30. Januar 2008

Mein Freund, der Zahnarzt

Kann ein Tag besser beginnen? Früh aufstehen, ein Stück Brot mit Quittengelée essen, zähneputzen, eine halbe Stunde Zug fahren und dabei Kurzgeschichten von Murakami lesen, dann der Zahnarztbesuch. Eine kurze Zeit der Ungewissheit und dann die beruhigenden Worte: "Sieht alles bestens aus." Uff. Danach der unangenehme Teil, die Zahnhygiene mit diesem surrenden Schleifgerät, und die Frage des Zahnarzts, ob eine Diplomarbeit etwa das gleiche wie eine Dissertation sei, wo einem mit dem Absauggerät im weit offenen Mund gar nichts anderes übrig bleibt als ein "Mja-ah". Dafür noch zwei Stunden später herrlich glatte Zähne, wenn man mit der Zunge darüberfährt.

Den Zug verpassen, im Bahnhofsbistro ein Gipfeli essen, eine heisse Schokolade trinken und eine weitere Geschichte lesen. Passt doch.

22. Januar 2008

Jipeeee - Lenny is back!















Wahrscheinlich wissen das eh schon alle von euch, aber da ich weder fernsehe noch viel Radio höre, ist mir seine wunderschöne, romantische, supertolle Single "I'll be waiting" entgangen... Auf seiner Website gibts diesen und andere Songs von seinem neuen Album in voller Länge zu hören.





*Seufz, schmacht, träum, sing* ... Noch 14 Tage, bis es das Album zu kaufen gibt.
Bilder ausgeliehen von www.lennykravitz.com

20. Januar 2008

Becca

Eigentlich mag ich "Tagebücher"-Blogs nicht sonderlich. Ich habe ja mein eigenes Leben, und es interessiert mich nicht, was in dem fremder Leute geschieht. Dachte ich, bis ich vor einigen Wochen über Karen Chengs "Snippets of Life" "Das Becca" entdeckte. Eine junge Frau, bloss zwei Jahre älter als ich, und doch führt sie ein komplett anderes Leben. Zwei kleine Kinder, verheiratet, ein Haus und ein Hund. Und jeden Abend setzt sie sich an den Computer und schreibt auf, wie ihr Tag war. Ein Geheimtipp.

Letzte Woche hat sie von jemandem einen Fragebogen gekriegt, und weil sie die gewöhnlichen Mail-Fragebögen nicht mag (offenbar heissen die auf Englisch "memes"), hat sie kurzerhand selbst einen erfunden. Hier meine Antworten.

BECCA'S FAKE GRAND FINALE COMMENT IT UP MEME!

1. If you could find one childhood toy in the back of your closet, what would it be?
My Barbie horse, or the long white skirt I always wore when Sofie and I played "princesses". But I think my mom threw that away when they moved two years ago.
2. Do you have more dreams or nightmares?
Dreams. I just have nightmares before important events like, the first day at a new job.
3. What film character do you most relate to?
Natalie Portman's character in Garden State
4. If you opened a restaurant chain, it would be called what and serve what?
I don't know what it would be called, but it would serve chewing-gum icecream - I love that and I've never seen it in Europe! And maybe M&M-McFlurrys. So I guess it would be an icecream-corner.
5. What superstition do you believe in?
Don't know. "Bad weather, bad mood", maybe?
6. If you had to be named something else, what would it be?
No idea. But I already picked names for my first baby girl.
7. Jock slash cheerleader or nerd slash geek? Which are you closer to, which are you attracted to?
Attracted to jock, but don't know what I'm closer to.
8. What's the LAST thing you notice about the opposite sex?
The feet. Usually you don't (want to) see them. But the legs are important and something I notice very early.
9. What's the LAST thing you did before you sat down at your computer?
Coming home from my boyfriend.

10. What's your favorite sound?
The sounds little baby-mice make when you haven't seen them yet but know that they exist, somewhere deep under the straw in the mice-cage.
11. Would you rather travel by boat or train?
By train, like I do it every day. I think I get sick on ships.
12. Would you rather have a fast car or a big house?
A big house. I don't get the point of having a fast car.
13. If you could only have one: love or money?
Love - of course. (Who would dare to say "money", anyway?)
14. What's your favorite commercial?
I don't own a TV so I don't know many commercials, but I can tell you the one I hate most: it's "Charming"-toilet paper with this freaky bear.
15. What is your best quality?
I'm optimistic and happy most of the time.

17. Januar 2008

Gehäkelte Antipasti

Ich bin begeisterte Leserin von Craft-Blogs, zu Deutsch: Handarbeits-Internet-Tagebüchern. Ich finde es beispielsweise faszinierend, was die liebe Stella aus einer alten Kreditkarte gemacht hat.

Wunderschön und durchaus tragbar.












Manchmal treiben die Gehirne bastelwütiger Frauen jedoch seltsame Auswüchse:








Ja, das sind gehäkelte Muffins bzw. gestrickte eingelegte Oliven. Hallo?! Ich meine, ich hatte ja in den letzten Tagen wirklich zu viel Freizeit (dieses Gefühl hat sich jedoch mittlerweile schon wieder verflüchtigt), aber auf solche Ideen käme ich wohl in hundert Jahren nie. Zum Glück. Sonst müsste ich mir wohl auch gleich noch folgendes Werkzeug basteln, um meinen Freunden Geschenke wie die oben abgebildeten zu ersparen...














Wer mir einen einleuchtenden Grund nennen kann, wozu man sich einen Pickel filzen (!) sollte (und diesen dann noch vor einem neuen iBook fotografiert), kriegt von mir eines dieser lieben Kuscheltierchen geschenkt: Handgemacht, versteht sich.
















Kommt schon, überzeugt mich!

15. Januar 2008

99 Luftballons

In gewisser Weise habe ich im Moment Ferien, das heisst, noch mehr Freizeit. Eigentlich schön, allerdings habe ich immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich mir nur TV-Serien anschaue oder einen ganzen Nachmittag puzzle. Ich bin gerne zu Hause, aber ich arbeite auch gerne - ich hasse das Gefühl, abends schlafen zu gehen und den ganzen Tag lang nichts Sinnvolles getan zu haben.

Deshalb habe ic
h mir in meinem Zimmer wieder einen festen Arbeitsplatz eingerichtet, in den letzten beiden Jahren arbeitete ich im Wohnzimmer am Esstisch. Das Keyboard ist aus dem Weg, dafür steht mein Schreibtisch wieder dort. (Vorher hatte ich ihn, um 90 Grad gekippt, hinter der Tür, und konnte an den Tischbeinen bequem meine Taschen aufhängen. Nun liegen die halt wieder rum. Naja - in zwei Monaten heisst es eh packen.) Jetzt kann ich mein Bastelzeug endlich irgendwo verstauen und auch mal liegen lassen.

Gestern habe ich zum ersten Mal seit Langem wieder gezeichnet. Es entstanden zwei lustige kleine Collagenbilder. Und heute habe ich
für meine Mutter ein Agenda-Titelblatt gestaltet.



























Die Bildchen stammen aus dem crackpot-Kalender, das grosse ist aus dem BLOCK2008, den ich hier auch mal vorgestellt habe. Ich mag vor allem die kleinen Ballons, an denen die kleinen Bildchen hängen.





10. Januar 2008

Nachweihnachtszeit

Nun ja - gerade erhebend hat mein 2008 nicht angefangen. Ich habe auch noch immer nicht den Eindruck, es sei schon so weit. Irgendwie ist mir das Weihnachts-Gefühl letztes (!) Jahr abhanden gekommen. Das lag wohl daran, dass wir in der Familie nur noch je ein Geschenk machten, dessen Empfänger ausgelost wurde. Ich hab was genäht und deshalb gar nicht gross einkaufen müssen. Ich kriegte also von Jubel, Trubel und Glitzergirlanden in den Geschäften gar nichts mit. Irgendwie schade, denn wenn man sich nicht schon im September in die Weihnachtseinkäufe stürzt und auch im Dezember einen kühlen Kopf bewahrt, sind die Dekorationen, Reklamen und ein, oder zwei „Do they know it’s Christmas“ eigentlich ganz schön. Ich wünschte, all die Dekorationen würden noch bis im März hängen bleiben. Naja - fast alle. Die unseligen kletternden Kläuse und rennenden Rentiere und die blinkenden und bunten Lichtchen und die schrecklichen blaugrünen Glocken an den Buchser Strassen und die halben, schiefen, kaltlichtigen Sterne an den Suhrer Strassen dürften ruhig für immer abmontiert werden. Man könnte sie ja gleich zusammen mit dem Kölliker Giftmüll entsorgen.