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10. Juli 2008

Amsterdam

Gestern im Juedischen Museum in Amsterdam stand bei der Kasse ein freundlicher alter Mann, der die Audioguides verteilte. Ein seltsames Gefuehl, ihn, der die Nazizeit bestimmt miterlebt hat, der in Amsterdam die Mehrheit der 80 000 Juden zum Opfer fielen, nach einem deutschsprachigen Guide zu fragen und ihn auf Deutsch "Jawohl" sagen zu hoeren.

Etwa genauso seltsam wie das Anne Frank-Haus: Dutzende von Leuten, die vor der Kasse Schlange stehen, um dann in Zweierreihe durch das voellig leere - keine Moebel - Haus zu trippeln. Beeindruckend ist nur der Schritt durch die beruehmte Tuer zum "Hinterhaus", welche durch das Buecherregal versteckt wurde. Sonst? Die 7.50€ nicht im Ansatz wert. Da spart man sich lieber die Zeit und liest dafuer das Buch nochmals. Oder besucht das Juedische Museum und isst im Anschluss an den Ausstellungsbesuch im Café einen "gefillte Fisch".