19. Juni 2012
June Randoms.
Meine neuen Schüler sind toll! Eine Klasse mit 6 Schülern, eine mit 12, richtig kuschlig. Was noch etwas gewöhnungsbedürftig ist, ist, dass ich mit der geplanten Lektion tatsächlich durchkomme! (Also, die Schmetterlinge sind nicht meine Klasse. Die sind nur fürs Foto da. Aufgenommen in einem Insektenmuseum in Chiang Mai, Bericht folgt.)
Ich schaffe es nicht, nach vier Wochen Pause wieder mit Joggen anzufangen. Und dann liefert mir diese blöde Regensaison auch noch eine Ausrede. Ich probiers morgen nochmal. Und übermorgen. Und überübermorgen.
Unglaublich: Auf Google Maps kann man das dreieckige, weisse Sonnensegel sehen, dass ich eigenhändig auf der Terrasse meiner alten a.k.a. zukünftigen WG installiert habe! Irgendwie das Gefühl, eine Spur in der Welt hinterlassen zu haben. Also doch schon was erreicht. (Und... bin ich das nur oder sieht es aus wie ein Bikini? Passend, was? Kunst?)
Bin neu auch mit Instagram unterwegs.
Wie konnte Zooey Deschanel so schnell so nervig werden?!
Es regnet und es sieht aus wie in der Schweiz, normalerweise. Wie ich höre, habt ihrs aber jetzt grad schön. Einen Aarejump auf mich, bitte!
I like #hashtags. #hashtagsforever, #tellijugend, #twitteristaberimmernoch, #blödsinn, #tageverything, #warumzeigtmeineblogschriftartdietagsnichtrichtigan
Auf Jobsuche. Wie viele Kompromisse muss man eingehen, bezüglich Einkommen, Pensum...?
Den ganzen Sonntag Karten gespielt. Bitte lernt alle auch Euchre (sprich Yuuca) spielen! Regeln hier. #Spieleabend, #ichschlageuchalle, #wartetnur
Und dann bin ich wieder mal meine Frau gestanden: Nachts aufgewacht vom Geräusch kleiner Beinchen im Stapel von Heftli und Kartonverpackungen (an dieser Stelle DANKE an R.D. und L.D. aus O., die mich so liebevoll mit Klatsch, Tratsch, Fashion und Sudokus aus dem deutschsprachigen Raum versorgt haben. Möge auf-wen-auch-immer-ihr-euch-schlussendlich-einigen-müsst die EM gewinnen.) Jedenfalls, Licht an, ein Kissen fest umklammert, hoffen, dass es nur ein Gecko ist, der bald seinen Kopf rausstreckt. Leider nein: dicke, fette Kakerlake. Ich bin sie dann aber einfacher als erwartet losgeworden: Sie hat sich in einem zusammengeknüllten Plastiksack verkrochen (zum Glück hab ich nicht aufgeräumt) und ich konnte schnell einen Plastikeimer darüberstellen, den ich seit dem Kranksein vor drei Wochen noch neben dem Bett stehen hatte (nochmals). #theresahero, #mariahcarey, #kitschigichweiss, #gibtseigentlichmehrwörtrigehashtags
*
I'm not able to take up running again after almost 4 weeks without. Can't get myself out of bed in the morning. Rainy season's not helping. Will try again tomorrow. And the day after tomorrow. And the day after the day after tomorrow.
My new students are nice! One class of 6, one class of 12. What feels strange is that I can actually do all the stuff I planned for one lesson and don't have to postpone half of it...
You can follow me on Instagram now, too.
How could Zooey Deschanel get so annoying so quickly?
Amazing: On Google Maps you can see the triangular sunshade that I installed on the terrace of my old a.k.a. future apartment! Kinda feels like having left a footprint in the world, sigh. My life hasn't been a waste. (And, is it just me or does it look like a bikini? Perfect, huh?)
It's raining and the world outside looks grey like Switzerland on a usual day.
Spent all Sunday playing cards. So much fun! I want to battle you all, ha!
I like #hashtags. #hashtagsforever, #twitterisstillbullshit, #tageverything, #whydoesn'tmyblogfontdisplaythetagscorrectly
Starting to look for a job. How many compromises should I have to make, concerning income, working hours...?
Being my own knight in shining armor: Last night I woke up from a clack-clacking sound from the stack of magazines and cardboard envelopes near my bed. Turned on the light, hold on to one of my pillows, hoped for a gecko to come out... Nope. Big fat cockroach. Got rid of it easier than I expected - it hid in a plastic bag that was lying on the floor (good thing I'm rather messy...) and I could put a bucket over it that was still in my room from the sickness episode three weeks ago (again...). #theresahero, #mariahcarey, #cheesyiknow, #aretheremultiwordhashtags
4. Juni 2012
Ja, XXL. Danke.
Vom Salzwasserpool, den ich im Februar regelmässig besuchte, ist mein Bikini ausgelaugt und unbrauchbar geworden. Laoten baden ohnehin in normaler Kleidung, aber da die Konferenz meiner Freiwilligenorganisation diese Woche scheinbar in einem Resort mit Pool stattfindet, brauchte ich dringend ein neues. Fast ein Ding der Unmöglichkeit, sogar hier im westlichen Chiang Mai. Ist halt kein Meer in der Nähe.
1. Hürde: Erst nach mehrminütiger Suche finde ich zwischen Hunderten von Röckli-Badekleidern, Burkamässigen Fastganzkörperanzügen und Speedo-Zip-Oberteilen mit schwarzen Radlerhosen fünf normale Bikinis.
2. Hürde: Zwei Verkäuferinnen mit aufgesetztem Lächeln begleiten mich auf Schritt und Tritt und wollen, bevor ich die Bikinis anprobierte, wissen, welche Grösse ich mitnehme. "XL, XXL", lesen sie laut, danke, kann ich sie bitte einfach anprobieren? Verglichen mit dem nicht existenten Po von Thaifrauen ist meiner nun mal nicht small.
3. Hürde: Umkleidekabine? Überraschung, es gibt eine! (Drei Wände, ein Spiegel, zwei Haken in der Wand, viel Staub am Boden und ein Schild "Please be careful not make stain of dirt on clothes while trying.")
4. Hürde: Auch XXL ist knapp. Seufz. Augen zu und durch - für ausserhalb des Pools gibts Hawaiishorts oder ein Frotteetuch.
5. Hürde: Die eine Verkäuferin weist mich zur Kasse. Nur; wo diese ist, sehe ich nicht. So scheucht mich die nervige Dame mit Handbewegungen Schritt für Schritt zur Kasse, anstatt einfach vorzugehen.
6. Hürde: 30 Franken für ein Kleidungsstück auszugeben in Thailand, wo man ein T-Shirt locker für einen Fünfliber kriegt, ich 7.- fürs Guesthouse bezahle und 1.50 für eine warme Mahlzeit, tut weh.
Ich hoffe mal, den Pool gibts auch tatsächlich.
22. Februar 2012
Zufälle.



Jede Stunde fahren Dutzende von Songthaews (rote Taxis) am Markt vorbei und laden jeweils zwei bis acht Fahrgäste auf. Schon einige Male habe ich auf dem Heimweg erfrischende Gespräche mit Thai-Frauen gemacht, meistens Studentinnen, die ihre Englischkenntnisse gerne gebrauchen. Einmal habe ich im Taxi sogar die Receptionistin meines Guesthouses kennen gelernt. Die Wahrscheinlichkeit, jemanden zweimal im Taxi zu treffen, ist jedoch in dieser Rechnung sehr klein.
Wie witzig war es deshalb, als ich gestern dem gleichen Thai wie schon letzte Woche einmal im Taxi gegenüber sass! Ich erkannte ihn wieder, er ist so um die 45, trägt einen Schnauz und hat eine runde Kühlbox bei sich. Er erkannte mich offenbar auch wieder, denn er begrüsste mich mit einem herzlichen Lächeln und einem lauten "Sawathikaa", wo man sich normalerweise im Taxi bestenfalls zunickt. Leider verstand ich seine Fragen auf Thailändisch nicht, er meine Antworten auf Englisch auch nicht, und so blieb es bei Sawathikaa - doch bevor er ausstieg, öffnete er den Deckel seiner Kühlbox und hielt mir eine duftende Kette mit gelben Nelken entgegen. "How much?", fragte ich, worauf er energisch den Kopf schüttelte und mir die Blumen schenkte. "Kap kun kaa!" - "Danke!"

Die Blumen hängen an meinem Spiegel im Guesthouse. Und bevor ich heute morgen mein Zimmer verliess, packte ich, nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass ich dem netten Herrn nochmals begegnen sollte, einen Kalender mit Fotos aus der Schweiz ein. Ein ganzer Stapel davon (danke Ralph und Schweiz Tourismus!) wartet in meinem Koffer darauf, als Dankeschön oder Mitbringsel auf meiner Reise verschenkt zu werden. Nun habe ich morgen meine letzte Übungslektion, und so holte ich mir heute nach der Schule nur rasch bei Seven Eleven eine Instant-Nudelsuppe und hielt, noch vom Fussgängerstreifen aus, das nächstbeste Songthaew an. Ein paar Sekunden nach mir stieg ein weiterer Fahrgast zu - der nette Herr mit der Kühlbox. Ein sprachloses, aber herzliches Wiedersehen!
18. Februar 2012
Thai Lovestory.
Carl: (zeichnet zwei Figuren in ein Herz) Who is this woman? Can we give her a name?
Students: Jenny.
Carl: And who's the man?
Students: Alex (Al ist einer von uns Trainees, deswegen fangen die Schüler an zu kichern)
Carl: Where did Alex and Jenny meet?
Student: In the park (sagen sie, da ihre Aussprache aber so schlecht ist, versteht Carl "in the pub")
Carl: In the pub, ok! What did they do there?
Students: Dance
Carl: Good! Anything else?
Students: Get drunk (immer mehr Gelächter, die Schüler - hauptsächlich SchülerINNEN - sehen nicht aus, als würden sie sich jedes Wochenende besaufen.)
Carl: (erstaunt) Wow - ok! And when did they meet?
Students: (alle reden durcheinander)
Carl: (versucht etwas herauszuhören) Last year?
Students: (immer noch ein unverständliches Geschwafel)
Carl: Last week? (dann versteht er endlich, was sie sagen) Ooh - last night?! Wow, you guys move fast!
Students: (lachen)
Carl: So - what did they like to do together, last night?
Students: (die einen machen sich so ihre Gedanken und grinsen einander an, der Rest findet es einfach so lustig)
Wir anderen Lehrer: (haben grosse Mühe, lehrermässig dreinzuschauen und nicht laut loszulachen)
Students: (tuscheln, kichern verlegen, wissen nicht mehr was sagen)
Carl: What do they like to do together?
Students: ...talk
Carl: (erleichtert) Ok! Talk! Good!
17. Februar 2012
"Where Nature Nurtures Beautiful Intelligence"

Schöne Laternen irgendwo in der Altstadt.
Next: Spaziergang zur Post im (riesigen!) Campus der Chiang Mai University. Ich hab die Uni zwar nur von aussen gesehen, würde aber sofort hier studieren wollen. "Where Nature Nurtures Beautiful Intelligence" ist der Slogan der CMU - klingt kitschig, aber schaut euch die Fotos an: Der Park ist wunderschön. Und wer wäre schon nicht gern beautifully intelligent.

Der Rasen ist etwas komisch:

Dafür haben sie hier Bäume mit Blättern, die doppelt so gross sind wie meine Füsse!

(Das Foto entstand drei Sekunden bevor ich vom Rasensprenkler überrascht wurde.)

Der Baum hier ist auch beautiful:
Offenbar eine Art Wunschbaum, an den die Leute goldene Blätter mit ihren Gebeten hängen. So hab ich das jedenfalls interpretiert. Mein persönlicher Wunsch für dieses Wochenende: Mit allen Hausaufgaben durchkommen, so dass ich morgen noch ein letztes Mal an den Pool kann.
Im Nirvana.


13. Februar 2012
Unterwegs.
Es ist dunkel, aber noch angenehm warm. Ich halte ein Päckli mit Green Curry in der Hand, das ich in meiner Lieblingsbeiz auf dem Markt vis-à-vis der Schule gekauft habe, und halte Ausschau nach einem Taxi. Um 20 Uhr sind nicht mehr so viele unterwegs wie tagsüber, doch länger als zwei Minuten muss ich auch heute nicht warten, bis ich eines herannahen sehe. Ich hebe den Arm und winke, mit den Fingern nach unten, wie es sich hier gehört. “Chang Phuak Gate?”, frage ich und lächle den Fahrer durchs offene Fenster hoffnungsvoll an.
Manchmal ist es witzig, manchmal anstrengend, das Ritual mit den “Rod Daengs” oder “Red Songthaews”, wie die roten Taxis auch heissen. Auf dem Heimweg von der Schule klappt es meistens beim ersten oder zweiten Taxi, denn die meisten Leute wollen vom Markt in Richtung Zentrum. Um morgens vom Guesthouse zur Universität zu kommen, braucht es hingegen oft fünf oder sechs Versuche. Hat der Fahrer bereits andere Gäste und eine andere Route geplant, schüttelt er den Kopf und drückt aufs Gas. Selten gibts ein Lächeln und ein “Sorry!”. Manchmal ist das Taxi leer und fährt trotzdem davon - da jede Fahrt in der Regel 20 Baht kostet, ist manchem Fahrer die Universität zu weit entfernt und damit zu wenig lohnenswert. 20 Baht sind ungefähr 70 Rappen – ein Drittel davon, was das Busticket in der Schweiz kostete, wenn das Wetter wieder mal zu schlecht war um mit dem Velo zur Arbeit zu fahren. Manchmal versuchen die Fahrer von mir als “Falang” (Weisse) das Doppelte zu heischen. Dann lasse ich sie gerne wieder wegfahren, ohne einzusteigen, denn mit sich verhandeln lassen sie meist nicht.
Heute Abend habe ich Glück, schon der erste Fahrer nickt. Er nennt keinen Preis, das bedeutet Standard - 20 Baht. Als ich am Minibus vorbei nach hinten gehen will, höre ich ihn etwas rufen - er winkt, ich solle vorne einsteigen. “Along street, many men”, sagt er, und ich begreife nicht ganz, was er meint. Doch Sekunden nach dem Abfahren hält er schon wieder an und lässt sechs Rekruten einsteigen – zu den mindestens fünf Fahrgästen, die er hinten schon mitführt. Fröhlich nickt er, als ich begreife und “Kap Kun Kaa”, “danke”, sage, und plaudert während der zehnminütigen Fahrt in gebrochenem Englisch mit mir.

Manchmal hat es auch etwas Gutes, wenn sich die Fahrer nicht auf einen Umweg einlassen und einem vor der Nase davonfahren. Letzte Woche hatten wir einen Vormittag frei und so wollte ich vor der Schule noch ins Central Plaza, ein grosses Einkaufszentrum ganz in der Nähe. Das zweite Songthaew nahm mich mit, schlug jedoch gleich an der nächsten Kreuzung eine für mich ganz falsche Richtung ein. “Vielleicht weiss er ja einen Weg an dem vielen Verkehr vorbei”, dachte ich, klopfte kurz darauf aber trotzdem an die Scheibe. Der Beifahrer lachte, nickte lebhaft und zeigte auf sich selbst. Ah, zuerst wird er abgeliefert, natürlich.
Eine Viertelstunde und zwei, drei Kilometer später steigt er aus, endlich gehts für mich weiter – meine ich jedenfalls. Eine Thai-Frau steigt zu und wird nach einem kleinen Umweg zehn Minuten später am Blumenmarkt abgesetzt. Die Richtung stimmt immer noch nicht – und als ich sicher bin, dass wir komplett falsch fahren, drücke ich den Klingelknopf. Das Taxi hält an, ich steige aus und wiederhole vorn beim Fahrer mein Ziel: “Central Plaza?” – “Yeees”, und er deutet in Fahrtrichtung. Ich schüttle den Kopf und deute in die Richtung, in der das Einkaufszentrum liegt. “Central Plaza?”, frage ich skeptisch. “Yes! Central Airport Plaza!” – “Not Airport, just Central Plaza!” – “Kad Suan Kaew?” – “Yes, Central Plaza, Kad Suan Kaew!” Inzwischen kein Thai-Lächeln mehr auf dem Gesicht des Fahrers. Entnervt schüttelt er den Kopf, ebenso entnervt blicke ich mich um. Ich halte ihm einen 20-Baht-Schein hin. Er weist ihn ab, drückt aufs Gas und ich gehe davon.
40 Minuten verloren. Während der Fahrt habe ich festgestellt, dass ich mein Jäckchen im Guesthouse vergessen hatte. Entweder noch kurz ins Central Plaza und den Rest des Tages im Schulzimmer frieren, oder nochmals zurück ins Guesthouse. Vis-à-vis im nächsten Songthaew sitzt einer dieser älteren europäischen Herren, von denen es hier so viele gibt. Offenbar liegt das Guesthouse nicht ganz auf der geplanten Route, denn wir fahren einen kleinen Umweg, um ihn abzuladen. Wo? Vor dem Central Plaza.
11. Februar 2012
7. Februar 2012
Neuer Alltag.

10 Tage hier, und so vieles ist schon Alltag geworden! Das Musikhören abends in meinem gemütlichen Zimmer im Guesthouse, die morgendliche Fahrt mit dem Sammeltaxi zur Schule. Das Joghurt-Müesli-Frühstück auf dem Balkon. Reception-Johns Antwort auf meine Frage, wie es ihm geht: "Okay." W-Lan auf dem Handy morgens und abends kurz einschalten, um Whatsapp-Messages abzuholen (wink!!). Dass die Tiere hier T-Shirts tragen und die Menschen trotz der Hitze langärmlige Shirts. Das Mittagessen beim "local Restaurant", wo es herrliches grünes Curry gibt, Krokodilfleisch (hab ich noch nicht gegessen) und diese speziellen Omeletts mit sour sausage. Dass die Stromleitungspfosten mit CDs versehen sind, damit sie die Auto- und Töfflifahrer auch nachts sehen. Die Oreo-Guetzli zum Zvieri, nach denen ich bereits süchtig bin. Aber auch der viele Verkehr und leider auch der Obdachlose, der hinter einer Statue beim Tempel haust, an dem ich jeden Tag vorbeifahre.

Etwas vom Schönsten an meinem neuen Alltag sind die Schüler, die wir jeden Abend unterrichten. Erstaunlich schnell konnten wir uns ihre einsilbigen Spitznamen merken - Noon, Sam, Eam, Nee, Pai... - und erstaunlich lieb gewonnen haben wir sie schon in der ersten Schulwoche. Es war unheimlich schön zu erleben, wie der schüchterne Mark aufgetaut ist. Heute habe ich in der Zvieripause mit zwei neuen, mit ihren 16 Jahren sehr jungen Schülerinnen geplaudert und sie gleich ins Herz geschlossen. Und soeben habe ich bei Saii, die bei einer Reiseagentur hier in Chiang Mai arbeitet, einen Kochkurs für das kommende Wochenende gebucht. Ich musste lachen, als sie mir per Mail die Infos schicke und mit einem ** These prices are the special for you!!! <3 Secret ^^ versah...
Umso erfreulicher war es deshalb, dass meine schriftliche Beurteilung zum ersten Kursdrittel so positiv ausfiel. "Very nice rapport/manner with your students", lautete die erste Zeile ("rapport" ist der Fachbegriff für die Beziehung Lehrer-Schüler), und "Keep up your strong start to the course Evelyne" die letzte. Ich kann gar nicht sagen, wie froh ich bin, dass mir der Kurs und vor allem auch das Unterrichten Spass machen. Es hätte auch sein können - und davor hatte ich Angst -, dass es mir so gar nicht zusagt und ich mich ein halbes Jahr lang durchquälen müsste.
So freue ich mich auf meine "richtigen" Schüler in Laos, die ich in drei Wochen kennenlernen werde. Und bin gespannt, wie der Alltag dort aussehen wird.
4. Februar 2012
Sunshine und Flowerpower.
Also habe ich meinen freien Samstag draussen verbracht und die Wärme genossen: Um 8.15 schien die Sonne und der Himmel war strahlend blau, obwohl die Wetterprognose "bewölkt" gelautet hatte. Glück für mich, und für das Blumenfestival von Chiang Mai, das dieses Wochenende stattfindet: Anfang Februar sind die Pärke in der Stadt, die den Übernamen "Rose des Nordens" trägt, voller Blumen, und die Saison wird mit einem grossen Umzug und diversen Ausstellungen gefeiert.
Zu Fuss spazierte ich ungefähr eine halbe Stunde bis ans andere Ende der Altstadt, vorbei an Dutzenden von Wats (buddhistischen Tempeln), deren glitzernde Pracht mich zwar jedesmal verzaubert, für die ich mir aber bisher noch keine Zeit genommen habe, um sie zu besichtigen. Bevor die "Flower Parade" beim Suan Buak Haad-Park ankam, reichte es noch für einen Spaziergang durch den Park, der um diese Zeit schon voller Menschen war. An einem Markstand kaufte ich mir ein paar herzige Mini-Fünfminuten-Eier.


Die Parade war beeindruckend: Riesige Wagen mit Blütenskulpturen und wunderschönen, nach zwei Stunden Umzug immer noch tapfer winkenden und lächelnden Blumenprinzessinnen zogen die Strasse hinunter, abgelöst von Marschmusiken.





Ich weiss, Scheiss Ton- und Bildqualität. Aber dieses Chaos! Und diese Begeisterung!! (Der Majorettler gegen Ende des Films links erinnert mich an den hier:)

Inzwischen war es brütend heiss, und so gönnte ich mir für die Heimfahrt ein Songtao-Taxi. Im Guesthouse packte ich nur kurz die Bade- und die Schulsachen ein, um dann mein nächstes Ziel anzusteuern. Der Pool im Lotus Hotel war so toll wie die Empfehlung versprochen hatte. Nach einem Kilometer Schwimmen - endlich wieder mal ein wenig Bewegung! - legte ich mich den ganzen Nachmittag in die Sonne... Herrlich.

To be continued. (Sorry ihr Lieben zu Hause. Aber denkt an "nice and cool", vielleicht hilfts ja.)




















