29. Juni 2012

TGIF.

*Scroll down for English. 


 
Thank God it's Friday.

Wie üblich heisst das, im Büro rumhängen und die Woche abschliessen, später das wöchentliche Team-Meeting und Abends mit den Leuten vom Büro woanders rumhängen. Und: Kochen mit unseren drei laotischen Hausangestellten. Heute "kochten" wir Salat; nach zehn Minuten Tomaten- und Gurkenschnippeln war schon fertig.

Zeit, mich um meine berufliche Zukunft zu kümmern. Weiterbildung wo, was, wie teuer... Stipendien? Gibts keine, sagt der Online-Stipendienrechner des Kantons. Wie viel kostet das Zugbillet nach Luzern, wann finden bei den verschiedenen Ausbildungsstätten die Kurstage statt, wie viele ECTS-Credits gibts und könnte ich vielleicht den MAS anhängen? Und, noch wichtiger: Bei allen Kursen muss ich ein eigenes Projekt mitbringen, entweder privat initiiert oder im Zusammenhang mit meinem Job. Der noch nicht in Aussicht steht. Aber darum mache ich mir keine Sorgen, nach meiner Erfahrung wird eh alles gut kommen und ich werde am richtigen Platz landen.

Was sonst so läuft an einem faulen Tag hier? Ein bisschen auf Pinterest rumsurfen, Alben erstellen mit DIY-Sachen, die ich back home basteln werde, Styles, die ich mag, Dingen, die ich schön finde. Am Nachmittag nach dem Team-Meeting geh ich zum Markt, Früchte fürs Zmorge und Ingwer für Tee kaufen. Zwei wunderbare Papayas habe ich letzte Woche gegessen (wusstet ihr, dass die wie Kürbisse aussehen?), und die kleinen Lychee-Früchtchen an den trockenen Ästchen sind Saison. Eine Glühbirne für meine Nachttischlampe brauche ich auch noch. Wenns trocken bleibt, gehe ich noch joggen, heute Morgen früh hats geregnet und auch nach dem Regen habe ichs nicht aus dem Bett geschafft bis um 9. Letzte Nacht beim Gang auf die Toilette ist mir eine riesige Spinne begegnet, untertellergross, mit dicken Beinen. Ich hab sie mit einem Eimer Wasser verscheucht, trotzdem klopft mein Herz und ich warte jetzt jedesmal fünf Sekunden, bis das Licht angeht und ich das Bad betreten kann. Nicht auszudenken, wenn es das Vieh in mein Zimmer schaffen würde... Übrigens lebt die grösste Spinne der Welt in Laos. Zum Glück im Norden, in kühlen Höhlen. (Hab ich das schon mal hier geschrieben oder kommt es mir nur sonst bekannt vor?)

Sonst - vielleicht zu Pizzaboy, auf einen Fruchtshake und eine Runde Karten mit Josh. Nach 2 Wochen Spielen gleichen wir uns immer wieder aus; momentan sind wir wieder quitt. Was die Siegerin nach den insgesamt 6 Wochen gewinnt, steht noch nicht fest. (Mit Joshs Ideen war ich nicht ganz einverstanden...)

Apropos Spiel: Ich bin ganz froh, dass ich die EM verpasse. Allein die ganzen Facebook-Diskussionen, bei denen ich ohnehin nicht mitreden könnte/wollte. Überrascht hat mich aber, dass ich Porträts der exzentrischen Spieler trotzdem gerne lese. Wobei das wohl eher an meiner Vorliebe für Porträts als Textsorte als an meinem Interesse für Fussball liegt. 


Thank God it's Friday. 

As usual, that means hanging out at the office, finishing some teaching stuff, later there's the weekly staff meeting, and in the evening hanging out with folks from the office somewhere else. And it means: cooking with our three Lao housekeepers. Today we "cooked" salad, ten minutes of chopping tomatoes and cucumbers, done.

Enough time to think a little about my professional future. Further education, where, what, how much... Scholarship? Nope, no chance, says the online scholarship calculator. How much is the train ticket to Lucerne, when are the different courses, how many credits, and could I do a Master's degree? And, more important: With all the courses I have to bring a cultural project to plan during the course. Either a project that I started myself, or one that's connected with my job. That I don't have yet. But that's OK, I'm not worrying about that, everything will turn out well and I'll eventually be in the right place.

What else am I doing on a lazy day here? Surf on Pinterest, make albums with DIY-stuff for when I'm back home, styles that I like, beautiful things. After the staff meeting I'll go to the market, buy fruit for my breakfast and ginger to make tea. I ate two wonderful papayas last week (did you know they look like pumpkins?), and the little lychees that come in bundles still hanging on dry branchlets are in season too. I need a lightbulb for my nightstand light. Oh, last night when I went to the toilet there was a giant spider in the hall, at least 12 cm big and with fat legs. I chased it away with a bucket of water but still, my heart is thumping and now I wait for five seconds until the light is on, before I enter the bathroom. Horrible, if the beast made it into my room... By the way, the biggest spider in the world lives in Laos. In the north, fortunately, in cool caves. (Have I already blogged about it or does it just feel familiar? Never mind.)

Besides that - maybe we'll go to Pizzaboy for a fruit shake and a game of cards with Josh. After two weeks we're still even. And what the winner after six weeks of playing will get we still haven't defined. (I didn't agree with Josh's ideas...)

Speaking of playing: I'm really glad I miss the European soccer cup. Just the Facebook-chats where I'd have no chance and no desire to participate. What surprised me is that I enjoyed reading some portraits of the excentric soccer players. But this is rather due to my interest in portraits as a text genre, and not my interest in sports.

28. Juni 2012

Noch vier Wochen als Lehrerin

Nach zwei Wochen sind die neuen Schüler sich selber. Die einen getrauen sich dann, die ganze Stunde in Lao mit ihrer Banknachbarin durchzuplaudern, wenn ich sie nicht ermahne. Die anderen legen ihre Schüchternheit ab und sprechen endlich ein wenig lauter. Wieder andere kommen eine Viertelstunde zu früh, weil sie herausgefunden haben, dass ich Französisch spreche, und sie mit mir üben wollen. Ein Schüler stellt mir jeden Tag eine schwierige Frage zu einem Satz aus einem Buch oder Film, den er nicht verstanden hat, und ich bin jedesmal gespannt darauf.

Die Gesichter, die mir während der Stunde entgegenblicken, sind nicht mehr fremd und erwartungsvoll, sondern vertraut und offen. Das verschmitzte Lächeln von Miss N mit ihren schiefen Zähnen, die femininen Handbewegungen von Mr P, das verkniffene Gesicht von Mr Ph, wenn er etwas nicht versteht. Ich weiss, wen ich zum Aufpassen mahnen muss und wer die Prüfung auch so bestehen wird. Ich kenne inzwischen alle Namen, weiss, wer von den Schülern tatsächlich nicht gut Englisch spricht und wer sich einfach nicht traut. Augenkontakt ist ohne Verlegenheit möglich, die Fronten sind geklärt, ich muss mich nicht mehr in jeder Stunde beweisen.

Meine erste Klasse ist schwierig: sieben bis neun Schüler, davon nur drei junge Frauen. Ein Mönch, der zwar verhältnismässig gut Englisch kann, aber die Hälfte der Stunden nicht auftaucht. Ein unglaublich lerneifriger Lehrer, der während der Schulzeit jedes Wochenende aus der fünf Stunden entfernten Provinzstadt nach Paksé kommt, um sein Englisch und Französisch zu verbessern. Einer meiner früheren Schüler, der gewisse Dinge auch nach zehnmaligem Erklären nicht begreift. Sein Gesicht ist immer entweder vor Unverständnis völlig verrunzelt oder dann strahlt er, wenn in einem Text Fussball und Love Stories vorgekommen sind oder er von mir ein Lob bekommen hat. Ein 35-jähriger Belgier, der eine Laotin heiraten wird und sein Englisch verbessern will. Einer unserer Angestellten, der gerade sein Businessdiplom macht und der als einer der wenigen kritisch denken kann, aber dessen Aussprache so schlecht ist, dass ich seine Anmerkungen meist nur erraten kann. Jeder braucht etwas anderes von mir, jedem muss ich Dinge auf andere Art und Weise erklären, jeder hat einen anderen Lernstil und mag andere Aktivitäten im Unterricht.

Ich bin froh, dass diese Stunde die erste der beiden ist, denn danach bin ich praktisch jedesmal frustriert, weil meine Erklärungsversuche und meine Aktivitäten nicht bei allen gleich angekommen sind. Dann geniesse ich die zweite Stunde mit den durchschnittlich etwas älteren Schülern, die Aufgaben mit Humor und Lernwillen angehen und mit denen ich auch kompliziertere Themen - inhaltlich wie grammatikalisch - besprechen kann.

Vier Wochen als Lehrerin liegen noch vor mir. Ich werde versuchen, jede Schulstunde zu geniessen.

27. Juni 2012

Flonerleben.

Vormittag auf der Terrasse. Ich sitze hier seit 8.30 Uhr, lese, höre Musik und Podcasts, zeichne und plaudere mit meinen Kolleginnen und Kollegen, die hier vorbeikommen. Der Morgen gehört mir. Kurz nach 7 joggte ich den Mekong entlang, der in den paar Wochen Regenzeit schon stark angestiegen ist, lief vorbei an gut besuchten Noodle Soup Restaurants, an von Hunden bewachten Barbeque-Lokalen, die erst am späteren Nachmittag öffnen, und wurde überholt von einem meiner Schüler, der mir verwundert zugrinst. Noch wenig Kinder in den Häusereingängen - nur einmal "Falang, hellooooo, helloooo" heute. Zum Zmorge ass ich Müsli mit Papaya und - das erste Mal in meinem Leben - "custard apple".

Bild: taste.com.au
Während ich das schreibe, hetzt Teacher Paul vorbei und stellt im Vorbeigehen einen Teller mit einem "Spongecake" auf dem Kaffeetisch ab, noch warm, frisch aus unserer Bäckerei.


Fünf solche Kuchen hat er gebacken, weil er und seine Lehrlinge heute Nachmittag Brösmeli brauchen für sogenannte "Eccles Cakes" (die man offenbar in Australien "squashed flies", "zerquetschte Fliegen", nennt...)

Bild: gooeylewy.wordpress.com
Gerade sitzen eine Australierin, eine nach Australien adoptierte Finnin und Paul, der zwar Engländer ist, aber vor langer Zeit Australien zu seiner Heimat machte, um mich herum. Tak stösst dazu, meine ehemalige Lao-Lehrerin, und versucht uns wieder mal weis zu machen, heute sei ihr Geburtstag und Paul habe den Kuchen speziell für sie gebacken. In echt hat sie einen Tag vor mir im November Geburtstag, aber sie hätte gern jede Woche.

Leider zieht Kuchen, aber auch mein tägliches Frühstück, Ameisen an. Sie hausen im Kaffeetisch, unter der Glasplatte und dem geflochtenen Rattan. Das Trackpad an meinem Laptop funktioniert nicht mehr einwandfrei und ich wäre nicht überrascht, wenn der Grund dafür eine Mini-Ameisen-Kolonie unter meiner Tastatur wäre...

Die Schulmaterialien, die wir für unsere Sommerkurse verwenden, machen einen grossen Teil der üblichen Vorbereitungen überflüssig, darum mein Flonerleben. Keine "Grammar Analysis", weil es in den Lektionen vor allem um Conversation geht. So haben meine "Intermediate"-Schüler gestern eine Stunde lang Englisch gesprochen, haben in wechselnden Zweiergruppen Smalltalk über Schule, Familie und Filme gemacht. Ich war sehr stolz auf sie: Ursprünglich hätte das Team, dass das Gespräch am längsten aufrechterhalten kann, Täfeli gekriegt; schliesslich musste ich aber alle unterbrechen, weil sie nicht aufhören wollten zu reden, und ich stellte die Täfelibox einfach offen auf einen Tisch.

Lao-Lektionen habe ich momentan keine - unser Lehrer Mr Keo ist zu beschäftigt mit anderen Sachen. Da ich nur noch einen Monat hier bin, hält sich mein Lerneifer ohnehin in Grenzen. Dass ich auf meinen Marktgängen nach dem Preis fragen, ein bisschen Smalltalk führen, im Restaurant das Menu lesen und mein Zmittag bestellen kann, reicht mir.

Mittlerweile habe ich mindestens fünf Sätze geschrieben und wieder gelöscht, wie toll der folgende Clip zu meinen Zukunftsplänen passt und dazu, dass dann schon alles gut kommt und ich einen Job finde undsoweiter. Denn eigentlich suche ich nur eine Ausrede, um den wunderschönen Animationsfilm zum wunderschönen Song von Josh Garrels zu posten.




Ebenfalls in meinem Morgen-Soundtrack:





Weiter Bowerbirds, Boy, Cat Empire, Dabu Fantastic, M83, First Aid Kit, The Bailey Hounds. Wäre das Internet schnell genug, würde ich ja eine Playlist auf Spotify erstellen. Have a nice day.

24. Juni 2012

New Friends.


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Etwas vom Inspirierendsten überhaupt ist es, Menschen zu treffen, die nach anderen Werten leben, als es in Westeuropa üblich ist.

Für die das Wohl der Mitmenschen mehr zählt als die eigenen Wünsche. Egal, ob sie vor der eigenen Haustür oder Tausende von Kilometern vom eigenen Zuhause entfernt leben.

Die Vorurteile gegenüber einem fremden Land, fremden Menschen und einer fremden Kultur überwinden. Und deren Offenheit sogar soweit reicht, dass sie mehrere neue Sprachen lernen, um Kontakt aufzunehmen.

Denen Glaube mehr wert ist als Geld und Vertrauen wichtiger als Sicherheit.

Neben interessanten Begegnungen gabs an der Konferenz "meiner" Freiwilligenorganisation viel zu viel feines Essen, einen wunderschönen Park, eine schnelle Internetverbindung und Zikaden, die so ohrenbetäubend laut zirpten, dass sie sogar ein Skype-Gespräch unterbrachen. Und: einen Pool.


One of the things that inspires me most is meeting people who live by other standards than the average Western European. 

To whom the well-being of other people is more important than their own dreams. Even if those people live Thousands of kilometers away from their own home.

To meet people who actively break down barriers and prejudices towards a foreign country, its people and culture. Who would even learn more than one foreign language in order to make contact.

People to whom faith matters more than money and trust is more important than security.

Besides meeting people like that, at the conference of "my" volounteer agency I ate way too much good food, there was a wonderful park at the resort, a fast internet connection and ear-piercing cicadas who interrupted Skype calls. And: a swimming pool.

Long Distance Relationship


Zeitverschiebung Laos - Dom Rep: 11h

Hier Abendessen, dort Zmorge.

21. Juni 2012

Update

War gestern Morgen Joggen.

Wobei "Morgen" relativ ist. Als ich um viertel vor neun aus dem Haus trat, rief mir mein Lao-Lehrer Mr Keo zu: "I think it's too late for exercise! Too hot!" Zum Glück hatte ich die Laufschuhe schon an, sonst hätte ich mich wohl wieder umgedreht.

19. Juni 2012

June Randoms.

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Meine neuen Schüler sind toll! Eine Klasse mit 6 Schülern, eine mit 12, richtig kuschlig. Was noch etwas gewöhnungsbedürftig ist, ist, dass ich mit der geplanten Lektion tatsächlich durchkomme! (Also, die Schmetterlinge sind nicht meine Klasse. Die sind nur fürs Foto da. Aufgenommen in einem Insektenmuseum in Chiang Mai, Bericht folgt.)

Ich schaffe es nicht, nach vier Wochen Pause wieder mit Joggen anzufangen. Und dann liefert mir diese blöde Regensaison auch noch eine Ausrede. Ich probiers morgen nochmal. Und übermorgen. Und überübermorgen.

Unglaublich: Auf Google Maps kann man das dreieckige, weisse Sonnensegel sehen, dass ich eigenhändig auf der Terrasse meiner alten a.k.a. zukünftigen WG installiert habe! Irgendwie das Gefühl, eine Spur in der Welt hinterlassen zu haben. Also doch schon was erreicht. (Und... bin ich das nur oder sieht es aus wie ein Bikini? Passend, was? Kunst?)

Bin neu auch mit Instagram unterwegs.

Wie konnte Zooey Deschanel so schnell so nervig werden?!

Es regnet und es sieht aus wie in der Schweiz, normalerweise. Wie ich höre, habt ihrs aber jetzt grad schön. Einen Aarejump auf mich, bitte!

I like #hashtags. #hashtagsforever, #tellijugend, #twitteristaberimmernoch, #blödsinn, #tageverything, #warumzeigtmeineblogschriftartdietagsnichtrichtigan

Auf Jobsuche. Wie viele Kompromisse muss man eingehen, bezüglich Einkommen, Pensum...?

Den ganzen Sonntag Karten gespielt. Bitte lernt alle auch Euchre (sprich Yuuca) spielen! Regeln hier. #Spieleabend, #ichschlageuchalle, #wartetnur

Und dann bin ich wieder mal meine Frau gestanden: Nachts aufgewacht vom Geräusch kleiner Beinchen im Stapel von Heftli und Kartonverpackungen (an dieser Stelle DANKE an R.D. und L.D. aus O., die mich so liebevoll mit Klatsch, Tratsch, Fashion und Sudokus aus dem deutschsprachigen Raum versorgt haben. Möge auf-wen-auch-immer-ihr-euch-schlussendlich-einigen-müsst die EM gewinnen.) Jedenfalls, Licht an, ein Kissen fest umklammert, hoffen, dass es nur ein Gecko ist, der bald seinen Kopf rausstreckt. Leider nein: dicke, fette Kakerlake. Ich bin sie dann aber einfacher als erwartet losgeworden: Sie hat sich in einem zusammengeknüllten Plastiksack verkrochen (zum Glück hab ich nicht aufgeräumt) und ich konnte schnell einen Plastikeimer darüberstellen, den ich seit dem Kranksein vor drei Wochen noch neben dem Bett stehen hatte (nochmals). #theresahero, #mariahcarey, #kitschigichweiss, #gibtseigentlichmehrwörtrigehashtags

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I'm not able to take up running again after almost 4 weeks without. Can't get myself out of bed in the morning. Rainy season's not helping. Will try again tomorrow. And the day after tomorrow. And the day after the day after tomorrow.

My new students are nice! One class of 6, one class of 12. What feels strange is that I can actually do all the stuff I planned for one lesson and don't have to postpone half of it...

You can follow me on Instagram now, too.

How could Zooey Deschanel get so annoying so quickly? 



Amazing: On Google Maps you can see the triangular sunshade that I installed on the terrace of my old a.k.a. future apartment! Kinda feels like having left a footprint in the world, sigh. My life hasn't been a waste. (And, is it just me or does it look like a bikini? Perfect, huh?)

It's raining and the world outside looks grey like Switzerland on a usual day.

Spent all Sunday playing cards. So much fun! I want to battle you all, ha!

I like #hashtags. #hashtagsforever, #twitterisstillbullshit, #tageverything, #whydoesn'tmyblogfontdisplaythetagscorrectly

Starting to look for a job. How many compromises should I have to make, concerning income, working hours...?

Being my own knight in shining armor: Last night I woke up from a clack-clacking sound from the stack of magazines and cardboard envelopes near my bed. Turned on the light, hold on to one of my pillows, hoped for a gecko to come out... Nope. Big fat cockroach. Got rid of it easier than I expected - it hid in a plastic bag that was lying on the floor (good thing I'm rather messy...) and I could put a bucket over it that was still in my room from the sickness episode three weeks ago (again...). #theresahero, #mariahcarey, #cheesyiknow, #aretheremultiwordhashtags

18. Juni 2012

Tourism for Beginners.

Heute: Was es in einer Stadt alles zu sehen gab, in der man (ganz ehrlich!) eigentlich nur im Café sitzen und die Zeit mit Lesen totschlagen wollte. In einer Stadt, die ausser französischen Bäckereien und Restaurants angeblich keinen Reiz hat.

Today: What there's to see in a city where you'd honestly just intended to sit in a café and kill time with a book. In a city that supposedly has nothing of interest except for French-style bakeries and cafés.


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 Still in the café, a book lying on my table: Kung's Café, a hidden treasure. Danke Benno.

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Laos' Tragödie: Im "Secret War" wurden während des Vietnamkriegs mehr Bomben pro Kopf auf Laos abgeworfen als je zuvor oder danach auf jedes andere Land. Bis zu 30 % davon sind nicht explodiert und haben seit Kriegsende über 20 000 Menschen verletzt oder getötet. More: http://www.uxolao.org/

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COPE ist nur das "Visitor Centre" der gleichnamigen Institution, welche die laotische Bevölkerung dabei unterstützt, mit den UXO-Verletzungen umzugehen und Prothesen zu bauen.

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Tempel-Baustelle.

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Yes, still in Laos.

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I swear!

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Wat Sisaket.

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Just another temple. Except for the fact, that it's got more than 10 000 Buddha statues.

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Please note the holes in the wall: 1 - 2 Buddha statuettes in each.

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Good old Buddha...

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... and the evil twin.

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Abstellkammer für tote Götter. (Nirvana?)


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Yet another Wat! Yay!

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Und ganz zum Schluss noch das Nationalmuseum.
The National Museum in Vientiane - where time stood still and Laos is a proud, prosperous country


Vientiane ist ein anderes Laos als das, was ich kenne. Hier gehen die Leute am Sonntag auf der asphaltierten Mekong-Promenade joggen oder mit ihren - angeleinten! - Hunden spazieren. Hier gibt es französische Bäckereien und Cafés, es gibt die Pizza Company, Swensen's Ice Cream und Black Canyon Coffee.
Anstatt dass die Leute in ihren Hängematten liegen, besuchen sie die Aufführungen ihrer privat geschulten, nett angezogenen Kinder in einer protzigen Event Hall. Hier sind die Häuser höher als zwei Stockwerke, die Luft ist von Abgasen verpestet und man hört des Öfteren ältere Herren in gebrochenem Englisch mit ihren jungen asiatischen Frauen streiten. Keine Hühner auf den Strassen, keine bekannten Gesichter, wenig Frauen in Sihns. Paksé und Vientiane - ein bisschen wie Aarau und Zürich.


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Vientiane is a different Laos than the one I've known so far. On Sundays, people go jogging on the paved Mekong boardwalk or walk their dogs (which are on leashes!!). Here, you've got French bakeries and cafés, the Pizza Company, Swensen's Ice Cream and Black Canyon Coffee. 
Instead of lying in their hammocks and drinking beer, people go to pretentious Event Halls to visit dance shows of their kids. In Vientiane the houses are actually more than two stories tall, the air is thick with fumes and you hear elderly men argue in broken English with their young Asian wifes. No chickens on the street, no familiar faces, few ladies wearing sihns. Paksé and Vientiane - that's a little like my hometown Aarau and big fancy Zurich.

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Und zum Schluss:

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Papaya-Salat und Hühnerfüsse, letztere frittiert diesmal.

15. Juni 2012

Home is...

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Seltsam, wie ein Ort nach nicht einmal drei Monaten zu einem neuen Zuhause werden kann. Als die Tuktukfahrer an der Bushaltestelle frech 20 000 Kip für die kurze Fahrt zu meiner Schule verlangten (und ich schliesslich widerwillig 10 000 bezahlte), kam es mir zwar noch nicht so vor. Beim Aufschliessen meines Zimmers jedoch, der ersten Dusche in "meinem" Bad, dem vertrauten Geruch nach Moskitospray - das wohlige Gefühl des Nach-Hause-Kommens. Dann die fröhlichen Stimmen meiner Kollegen und Freunde, die ein paar Meter weiter nach dem gemeinsamen Zmittag den Abwasch machten, und ich wollte nur noch rüber zu ihnen.

Nach drei Wochen Rumreisens und insgesamt viereinhalb Monaten in Südostasien hatte mich Mitte dieser Woche das Heimweh gepackt - nicht nach der Schweiz, sondern nach Paksé. Obwohl ich in den letzten Wochen immer wieder neue Leute kennengelernt habe, von denen einige sogar zu Freunden wurden, vermisste ich es, mit Menschen zu leben.

In einer Bar in Luang Prabang stand auf einer Schiefertafel: "Es gibt keine Fremden - nur Freunde, die wir noch nicht kennen." Obwohl sehr vereinfacht, hat der Spruch einen wahren Kern - vor vier Monaten kannte ich noch keinen dieser Menschen, über deren Wiedersehen ich mich heute so gefreut habe.

Andere reisen monatelang alleine durch die Welt. Ich glaube, ich bin nicht dafür gemacht.

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Isn't it strange how a place can become a home after not even three months? It didn't feel like that, though, when the Tuktuk drivers at Paksé bus station boldly asked for 20 000 Kip for the short ride to the school (and I reluctantly paid 10 000). But turning the key in the lock of my room door, taking the first shower in "my" bathroom, smelling the familiar scent of mosquito repellent - it was the warm feeling of coming home. Then to hear the cheerful voices of my fellow staff and friends who were washing the dishes after their lunch together just next-door - I only wanted to go over and see them. 

After three weeks of travelling and in total four and a half months in South East Asia, I finally got homesick last week - not for Switzerland, but for Paksé. Even if I got to know many nice people during the past three weeks and some of them even became friends; I miss sharing everyday life with people I love. 

In a bar somewhere in Luang Prabang there was a poster that said: "There are no strangers; just friends you haven't met yet." Although this is very simplified, there's a grain of truth to it: Three months ago I didn't know any of the people whom to see again made me so happy today.

Others travel the world for months, years; on their own. I guess I'm not cut out for that.

11. Juni 2012

Random, but from the heart.

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Some of you might enjoy this very random post with some random pictures from Chiang Mai and some even more random (and embarrassingly old) stuff from the internets. If you feel offended by all the randomness, feel free to get out of here. If you're home with a tummy-ache, this goes out to you. If you're bored, filling out tax forms (Schtüürerchlärig ;) ). Or if you happen to be stranded at some airport right now.

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You all probably already know that one. But it's worth remembering.

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"18. Leave a random tip for someone who’s cleaning the streets or a public restroom.
25. Laugh at advertisements, especially ones that teach you that you can by happiness.
47. Eat with someone who does not look like you. Learn from them."

(From: "50 Ways to Become the Answer to our Prayers". All things that you could do at, let's say, an airport. I like number 8 on that list too but I guess you'd have to stay pretty long, wherever you are, to be able to do that.)

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(Would you get arrested if you did that in SE-Asia?)

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I don't. But it sometimes feels as if it was. In the wonderful, funny, weird moments like finding myself in the same Songthaew like sad but precious Drag Queen Rochelle, whom we got to know yesterday. (via Post Secret)

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"40 Of The Most Powerful Photos Ever Taken."

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Full screen, please.

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2012-06-10 21.10.24

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