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22. April 2012

Apocalypse Lao

Ferien - und genug Zeit, um neben Ausflügen zu Wasserfällen, Border Runs nach Thailand und dem Pi-Mai-Wochenende in Savannakhet im Büro rumzuhängen und Filme zu schauen. "Resident Evil 4", unter anderem. Ich liebe die Serie. Milla Jovovich ist wohl die coolste Frau auf Erden, dank all ihren Klonen sogar in vielfacher Ausführung, und die Zombies sind unglaublich gruslig.

Als wir nach dem Film wieder ans Tageslicht kriechen, sieht die Welt plötzlich anders aus: Ein aufkommender Sturm trübt das Licht und wühlt den Himmel bedrohlich auf, wirbelt Laub und Abfall durch die Gegend. Das schwere Gittertor ist wegen der Ferien geschlossen, und es braucht nicht viel Fantasie, um sich auf der anderen Seite eine Horde hungriger Zombies vorzustellen, die ihre Hände gierig durchs Gitter strecken. Es sind Dutzende, Hunderte, ja, Tausende - die Kamera zoomt raus und von oben sieht die Schule aus wie eine Insel im Meer von T-Virus-infiszierten Massen. Wir sind umzingelt. Die streundenden Quartier-Hunde fletschen ihre Zähne (ich wusste, sie sind nicht so harmlos, wie sie immer tun!); jeden Moment werden sie ihr Maul aufreissen und uns mit ekligen Tentakeln, die daraus hervorschiessen, angreifen.

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Doch wir sind nicht wehrlos gegen die Untoten: Der Hochdruckreiniger steht noch im Hof, weil am Nachmittag der Truck gewaschen wurde. Minutenlang wehren wir die augenrollenden und kreischenden Zombies durchs Gitter ab, bevor wir uns hinter die schweren Holztüren der Schule zurückziehen und von oben aus gegen die mutierten Massen kämpfen, die inzwischen über die Mauern geklettert sind sich den Wänden hochstrecken. Die Wasserpistolen von Lao New Year erweisen sich im Kampf als unerwartet nützlich...


Der Rest ist in einem Wort gesagt: Photoshop.

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26. August 2008

Böse Männer

Gestern war ich im Kino und habe mir den ominösen "The Dark Knight" angeschaut. Er ist wirklich toll. Die Story ist recht kompliziert, es gibt mehrere Gangster, den "Mob", und ganz verwickelte Geldangelegenheiten, die der Staatsanwalt (krasse Seite!), gespielt vom herzigen Aaron Eckhart, bekämpft. Dann gibt es den Joker, der sich auf die Seite des Mobs schlägt, um Batman zu provozieren, der seinerseits alles Unrecht jagt.

Soweit die Geschichte - allerdings geht es ja im Film eh nur um die Schauspielkünste von Heath Ledger (Christian Bale glänzt vor allem mit einer sexy Stimme und einer heissen kühlen Ausstrahlung). Die - also die Schauspielkünste von Heath - sind tatsächlich super. Der Joker ist gruselig, böse, und vor allem verrückt. Aber warum sagt einem von den Kritikern niemand, dass er auch lustig ist?!

So - und jetzt wird "Bauer, ledig, sucht..." geschaut. Das habe ich nämlich für Batman sausen lassen.

3. August 2008

Blut und Herz

Wegen seines bescheuerten Titels hätte ich beinahe einen super Film verpasst - "Brügge sehen und sterben" klingt einfach eher nach Goethe als nach guter Unterhaltung. Zwei Profikiller, Colin Farrell und Brendan Gleeson, auf Befehl des Chefs im Urlaub im märchenhaften belgischen Städchen Brügge. Dem einen gefällt es dort recht gut mit den Grachten, der Altstadt und dem Kopfsteinpflaster, für den anderen ist das "verschissene Brügge" die Hölle. Dazu kommt mit Clémence Poésy eine der hübschesten Frauen, die in der letzten Zeit im Kino aufgetaucht ist.

















Der Film ist skurril: die Dialoge zwischen den beiden Männern, die kindischen Sprüche des völlig deprimierten und absolut liebenswürdigen (ein Pechvogel mit einem Blick, der genau auf den Mutterinstinkt zielt) Colin Farrell sind manchmal richtig lustig und absurd, um nur ein paar Sekunden später ins Traurige und Verzweifelte zu kippen. Nur kurz nach der Drogenorgie mit einem "Gnom" begeht einer der Hauptdarsteller einen Selbstmordversuch, und der Schluss ist tragisch und richtig brutal. Und Ralph Fiennes ist wieder einmal un-heim-lich böse. Da tschuderets einem richtig.

1. Juli 2008

Negativmerkmal für einen Film

Gerade läuft Spiderman 3 auf Teleclub. Erinnert mich an meinen Heimflug von Kanada letztes Jahr, den habe ich nämlich damals zusammen mit Rob (Tom? Mike?) aus Manchester geschaut. Und was haben wir abgelästert. Spiderman 3 ist nach America's Sweethearts und Lake Placid 2 (der so doof und sooo schlecht gemacht ist, dass ich ihn trotzdem als erstklassige Unterhaltung empfehlen würde) der schlechteste Film, den ich je gesehen habe.






















(Plakat sagt alles, oder?)

Ein Negativmerkmal für Filme ist meiner Meinung nach, wenn es einen Abschied gibt, bei dem sie ihm eine Kette umhängt - eben zum Beispiel bei Spiderman 3. Da muss man immer eine Kette dabei haben.

Eigentlich wollte ich ja jetzt eine Liste von Filmen aufführen, in denen es so eine Szene gibt. Aber ausser Lord of the Rings (Ausnahmen bestätigen die Regel) fällt mir einfach keiner mehr ein. Obwohl ich sicher war, ein gutes Dutzend aufzählen zu können.

(Übrigens: Rob (Steve? Greg?) bei der Landung in London: "I'm afraid I don't have a necklace with me to give you...")

25. März 2008

Haare im Fondue

Nachmittagsvorstellungen im Kino sind immer so - entweder man hat Glück oder Pech. Entweder man kommt man danach raus und denkt "wow, noch so viel Zeit", und im schlimmsten Fall geht man vorher rein und muss mit geschlossenen Augen und zugehaltener Nase am Popcornstand vorbei, weil's nach dem Film zu Hause noch Essen gibt und man das ja nicht verschmähen will. Ich hatte gestern Pech. Es gab Fondue.

Wenigstens war der Film super: My Blueberry Nights von Wong Kar Wai, mit der bezaubernden Norah Jones in der Hauptrolle. Die männliche Hauptrolle spielte Jude Law, aber der überzeugt mich immer weniger. Irgendwie muss ich da immer an Sienna Miller und das Kindermädchen denken und daran, dass er ja das alles nur spielt und eigentlich weder der Besitzer eines Cafés mit einem merkwürdigen russischen Namen ist noch in Norah Jones verliebt. Trotzdem gabs Schmetterlinge im Bauch.













Und Natalie Portman sah super aus - ich überlegte mir, ob ich mir die Haare auch wieder kurz schneiden soll. Vor zwei Jahren hatte ich sie mal so ähnlich wie Nat im Film. Aber da ist noch eine Hochzeit im Sommer, für die ich mir ein ganz romantisches Kleid gekauft habe, zu dem lange Haare eigentlich besser passen würden...











Und vielleicht könnte ich sie mir ja auch so schneiden lassen wie Rachel Weisz, ebenfalls im Film. Obwohl, letztes Mal habe ich ein ziemlich ähnliches Foto wie das hier zum Coiffeur mitgenommen und kam danach mit einem sehr gelockten Schopf raus, der eher nach obiger Frisur aussah. Nicht der Fehler meiner Coiffeuse, sondern meine Haare sind, wenn sie kurz sind, einfach mehr lockig als wellig.

Aber genug über Haare getratscht. Ich muss noch ein Telefon erledigen. Noch ein bisschen jammern, weil ich morgen sehr sehr früh aufstehen muss, um meine alte Wohnung zu putzen, und danach wahrscheinlich meinen ersten Text fürs Diplom nochmals schreiben muss, weil mein Dozent noch ein paar "generellere Bemerkungen" dazu hat. Ich fand ihn ganz super und vor allem war ich stolz darauf, an einem sonnigen Nachmittag volle vier Stunden durchgearbeitet zu haben. Blöde Seich.

19. Mai 2007

*würg*

"Sieben Mulden und eine Leiche" gehört definitiv zu der Sorte Film, von der mir speiübel wird. Allerdings nicht wegen der bereits im Titel erwähnten gewissen makabren Komponente (falls ihr's noch nicht gehört/ gelesen habt, man sieht etwa, wie ein Reinigungsfachmann die Überreste einer halb verwesten Leiche vom Boden kratzt).

Ich fand das Sezieren von Schweineherzen und ähnlichem im Biounterricht immer äusserst interessant, bin Blutspenderin und auch das Anschauen von Verletzungen bringt mich nicht so leicht aus dem Gleichgewicht (naja, bei gewissen gruseligen Hautkrebsabbildungen im "Grossen Buch der Medizin" aus dem Bücherregal meiner Mutter schloss ich beim Durchblättern schon die Augen, zugegeben).

Nein, "Sieben Mulden und eine Leiche" bringt mich fast zum Kotzen wegen der lebhaften Kameraführung. Gleich wie "The Blair Witch Project" (wo blieb da das Gruseln?!) und "Idioten" (musste ich nach der Hälfte des Films raus, denn leider ist das Stativ-Verbot ja eines der dänischen Dogmen). Wie kommt es, dass in Hollywoodfilmen jede Sekunde ein Schnitt erfolgen kann, ohne dass man es bemerkt, mir aber bei tollen, spannenden, interessanten Alternativ-Produktionen so oft übel wird? Ist das nicht ungerecht?

Aber das Leben ist ja trotzdem gut, nicht wahr. Darum leg ich mich jetzt ins Bett, kuschel mich schön ein und schau mir den Gruselfilm an, der schon seit Wochen im Regal steht.

12. März 2007

Schlaflos mit Dave

Ich weiss ja nicht, wie ihr das seht, aber meiner Meinung nach sind die 6.1 Punkte, die "007 - Die Another Day" bei imdb kriegt, noch viel zu viel. Ich kanns ja nicht richtig beurteilen, da ich am Samstag nur die letzten fünf Minuten gesehen habe, aber:

1. warum kann Halle Berry ein Flugzeug (das notabene überall brennt, Löcher wie ein Sieb hat und schon längst auseinanderfallen müsste > siehe Punkt 2) steuern, wenn sämtliche Elektronik am Abkratzen ist?









2. wie kann ein Flugzeug, das überall brennt und Löcher wie ein Sieb hat, noch minutenlang in der Luft bleiben?


3. und das, während Halle Berry die Hälfte der Zeit kämpfend im Lagerraum mit der Bikinidame verbringt?


4. wie können die beiden Frauen und die beiden Männer s
ich überhaupt einfach so im Flugzeug rumbewegen, ohne durch die unzähligen Löcher weggesogen zu werden?

Aber mal abgesehen davon, dass es ja bloss ein Film ist (Pierce besitzt ja darin auch, wie ich beim kurzen Reinzappen sehen durfte, ein durchsichtiges Auto). Muss das billige Bettgeblabber am Schluss wirklich sein? Hatte Halle Berry, die ein Jahr zuvor bei Monster's Ball super gespielt hatte und dafür später einen Oskar abräumte, das wirklich nötig?

Fragen über Fragen. Eigentlich würde ich jetzt gerne auf den tollen Kino-Podcast "Filme und so" verweisen, wo ursprünglich jeden Samstag die neusten Streifen diskutiert wurden. Allerdings hat der gute Timo die letzte Folge Mitte Januar produziert... Seine ehemalige Podcastpartnerin, Annik Rubens
ist jedoch mit ihrem "Schlaflos in München", einem der ersten deutschen Podcasts, immer noch bzw. wieder on air. Mal reinhören lohnt sich.

Überhaupt Podcasts: Eine tolle Sache. Falls ihr mit diesen Internet-Radioshows noch nicht so vertraut seid - ihr habt bestimmt alle iTunes, klickt doch mal den Music Store an und dann links auf "Podcasts". Da gibt es viel zu entdecken, für solche mit Breitband-Anschluss sogar noch mehr - inzwischen produzieren nämlich die meisten Leute Video-Podcasts. Persönlich finde ich, der Charme des Auditiven geht damit etwas verloren, doch andererseits können so wunderbare, kreative Vlogs wie "90 Seconds of Dave" erst existieren. Unbedingt anschauen: "Where does Laughter come from?" rettet jeden noch so versauten Tag. Ja, einfach hier klicken. Jetzt.

Bild von Dave Huth's Seite, www.davemedia.blogspot.com

8. Februar 2007

Langsame Musik und langsame Filme

Gestern führte ich ein richtig gutes Interview mit einem jungen Regisseur. Ich hatte mich gut vorbereitet, mir die DVD angeschaut und ziemlich viel Zeit genommen, um mir Fragen zum Leben und Arbeiten eines Nachwuchsfilmers aufzuschreiben. Während des Gesprächs ging ich aber nicht einfach diese Liste durch, sondern konnte, je nachdem, was er mir gerade erzählte, frei weiterfragen. Das Gespräch lief richtig gut. Sein Film ist ebenfalls empfehlenswert, er wird am 12.2. in Wettingen im Kino Orient laufen. Nichts für Ungeduldige! Es geht um die Band Dakota Suite, wer sich ein bisschen in ihre Musik einhört, wird verstehen, was ich meine.








Erinnert mich übrigens an meinen gestrigen Versuch, eine Bildungslücke zu füllen: Kubricks 2001 - a Space Odyssey. Die ersten zwei Minuten lang ist der Bildschirm vollkommen schwarz, in den folgenden 20 Minuten kommt kein einziger Mensch vor (ausser die im Affenkostüm) und nach 24.35 Minuten fällt das erste Wort. Wow. Nach 50 Minuten (so lange dauert übrigens der ganze Film "Wintersong" über Dakota Suite) machte ich mir mal was zu essen, weiter bin ich also noch nicht gekommen.

Apropos Interview: Sehr zu empfehlen ist die Zeitschrift GALORE, monatlich am Kiosk erhältlich. Darin sind nur Interviews abgedruckt, jedoch schön lange, über zwei, drei Seiten. In der aktuellen Ausgabe gibt es unter anderem eines mit Felici.tas Woll, und auf den Fotos trägt sie einen wunderschönen Mantel und tolle Ohrringe. Worauf ich allerdings hinauswollte, zu lesen ist auch ein Gespräch mit einem Promi-Interviewer selbst, wo er Techniken und Strategien erzählt. Ähnlich wie Mark van Hui.sseling, aber viel uneitler. Deshalb weiss ich auch seinen Namen nicht mehr.