zusammengesteckt, einen Kilometer tief in die Erde hineinreichten. Nun sieht man einfach eine kleine Messingscheibe am Boden und kann sich ausmalen, dass sie nur das oberste Ende einer 1km-Stange ist... Faszinierend. (Der Kilometer beginnt auf meiner Schulter - es war so hell dass ich nicht genau gesehen habe, was ich knipste.)













Aber worauf ich eigentlich hinauswollte. Vielleicht geht es ja einigen von euch nicht so gut wir mir und ihr benötigt dringend etwas zu Lachen. Dann gibt es etwas, was ich euch wärmstens empfehlen kann: nämlich dieses Video von Will Ferell und Pearl. Absolut herrlich.

26. Juni 2007

Autsch!

Diana hat mir ein Stöckchen angeschmissen! Doch die Aufgabe, meine ranzigsten, geilsten, dreckigsten oder ausgefallensten Schuhe zu präsentieren, ist ja zum Glück nicht sonderlich schwierig. Ranzige, geile oder dreckige Schuhe besitze ich nämlich keine. Ich kaufe ja prinzipiell nur Schuhe, die ich dann auch tatsächlich anziehe, wirklich "ausgefallen" würde ich also keines von meinen rund 30 Paar nennen. Trotzdem habe ich schon einige Blicke geerntet, als ich mit meinen orientalischen Glöggli-Pantoffeln ausgegangen bin:






















Wirklich schwierig war nur, dass ich zehn Minuten warten musste, bis die Sockenstreifen weg waren und ich ein Foto machen konnte...

Und das Stöckchen wandert weiter - an Fa, Annik und Play.

11. Juni 2007

Des iPods neue Kleider

Nur kurz heute, ich bin nämlich eigentlich steinhässig.

Was mich ein bisschen aufgemuntert hat: Zuerst habe ich ein Glas in der Küche mit voller Wucht zu Boden geschmissen (ich lege die Gläser mit einem Sprung für solche Fälle immer zur Seite). Danach sind mir aber wieder an die Sch*-Busverbindungen von Bern Hauptbahnhof zum
Zentrum Paul Klee in den Sinn gekommen, wo ich morgen früh (früh!) an eine Pressekonferenz muss, nein, sagen wir, soll, und da war ich schon wieder auf Hundertachzig. Auf 170 bin ich wieder runtergekommen, indem ich mich an den süssen Walliser-Dialekt des SBB-Telefon-Hotliners erinnert und das Bild der Katze mit der Wollperücke angeschaut habe, aber weiter hat's nicht gereicht.






Bild: www.craftzine.org







Schliesslich habe ich ein bisschen in der
annabelle geblättert und bin auf den Link zu Gelaskins gestossen. Und werde nun ein wenig frustshoppen, meinem geliebten iPod ein neues Kleidchen verpassen. Momentan trägt er ja - ganz trendy - eines von Volcom. Auf dem Bildchen das oben links.








(ja, man erkennt fast nichts, aber mit draufklicken wirds grösser)



Aber jetzt wird es ja wärmer, und deshalb ist die Lederhülle vielleicht etwas zu warm. Ich hab mich noch nicht ganz entschieden, aber eines von diesen schicken Teilen wird mein Schätzchen wohl bald tragen:









Bilder: www.gelaskins.com

7. Mai 2007

Der Fuchs und die Trauben - ich und Dior

Manchmal bringt mich mein Zeitschriftenkonsum in wirklich dumme Situationen. Da blättere ich, nichtsahnend, nach einem entspannenden Wellness-Samstagmorgenritual die SI Style durch, ein frühlingshaft frischer Wind streicht mir sanft über die frisch enthaarten und duftend eingecremten Beine, draussen zwitschern die Vögel einander fröhlich ihre Geschichten zu, und mein Auge fällt auf dieses Bild:



Ein wunderschöner, feiner, kleiner Fingerring, denke ich, immer noch völlig im Ungewissen über die herannahende Katastrophe. Das Auge schweift vier Zentimeter weiter nach rechts, folgt der Bildlegende, da wird aus dem feinen Frühlingswind eine heftige Böe, die mir kalte Schauer den Rücken hinunterjagt, und es beginnt wie aus Kübeln zu regnen. Es donnert, der Himmel verdunkelt sich und eine dicke Spinne sperrt vor dem Wohnzimmerfenster wütend ihr reisszahnbesetztes Maul auf und verschlingt schmatzend eine haarige schwarze Fliege. Der Ring ist von Dior Joaillerie und kostet 800 Euro.

Zwei Tage später, ich habe mich wieder vom Schrecken des Samstagmorgens erholt und wage es, die Website von besagter Firma zu besuchen. Was ich dort sehe, ist wie Salz in meinen Wunden.



Und, als ob es nicht schon schlimm genug wäre:



Ich seufze tief, schlucke die Tränen hinunter. Vielleicht wird ja wenigstens mein Schatz einmal steinreich. Dann kann er mich beim Heiratsantrag mit diesem Ring überraschen.










Oder mir vielleicht sonst einmal, einfach so, dieses Geschmeide um den Hals legen.










Hmmm.

Naja. Realistisch gesehen wohl eher nicht. Da bleibt mir nichts übrig, als die Nase zu rümpfen und dankbar zu sein, dass meine bescheidenen finanziellen Möglichkeiten mich immerhin davor schützen, bloss aus Langeweile solche fürchterlichen Dinge zu kaufen:


4. Mai 2007

Äxtra för dech, Pesche (di ächt)

my wings:



my koi:



das hani dezue glost ond do chonnt d'inspiration här.

16. März 2007

Silbernes Schuhwerk

Gestern habe ich mir diese unglaublich tollen Schuhe gekauft:










Isn't it beautiful? Die hier von Nike hatte es auch im Laden, doch die sahen in meiner Schuhgrösse so lang aus.






Und soeben habe ich gesehen, dass auch Adidas silberne Sneakers in der aktuellen Kollektion hat.










Das silberne Leder ist supertoll, meine Schuhe gefallen mir allerdings ingesamt besser. Obwohl sie weniger auffallen, als man denken könnte, (etwa viel weniger als knallrote Turnschuhe) läuft es sich damit gleich mit viel mehr Style in den Frühling. Am besten gefällt mir an den Pailletten, dass sie immer die Umgebung spiegeln, das heisst, der Schuh ändert sich ständig. Und ich stand ja schon immer auf glitzernde Schuhe. Wenn ich jetzt nur das Foto von den schwarzen Turnschuhen finden könnte, die ich teilweise rot angemalt und dann mit silbernem Glimmer bestreut habe... Diese Prozedur musste ich jeweils wöchentlich wiederholen, da die Farbe ständig vom Leder abblätterte.

Es gibt übrigens einige tolle Blogs, die sich Trends und Events im Bereich Design widmen. Beispielsweise der Blog vom Hochparterre. Oder, einer meiner Favoriten, The Cool Hunter. Süss und persönlich schreibt Pucchi, Swissmiss ist eine Schweizer Designerin gone New York, wohingegen sich der Blog von Sachenmachen auf Neues aus der Schweiz selbst konzentriert. Am liebsten und längsten lese ich allerdings schon die Einträge der Mädels von Go Fug Yourself, die Fashion (bzw. Fugshion) mit süffigem Klatsch und Tratsch verbinden.