25. März 2007

Wie wärs mit...

...Fumetto? War am Freitag dort, als alles noch im Aufbau war. Falls ihr diese Woche einen Tag (weniger geht kaum...) frei habt, pilgert doch nach Luzern. Zwar werden 55'000 Besucher erwartet, doch es gibt so viele Ausstellungen in der ganzen Stadt verteilt, dass bestimmt auch noch für euch Platz sein wird.

La chef de cuisine empfiehlt:

Als Amuse-bouche die Ausstellung meines ehemaligen Mitschülers und über-alle-Ecken-Schwagers Mattias Leutwyler im Restaurant Drei Könige.

Als Vorspeise die leichte Wettbewerbsausstellung, häppchenweise sind kurze Comics in verschiedenen Alterskategorien und Stilen zu sehen. Da sie alle in einer Art Arena aufgehängt sind, könnte es dort etwas eng werden - doch herrscht an Apéro-Tischen nicht immer ein Gedränge?


Als frischer Saison-Salat wären die diversen Schaufensterpräsentationen geeignet, von allem ein bisschen, nirgends zu viel.

Als Hauptspeise empfehlen wir Beautycity von Stéphane Blanquet. Ein Labyrinth an Gewürzen, ein orgiastisches Fest der Sinne (erinnert mich jetzt gerade an die grande bouffe...) Der Höhepunkt des Fumettos. --> unbedingt die Website anschauen!
















Stéphane Blanquet 2005


Und als Dessert, süss, in festlichem Rahmen, die Ausstellung des italienischen Künstlers Gipi im Festsaal der Maskenliebhaber. Mit ein wenig Glück kann man sich dort auf einen der tollen Brokatsessel fläzen und in Ruhe die Powerpoint-präsi mit einer kleinen Comicgeschichte geniessen.

En guete!

20. März 2007

Ein Kilo Fleisch...

...pro Woche essen offenbar die Schweizer im Durchschnitt. (Story hier) Wenn ich mir da meinen Fleischkonsum von etwa 100g ein- bis zweimal in der Woche vor Augen führe, erschreckt mich das schon etwas... Und der jährliche Konsum würde dann etwa meinem eigenen Körpergewicht entsprechen.










Bild: http://www.ife.ag
Ich bin ja nicht grundsätzlich vegetarisch eingestellt, denke aber trotzdem, dass Fleisch unter den Nahrungsmitteln was Besonderes ist, das man nicht einfach so gedankenlos in sich hineinstopfen sollte. Wenn ich mir einen Menschen vorstelle, der 1 kg Fleisch pro Woche isst (das entspricht täglich einen Sandwich mit soviel Aufschnitt, wie in einem ganzen Päckli drin ist, eineinhalb Hamburgern, einem saftigen Huftsteak oder einem fetten Schweinsplätzli), dann glaube ich aber nicht, dass der noch viel dabei überlegt.

Ich weiss, das hat jetzt ga
r nichts Kreatives, aber irgendwie hat mich die Geschichte ein wenig erschreckt. Nichts gegen ein saftiges Plätzli oder etwas Bündnerfleisch, aber doch nicht jeden Tag.

16. März 2007

Silbernes Schuhwerk

Gestern habe ich mir diese unglaublich tollen Schuhe gekauft:










Isn't it beautiful? Die hier von Nike hatte es auch im Laden, doch die sahen in meiner Schuhgrösse so lang aus.






Und soeben habe ich gesehen, dass auch Adidas silberne Sneakers in der aktuellen Kollektion hat.










Das silberne Leder ist supertoll, meine Schuhe gefallen mir allerdings ingesamt besser. Obwohl sie weniger auffallen, als man denken könnte, (etwa viel weniger als knallrote Turnschuhe) läuft es sich damit gleich mit viel mehr Style in den Frühling. Am besten gefällt mir an den Pailletten, dass sie immer die Umgebung spiegeln, das heisst, der Schuh ändert sich ständig. Und ich stand ja schon immer auf glitzernde Schuhe. Wenn ich jetzt nur das Foto von den schwarzen Turnschuhen finden könnte, die ich teilweise rot angemalt und dann mit silbernem Glimmer bestreut habe... Diese Prozedur musste ich jeweils wöchentlich wiederholen, da die Farbe ständig vom Leder abblätterte.

Es gibt übrigens einige tolle Blogs, die sich Trends und Events im Bereich Design widmen. Beispielsweise der Blog vom Hochparterre. Oder, einer meiner Favoriten, The Cool Hunter. Süss und persönlich schreibt Pucchi, Swissmiss ist eine Schweizer Designerin gone New York, wohingegen sich der Blog von Sachenmachen auf Neues aus der Schweiz selbst konzentriert. Am liebsten und längsten lese ich allerdings schon die Einträge der Mädels von Go Fug Yourself, die Fashion (bzw. Fugshion) mit süffigem Klatsch und Tratsch verbinden.

14. März 2007

Ich hab' die Kokosmilch

Soeben ist mir zum ersten Mal seit langem beim Kochen was angebrannt. Im Rezept stand "zugedeckt 7 Minuten leicht köcheln lassen", doch offenbar hab ich es zu stark geköchelt. Mit etwas mehr Sojasauce, Curry und Kokosmilch machte ich meine Gemüsepfanne wieder geniessbar.










Obwohl ich ja Dinge mit Kokosaroma nicht sonderlich mag, habe ich letzte Woche diese Zutat für mich entdeckt, als ich folgendes Rezept aus einer Swissaid-Broschüre (die trotz "Keine-Werbung"-Kleber in unserem Briefkasten landete) für meine Mitbewohnerin und mich zum Zmittag kochte: (ich hoffe, die haben nichts dagegen, dass ich das Rezept hier poste)

Reis mit Kokosmilch


Für 4 Personen

400 g Reis

1 gehackte Zwiebel

4 gehackte Tomaten
1 EL Tomatenmark

1/2 TL Paprikapulver

7 dl Bouillon

1 Tasse geriebene Kokosnuss (hab ich weggelassen)

1 EL Butter (hab ich vergessen)

1 Tasse Kokosmilch

Palmöl (keine Ahnung, wo das reinkommt, kommt nämlich nachher nicht mehr vor)

Salz (hab ich auch weggelassen. Hat ja Bouillon drin)


Bouillon in einem grossen Kochtopf zum Kochen bringen. Zwiebel, Tomaten, Tomatenmark, Paprika und Salz hinzufügen. Auf kleiner Flamme zugedeckt 10 Minuten kochen lassen. Reis hinzufügen, gut umrühren, aufkochen. Auf kleiner Flamme weitere 20 Minuten köcheln lassen bis der Reis gar ist (komisch, da beherrschte ich ja das köcheln noch...). Geriebene Kokosnuss hinzufügen, Kokosmilch dazugeben, gut umrühren. 5 Minuten aufkochen und servieren.


Esch fein gsii. Und meine kulinarische Zukunft sieht ebenfalls rosig - bzw. milchig aus: Auf meiner
Lieblingskochseite sind ganze 760 Rezepte zu finden, in denen Kokosmilch verwendet wird, von der Alkoholfreien Pina Colada bis zum Zwiebelpfannkuchen mit Kokossauce.

12. März 2007

Schlaflos mit Dave

Ich weiss ja nicht, wie ihr das seht, aber meiner Meinung nach sind die 6.1 Punkte, die "007 - Die Another Day" bei imdb kriegt, noch viel zu viel. Ich kanns ja nicht richtig beurteilen, da ich am Samstag nur die letzten fünf Minuten gesehen habe, aber:

1. warum kann Halle Berry ein Flugzeug (das notabene überall brennt, Löcher wie ein Sieb hat und schon längst auseinanderfallen müsste > siehe Punkt 2) steuern, wenn sämtliche Elektronik am Abkratzen ist?









2. wie kann ein Flugzeug, das überall brennt und Löcher wie ein Sieb hat, noch minutenlang in der Luft bleiben?


3. und das, während Halle Berry die Hälfte der Zeit kämpfend im Lagerraum mit der Bikinidame verbringt?


4. wie können die beiden Frauen und die beiden Männer s
ich überhaupt einfach so im Flugzeug rumbewegen, ohne durch die unzähligen Löcher weggesogen zu werden?

Aber mal abgesehen davon, dass es ja bloss ein Film ist (Pierce besitzt ja darin auch, wie ich beim kurzen Reinzappen sehen durfte, ein durchsichtiges Auto). Muss das billige Bettgeblabber am Schluss wirklich sein? Hatte Halle Berry, die ein Jahr zuvor bei Monster's Ball super gespielt hatte und dafür später einen Oskar abräumte, das wirklich nötig?

Fragen über Fragen. Eigentlich würde ich jetzt gerne auf den tollen Kino-Podcast "Filme und so" verweisen, wo ursprünglich jeden Samstag die neusten Streifen diskutiert wurden. Allerdings hat der gute Timo die letzte Folge Mitte Januar produziert... Seine ehemalige Podcastpartnerin, Annik Rubens
ist jedoch mit ihrem "Schlaflos in München", einem der ersten deutschen Podcasts, immer noch bzw. wieder on air. Mal reinhören lohnt sich.

Überhaupt Podcasts: Eine tolle Sache. Falls ihr mit diesen Internet-Radioshows noch nicht so vertraut seid - ihr habt bestimmt alle iTunes, klickt doch mal den Music Store an und dann links auf "Podcasts". Da gibt es viel zu entdecken, für solche mit Breitband-Anschluss sogar noch mehr - inzwischen produzieren nämlich die meisten Leute Video-Podcasts. Persönlich finde ich, der Charme des Auditiven geht damit etwas verloren, doch andererseits können so wunderbare, kreative Vlogs wie "90 Seconds of Dave" erst existieren. Unbedingt anschauen: "Where does Laughter come from?" rettet jeden noch so versauten Tag. Ja, einfach hier klicken. Jetzt.

Bild von Dave Huth's Seite, www.davemedia.blogspot.com

3. März 2007

Warten auf Luna

Noch gute zwei Stunden bis zum roten Mond.









Eigentlich wäre die Wartezeit ja eine tolle Gelegenheit, Spanisch- Hausaufgaben zu erledigen, den Artikel über die spannende, aber schwierige Ausstellung in der Galerie Staffelbach zu schreiben, die ganzen Klamotten auf dem Sessel in meinem Zimmer wegzuräumen, etwas Gesundes zu kochen oder zu lesen. Stattdessen pendle ich zwischen Laptop und Terrarium und versuche, dem kleinen süssen Rennmäuschen Jimmy beizubringen, nicht ständig am Drahtgitter des Deckels rumzuknabbern weil mich das gewaltig nervt. Vielleicht schaffe ich es ja auch mal einen Raum weiter und lasse mir ein heisses Bad ein.

Da ist es doch immer wieder schön zu sehen, womit andere viel kr
eativer als ich ihre Freizeit verbringen. Damit zum Beispiel.

(ich muss zugeben, es hat was - ich stell mir eine zerknitterte, kleine alte Dame im Jahr 2020 vor, die voller Nostalgie ihre Jugendzeit in den Siebzigern Revue passieren lässt, während sie diese wunderbare Tasche strickt)







Oder damit.




(Das ist übrigens kein richtiger Schulranzen, sondern ein altes Portemonnaie, das in ein Köfferchen umgewandelt wurde.)







Aber das hier schiesst den Vogel ab:












Mein Samstagabend ist geritzt, ich lad mir hier das Häkelmuster für dieses wirklich unglaublich süsse Spiegelei (!!) runter und mach mich an die Arbeit - *lol*

Alle Bilder von www.craftzine.com.
An dieser Stelle verweise ich gerne nochmals auf die ungleich coolere Schwesterseite von Craftzine, MAKE. Link links.