Kennt ihr "Sopranos"? Kommt das in der Schweiz überhaupt im Fernsehen? In den USA ist die Serie um eine Mafiafamilie ein absoluter Hit, und deshalb hab ich mir mal die erste Staffel bestellt. Gestern hab ich die erste Hälfte der ersten Episode geschaut, und die war tatsächlich nicht schlecht. Bisher weiss ich aber offiziell noch nichts von zwielichtigen Tätigkeiten von Tony und Co., sondern nur von Enten, die im Pool zwischengelandet sind.
Bitte nicht wundern, wenn mein Geschreibsel heute nicht so Zusammenhang hat. Mein Freund hatte Geburtstag (am gleichen Tag wie Goethe, wie ich heute erfuhr), und wir haben Schwarzwälder gegessen und Wein getrunken bei seinen Eltern. Ich habe noch eine kleine Rüeblitorte gekauft, weil ich nicht wusste, dass wir eingeladen sind. Dementsprechend viel ist übrig - wer also Lust hat, meine Mitbewohnerinnen während meiner Amsterdam-Pressereise dieses Wochenende auf ein Stück Kuchen zu besuchen - nur zu.
Vielleicht gehe ich in Amsterdam nochmal ins Kino. Batman war wirklich super. Und die Aussenfassade des Tuschinski sieht ein bisschen aus wie eine Fledermaushöhle, das würde noch passen.
Gestern war ich im Kino und habe mir den ominösen "The Dark Knight" angeschaut. Er ist wirklich toll. Die Story ist recht kompliziert, es gibt mehrere Gangster, den "Mob", und ganz verwickelte Geldangelegenheiten, die der Staatsanwalt (krasse Seite!), gespielt vom herzigen Aaron Eckhart, bekämpft. Dann gibt es den Joker, der sich auf die Seite des Mobs schlägt, um Batman zu provozieren, der seinerseits alles Unrecht jagt.
Soweit die Geschichte - allerdings geht es ja im Film eh nur um die Schauspielkünste von Heath Ledger (Christian Bale glänzt vor allem mit einer sexy Stimme und einer heissen kühlen Ausstrahlung). Die - also die Schauspielkünste von Heath - sind tatsächlich super. Der Joker ist gruselig, böse, und vor allem verrückt. Aber warum sagt einem von den Kritikern niemand, dass er auch lustig ist?!
So - und jetzt wird "Bauer, ledig, sucht..." geschaut. Das habe ich nämlich für Batman sausen lassen.
Der Dschungel lichtet sich - doch statt mit Feuer und Macheten sind wir unserem Terrassengarten in Bikini und Shorts, mit Schüfeli, Häckeli und Stechgabel zu Blatte gerückt (obwohl wir zeitweise auch um gröberes Geschütz froh gewesen wären). Was da nicht alles unter wuchernden, stachligen und völlig unnützen Gewächsen zu Vorschein kommt - zartester Thymian, zerdrückte Weiden, im Schatten dahinvegetierende Astern. Wunderschön, so ein Garten, aber ein Haufen Arbeit.
Ein Gutes hatte die Plackerei: ich habe mir einen zünftigen Sonnenbrand auf den Schultern geholt, weswegen ich heute für einmal im kühlen Büro nicht gefroren habe.
In letzter Zeit schaffe ich es einfach nicht, Bücher zu Ende zu lesen. Da ist das seit Monaten halb gelesene, eigentlich recht amüsante "Fischtal" von Philipp Tingler, "Alabama Song" von Gilles Leroy sowie diverse Bibliotheksbücher, die schon lange wieder in ihren Regalen stehen, ohne dass ich das Ende erfahren hatte. Bei der französischen Ausgabe von "Tausend strahlende Sonnen" von Khaled Hosseini bin ich erst am zweiten Kapitel. Und dann liegt noch der zweite Band von "Wahnsinns Frauen" herum, aus dem ich erst etwa drei Biografien gelesen habe. Liegt es an mir, oder sind die Bücher einfach zu wenig spannend?
Nun hatte ich gestern wieder mal einen deprimierenden Abend, an dem alle meine Freunde weg oder zu müde waren, um etwas zu unternehmen. Ich nahm mir also vor, die Bücher fertig zu lesen. Ein hehres Ziel, nur leider unrealistisch, solange das neue "NEON" ebenfalls herumliegt... ich schaffte gerade noch die letzten fünf Seiten von "Alabama Song" - alles andere bleibt wohl weiterhin liegen.
Gestern im Zug erzählte ein Mann im Nebenabteil, wie sein Velo geklaut und später von der Polizei aus dem See gefischt wurde. Es sei zwar ein altes gewesen und wahrscheinlich hätte er für einen Hunderter ein wieder ein ähnliches bekommen, aber "ein altes Velos ist es wie eine alte Liebe."
Nun, über alte Lieben kann ich nicht referieren, aber dafür über alte Velos: Meines hat meine Mama vor fast 30 Jahren bei Bernard Burnier in Aigle gekauft. (Dort, wo ich sechs Jahre später so gerne das rosarote Velo mit den Röschen bekommen hätte, aber zwecks Nachtragen durch meinen kleinen Bruder schliesslich das hellblaue - "neutrale" - bekam.) Eines Frühlingsmorgens letztes Jahr überkam mich wieder mal die Liebe in Gestalt einer Reparaturwut. Zusammen mit meinem ganz persönlichen Handwerker habe ich Rost abgeschliffen und die Stellen liebevoll silbern übermalt. Wir haben die Gänge frisch eingestellt - inklusive neuem Kabel. Und die Halterungen für die abnehmbaren Velolichter entfernt, die eh immer zu Hause in der Schublade liegen when darkness falls. Dafür gab es ein nigelnagelneues Dynamo mit richtig altmodischen Lichtern.
Altes Velo - alte Liebe, dachte ich, und fuhr fröhlich mit meinem "neuen" Velo herum. Bis ich, eine Woche später, angefahren wurde und mich selbst sowie das Velo flicken lassen musste. Glücklicherweise nichts schlimmes, aber plötzlich fiel mir wieder viel mehr auf, wie hart die Gänge bei einem solchen Velo sind, wenn man eine Steigung von 5% zu bewältigen hat. Und dass ich ja noch nie gerne Velo gefahren bin. Nochmals eine Woche später riss das erste Lichtkabeli - soviel zu "mit Dynamo hat man immer Licht". Jetzt, ein Jahr später, steht das gute Stück seit einiger Zeit bei meinem Freund. Gehasst und doch vermisst.
Ich hoffe mal, mit der Liebe geht das anders.
Seit einigen Tagen plagt mich eine seltsame Angst. Ich weiss nicht, ob es mit der Vorsorge-Beratung zu tun hat, die ich am Samstag hatte oder mit den Gesprächen der alten Leute, die ich im 6er-Bus immer mithöre, der am Pflegeheim vorbeifährt. Ich habe Angst, alt zu werden, krank, gebrechlich, langsam zu werden, nicht mehr klar denken zu können, nicht mehr selbst kochen oder putzen, mich nicht mehr selbst waschen zu können.
Vor allem tue ich ja gar nichts, was mich im Alter fit halten könnte - ich mache keinen Sport, cremele mich nicht wirklich oft ein und trinke ab und zu mal Alkohol. Ich rauche zwar nicht und ernähre mich gesund. Trotzdem - irgendwie fürchte ich mich.
Heute im Zug dann stand vor mir an der Tür zum Aussteigen eine ungefähr 80jährige Frau. Es war einer dieser Züge, wo man zum Öffnen der Tür einen Hebel ziehen muss, der für manche alten Leute zu schwer ist. Ich stand also hinter ihr und wartete darauf, ihr beim Tür öffnen behilflich zu sein.
Der Zug hielt an. Forsch griff die Frau nach vorne, zog kurz und kräftig am Griff, sprang aus dem Zug und ging schnellen Schrittes zur Unterführung.
So möchte ich auch mal sein.
Meine Katze steht in der Küche - ein untrügliches Zeichen, dass da was köchelt. Und zwar eines meiner absoluten Lieblingsessen: Spaghetti alla siciliana. Vor einiger Zeit habe ich meiner Mitbewohnerin gesagt, ich fände es so schade, dass ich in letzter Zeit abends nichts kreatives mehr mache. Letzten Winter habe ich so viel gebastelt und genäht.
Gestern, beim Kartoffelsuppe-Kochen, fiel mir dann ein, dass das Kochen ja vielleicht auch zählt. Alleine seit dem Wochenende habe ich Lasagne, Wok-Gemüse, eben Kartoffelsuppe und jetzt Spaghetti mit Aubergine und Mozzarella gekocht. Möglichst exakt schnippeln und fein würzen - ist doch auch kreativ.
Schön, sie ist 50 und immer noch sportlich und gertenschlank. Aber muss Madonna sich deshalb nur noch in Unterhose ablichten lassen? Finde ich einfach nicht stylish. Und nach solchen Bildern will ich ja nicht wirklich sehen, wie ihr Arsch unretouchiert aussieht.
Passend zum Schulanfang - aber doch etwas kindelig. Lasse das neue Layout trotzdem mal so, vielleicht fällt mir ja heute abend noch etwas Kreatives ein.
update: das ABC ist wieder weg. Dafür Cyber-Alien-Ballone. Hoffe, es gefällt.
Der einzige Satz aus meinem Traum, der mir geblieben ist: "Was hat eigentlich Fondue mit Pornos zu tun?" Und dass ich im Traum dachte, daraus lässt sich eine gute Kolumne schreiben. Freudianer, macht euch ans deuten. Habe wieder mal verschlafen. Allerdings an meinem freien Tag, also halb so tragisch. Jetzt werde ich mal wieder Rückentraining machen, und danach mache ich mich auf Sponsorensuche für den OFF-Blog. Herrliches Wetter heute.
(Apropos Sponsoren: Vielleicht dachte ich ja im Traum an Appenzeller Käse und "Bauer, ledig, sucht...")
Ein Bereich, in dem ich wohl am meisten Bildungslücken habe - mal abgesehen von Nanotechnologie oder Sport - ist die Musik. Es gibt "grosse Namen", von denen ich keine Ahnung habe, wie sie klingen. Zum Beispiel The Who, Stephan Eicher oder Frank Zappa.
Die Berner Sängerin Natacha gehörte bei mir bis grad vorher auch zu den Namen-ohne-Musik. Gerade habe ich sie aber bei glanz&gloria gesehen und beschlossen, mir ihre neue CD zu kaufen. Eine unheimlich sympathische Frau. Ihr Outfit fand ich ein wenig seltsam, aber: sie trug ein violettes Glasstein-armband, das ich auch habe :)
(Und jetzt, beim Müsterli-hören auf ihrer Website, merke ich, dass ich sie ja doch kenne. Wie wohl auch die meisten anderen musikalischen Unbekannten auf meiner Rechnung.)
In der Attikawohnung eines multikulturellen Blocks zu leben bringt mit sich, dass man all die Küchengerüche der anderen Leute mitkriegt. Auf unserer Terrasse steht die Lüftungsanlage, und deshalb riecht es dort regelmässig nach Poulet süss-sauer.
Leider haben wir unsere Nachbarn immer noch nicht beim gemütlichen Beisammensein auf ebendieser Terrasse kennen gelernt, und deswegen können wir uns nicht einfach bei Nguyens aus der Parterrewohnung einladen. Blieb mir also nichts anderes übrig als mir ein asiatisches Kochbuch zu bestellen.
Heute abend gabs also wieder mal China-Pfanne. Allerdings noch nicht aus meinem Kochbuch, sondern à la "alles muss weg". Etwas weiche Rüebli, verschrumpelte Peperoni, unbedingt gegessen-werden-müssendes Hackfleisch, rote Zwiebeln und - das einzige, was wirklich knackig und frisch war-: Zucchetti. Mmmh.
Dazu gabs versuchsweise Glasnudeln. Also Reisnudeln, die man "2 minutes in hot or cold water" putten und dann ausdrücken muss. Leider waren sie auch nach zehn Minuten noch nicht weich - blieben glasig und zwischen den Zähnen hängen.
Offenbar sind Glasnudeln eine olympische Disziplin. Tipps und Dopes?
Wegen seines bescheuerten Titels hätte ich beinahe einen super Film verpasst - "Brügge sehen und sterben" klingt einfach eher nach Goethe als nach guter Unterhaltung. Zwei Profikiller, Colin Farrell und Brendan Gleeson, auf Befehl des Chefs im Urlaub im märchenhaften belgischen Städchen Brügge. Dem einen gefällt es dort recht gut mit den Grachten, der Altstadt und dem Kopfsteinpflaster, für den anderen ist das "verschissene Brügge" die Hölle. Dazu kommt mit Clémence Poésy eine der hübschesten Frauen, die in der letzten Zeit im Kino aufgetaucht ist.
Der Film ist skurril: die Dialoge zwischen den beiden Männern, die kindischen Sprüche des völlig deprimierten und absolut liebenswürdigen (ein Pechvogel mit einem Blick, der genau auf den Mutterinstinkt zielt) Colin Farrell sind manchmal richtig lustig und absurd, um nur ein paar Sekunden später ins Traurige und Verzweifelte zu kippen. Nur kurz nach der Drogenorgie mit einem "Gnom" begeht einer der Hauptdarsteller einen Selbstmordversuch, und der Schluss ist tragisch und richtig brutal. Und Ralph Fiennes ist wieder einmal un-heim-lich böse. Da tschuderets einem richtig.