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20. Januar 2008

Becca

Eigentlich mag ich "Tagebücher"-Blogs nicht sonderlich. Ich habe ja mein eigenes Leben, und es interessiert mich nicht, was in dem fremder Leute geschieht. Dachte ich, bis ich vor einigen Wochen über Karen Chengs "Snippets of Life" "Das Becca" entdeckte. Eine junge Frau, bloss zwei Jahre älter als ich, und doch führt sie ein komplett anderes Leben. Zwei kleine Kinder, verheiratet, ein Haus und ein Hund. Und jeden Abend setzt sie sich an den Computer und schreibt auf, wie ihr Tag war. Ein Geheimtipp.

Letzte Woche hat sie von jemandem einen Fragebogen gekriegt, und weil sie die gewöhnlichen Mail-Fragebögen nicht mag (offenbar heissen die auf Englisch "memes"), hat sie kurzerhand selbst einen erfunden. Hier meine Antworten.

BECCA'S FAKE GRAND FINALE COMMENT IT UP MEME!

1. If you could find one childhood toy in the back of your closet, what would it be?
My Barbie horse, or the long white skirt I always wore when Sofie and I played "princesses". But I think my mom threw that away when they moved two years ago.
2. Do you have more dreams or nightmares?
Dreams. I just have nightmares before important events like, the first day at a new job.
3. What film character do you most relate to?
Natalie Portman's character in Garden State
4. If you opened a restaurant chain, it would be called what and serve what?
I don't know what it would be called, but it would serve chewing-gum icecream - I love that and I've never seen it in Europe! And maybe M&M-McFlurrys. So I guess it would be an icecream-corner.
5. What superstition do you believe in?
Don't know. "Bad weather, bad mood", maybe?
6. If you had to be named something else, what would it be?
No idea. But I already picked names for my first baby girl.
7. Jock slash cheerleader or nerd slash geek? Which are you closer to, which are you attracted to?
Attracted to jock, but don't know what I'm closer to.
8. What's the LAST thing you notice about the opposite sex?
The feet. Usually you don't (want to) see them. But the legs are important and something I notice very early.
9. What's the LAST thing you did before you sat down at your computer?
Coming home from my boyfriend.

10. What's your favorite sound?
The sounds little baby-mice make when you haven't seen them yet but know that they exist, somewhere deep under the straw in the mice-cage.
11. Would you rather travel by boat or train?
By train, like I do it every day. I think I get sick on ships.
12. Would you rather have a fast car or a big house?
A big house. I don't get the point of having a fast car.
13. If you could only have one: love or money?
Love - of course. (Who would dare to say "money", anyway?)
14. What's your favorite commercial?
I don't own a TV so I don't know many commercials, but I can tell you the one I hate most: it's "Charming"-toilet paper with this freaky bear.
15. What is your best quality?
I'm optimistic and happy most of the time.

15. Januar 2008

99 Luftballons

In gewisser Weise habe ich im Moment Ferien, das heisst, noch mehr Freizeit. Eigentlich schön, allerdings habe ich immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich mir nur TV-Serien anschaue oder einen ganzen Nachmittag puzzle. Ich bin gerne zu Hause, aber ich arbeite auch gerne - ich hasse das Gefühl, abends schlafen zu gehen und den ganzen Tag lang nichts Sinnvolles getan zu haben.

Deshalb habe ic
h mir in meinem Zimmer wieder einen festen Arbeitsplatz eingerichtet, in den letzten beiden Jahren arbeitete ich im Wohnzimmer am Esstisch. Das Keyboard ist aus dem Weg, dafür steht mein Schreibtisch wieder dort. (Vorher hatte ich ihn, um 90 Grad gekippt, hinter der Tür, und konnte an den Tischbeinen bequem meine Taschen aufhängen. Nun liegen die halt wieder rum. Naja - in zwei Monaten heisst es eh packen.) Jetzt kann ich mein Bastelzeug endlich irgendwo verstauen und auch mal liegen lassen.

Gestern habe ich zum ersten Mal seit Langem wieder gezeichnet. Es entstanden zwei lustige kleine Collagenbilder. Und heute habe ich
für meine Mutter ein Agenda-Titelblatt gestaltet.



























Die Bildchen stammen aus dem crackpot-Kalender, das grosse ist aus dem BLOCK2008, den ich hier auch mal vorgestellt habe. Ich mag vor allem die kleinen Ballons, an denen die kleinen Bildchen hängen.





19. Dezember 2007

Strümpfe stopfen

Das frischgebackene 3+-Supermodel Nathalie hat laut Interview auf 20min.ch noch keine Weihnachtsgeschenke. Wem es gleich geht oder wer noch auf der Suche nach dem letzten, ultimativen Geschenk für in den Weihnachtsstrumpf einer speziellen Person ist, hier ein paar Tipps.








Den Kalender von 12 jungen Schweizer Fotografen mit einem schönen, berührenden, lustigen oder rätselhaften Abreiss-Bild für jeden Tag: BLOCK2008 für 38.- über www.editionfink.ch, oder direkt in dieser Buchhandlung.









Lush Badekometen, z.B. den Champagne Supernova mit Badekonfetti für 7.20, z.B. aus dem Lush-Shop an der Ecke Globus-Mc Donalds in Zürich.











Wer was Sinnvolles, Selbstgebasteltes verschenken will, findet hier eine einfache Anleitung für einen speziellen USB-Memory-Stick. Der Preis variiert je nach USB-Stick (im Interdiscount gibt's zum Beispiel einen 1GB Aktion für 14.95), für das Plüschtier muss man mit ungefähr 10 bis 15.- rechnen.









Gutscheine für einen Eintritt ins Hamam Baden und damit für ein unglaublich erholsames, unvergessliches Erlebnis gibt's hier ab 38.-.










Und die supertolle, fast ein wenig weihnächtliche CD "Once Again" von John Legend kann man bei Exlibris für 26.90 kaufen.

1. Oktober 2007

Fetzy Etsy

Aaaah - tatsächlich habe ich am Samstag nach meinem letzten Blogeintrag einiges Kreatives gemacht: Ich habe feine Brötchen gebacken, seit langem wieder ein wenig gezeichnet (ich selber als Modell bin allerdings ziemlich langweilig - und die Winkel, aus denen ich mich selbst zeichnen kann, ohne mich zu verrenken oder mir diverse Körperteile einzuschläfern, begrenzt. Da muss noch eine Lösung - oder ein(e) Freiwillige(r) - her) und mein Fahrrad aus dem Keller geholt. Zugegeben, letzteres ist auf den ersten Blick wenig kreativ - allerdings musste ich meine Sudoku-erprobten Hirnregionen ziemlich lange bemühen, bis mir der Zahlencode für mein Veloschloss wieder einfiel... und kam mir anschliessend vor wie Danny Ocean nach dem Einbruch ins Belaggio.

Nach einem langen Arbeitstag und anschliessendem "
¡Ayayay, Espanol!" schaue ich aber lieber anderen Leuten beim Kreativ-Sein zu und beschränke meine eigene künstlerische Tätigkeit aufs Salat-Komponieren und Fingernägel-frisch-lackieren. Da kommt mir etsy.com gerade recht: lauter wunderbar talentierte und ideenreiche Menschen präsentieren und verkaufen da ihre Arbeiten. Ein Online-Kunsthandwerkermarkt, schon fast wie die Stände in den Sommerferien, nur im Internet und viel, viel besser.

Die Auswahl ist riesig, doch Hilfe ist schnell zur Stelle: auf "Etsy's most wonderful things" sind einige Trouvaillen aufgelistet. Zum Beispiel dieser tolle Minijupe - ein absolutes will-ich.



















Inspirierend, oder? Meine ersten Etsy-Besuche im Frühling resultierten ja bereits in zwei tollen T-Shirts...

2. Juli 2007

Discokugel "Leben"

Einige meiner Lieblingsbeschäftigungen - und genau genommen sogar mein Beruf - drehen sich um unnütze Dinge. Dabei gibt es "wirklich" Unnützes, wie beispielsweise das Lösen dieser Kakuro-Zahlenrätsel jeweils im heute oder das Fernsehen bei meinen (momentan leider nicht) wöchentlichen Besuchen bei meinen Eltern. Viele der Dinge, auf die ich so wenig wie der Rest der Menschheit tatsächlich angewiesen bin, sind jedoch genau die Lichtstrahlen, die die Discokugel "Leben" zum Funkeln bringen.

1. lustige Eigenarten von Tieren (beispielsweise, dass Eidechsen, wenn sie sich beobachtet fühlen, den Kopf schräg legen, dass Mäuse Sonnenblumenkerne so lustig in ihre kleinen Händchen nehmen zum Abbeissen oder dass Hunde immer so motiviert dreinschauen)


2. Eistee


3. bunte Salate mit Kernen, Tomaten, Mais, Tomme und Senfsauce (ja, ich blogge wieder mal mit leerem Magen)


4. Hörbücher (momentan höre ich "Das verlorene Labyrinth", was ein wenig kitschig ist und sage und schreibe 20 CDs umfasst)


5. Cherry-Tomaten - mmmmh

6. Kunst











Ich bastle ja für mein Leben gerne - Sinnvolles, aber auch Schnick-Schnack. Letzte Woche habe ich einen Fingerring aus einer Volg-Plastiktüte, ein paar Schlüsselanhänger aus Fimo (Stern, Converse-Schuh, Inline-Skate) und ein Frotteetuch mit aufgenähter Bombe (als Geschenk für Pesche, die nach Amerika gegangen ist) gemacht. Etwas derart Unnützes und gleichzeitig so Faszinierendes wie heute ist mir jedoch noch selten begegnet: "Lucky Stars". Man nehme ein Heftli, suche eine Seite mit einem schön bunten Rand, schneide einen Streifen ab, falte den vier- fünfmal (Tipp für die, welche es nachbasteln wollen: einmal mehr umfalten als in der Anleitung) und was raus kommt, ist ein wunderbarer kleiner dreidimensionaler Stern. Was man damit macht? In ein Glasschälchen legen und anschauen. Staubfänger hoch fünf. Und trotzdem: macht Freude.

Und jetzt gibt's einen Salat.

Nachtrag: Weil er so schön passt, stelle ich doch den Ausspruch von Oscar Wilde gleich auch hier rein.
(Wow - wer kann schon behaupten, unter seinen Lesern eine Grösse der Weltliteratur (und erst noch eine verstorbene) zu haben? Thank you so much for your comment, dear Oscar! ;) )


We can forgive a man for making a useful thing as long as he does not admire it. The only excuse for making a useless thing is that one admires it intensely.
All art is quite useless.

29. Mai 2007

Flora und Fauna

Vergangenen Samstag abend, ich war ausgeschlafen, hatte einen normalen langweiligen Samstag hinter mir - im Bett "zmörgelet" (nicht in Anführungszeichen wegen dem Dialekt-Ausdruck, sondern weil es kein richtiger Zmorge war: ausser O-Saft und Milch war mal wieder nichts frühstücktaugliches im Haus), mit meinem Freund ein doofes, aber lustiges DVD vom Abend vorher zu Ende geguckt (falls es die Links wieder nicht anzeigt: bei "DVD" ist einer. Mit der Maus drüberfahren und klicken sollte funktionieren. Zukünftige Links sind mit Sternchen* gekennzeichnet.), Zeitung gelesen, im Internet gesurft, geduscht, gelernt, eine uralte Folge Desperate Housewives angeschaut, ein Quärkli gegessen, okay, es waren zwei Folgen, und wann kommt übrigens endlich die letzte Staffel Lost auf DVD raus?! - und hatte grösste Lust, mich etwas aufzubretzeln und wieder mal tanzen zu gehen.

Aber wie meistens, wenn ich fit dafür wäre, ist irgendwas - Dienstag, niemand will mitkommen, oder in diesem Fall: Pfingsten, und mein Lieblingsclub* hat geschlossen. Na gut - dann fahren wir halt auf einen Berg und geniessen den Sonnenuntergang. Aus dem Berg wurde die Staffelegg und die Sonne war auch schon einige Minuten unten, als wir oben ankamen.

Lange Rede, kurzer Sinn. Wir gingen dann doch noch etwas am Waldrand spazieren und erlebten eine spannende halbe Stunde: Es raschelte überall und als wir uns still hinsetzten und etwas warteten, konnten wir mehrere Waldmäuse* bei ihren
abendlichen Streifzügen beobachten. Erstaunlich, wie viele Mäuse auf einem Quadratmeter zu leben scheinen! Und sie bewegten sich genau so wie ihre Verwandten bei uns in der WG im Terrarium. Was ich auch nicht wusste, ist, dass es Nacktschnecken gibt, die Fühler haben, über zehn Zentimeter lang und pechschwarz sind. Seltsam.

Der Wald ist toll. Seit ich nicht mehr Jungscharleiterin* bin
, und das sind jetzt doch schon etwa fünf Jahre, bin ich viel zu selten dort. Das soll sich in Zukunft wieder ändern. Zumal ich unbedingt eine dieser Lampen von habitat* nachbasteln will:



















Wunderschön!

Übrigens: ich mach jetzt kein extra Post draus, aber Pirates 3 ist sch*.
(Nein, das war jetzt kein Link.)

25. Mai 2007

Betrachtige öber nes Sändwitsch

Butterweicher Lachs mit Meerrettichschaum und Schnittlauchsprossen.
Avocadoscheiben mit Tomate.
Leicht angebratene und in Olivenöl eingelegte Zucchetti-Streifen.
Camembert mit getrockneten Tomaten.

Schon beim Gedanken daran läuft mir das Wasser im Mund zusammen - die himmlischen Sandwiches, mit denen ich mich jeweils am Montag und am Freitag, wenn ich in Baden arbeite, verwöhne.









Eigentlich könnte ich sie ja, anstatt sie (teuer!) zu kaufen, auch selber machen. Und noch viele viele andere aufregende Zutaten hineinlegen wie Oliven, Salat, Thon, Chili-Salsa, Spargeln, Matjes, Trauben, Apfelkerne, Bohnen, Gänseblümchen, Gummibä -

Schade, sind Montag- und Freitagmorgen einfach nicht meine Paradezeiten, wenn es um was anderes geht, als morgenmufflig zu sein und Depromusik zu hören.

16. Mai 2007

How To Create A Verkehrsunfall - a Tutorial

1. Nimm dir deinen Freund zum Vorbild, dem letzte Woche in einer Skatehalle ein waghalsiger Trick misslang und der daraufhin sein Kinn nähen lassen musste.

2. Flick dein verd"ç*%&=?) Fahrrad und freue dich an seiner neugewonnenen Fahrtauglichkeit.

3. Höre zum wiederholten Male, dass zu wenig Bewegung ungesund sei.

4. Beschliesse (ebenfalls zum wiederholten Mal), wenigstens die 10 Minuten zum Bahnhof auf sportlichere Weise als mit dem Bus zurückzulegen.

5. Hol also zum ersten Mal in diesem Jahr dein frisch geflicktes Velo aus dem Keller und radle hoch in die Stadt.

6. Überlege dir unterwegs, dass du dir heute dringend eine neue Velovignette besorgen musst.

7. Fahr von der Strasse aufs Trottoir, um beim Kreuzplatz direkt über den Fussgängerstreifen in Richtung Bahnhof zu können.

8. Passe den genauen Moment ab, in dem ein Lastwagen der Feuerwehr aus einer unübersichtlichen Einfahrt kommt.

9. Bestell deinen Schutzengel ebenfalls zu diesem Treffen.

Nun steht deinem eigenen, persönlichen Unfall, selbstverständlich inklusive modisch genähtem Kinn, nichts mehr im Weg!

Zusatztipp: Verursache den Unfall gleich vor einem Zeughaus. Nur so kannst du sicher sein, von einem Dutzend netter, junger Herren aufgelesen, verarztet und versorgt zu werden.

PS: Natürlich gibt es auch gescheitere Dinge, die man in seiner Freizeit anfangen kann. Beispielsweise die Videopodcasts der Familie Leonard gucken: Vorhang auf für Camp Jinx.
Wer lieber was nach Punkt-für-Punkt-Anleitung macht, wird hier sicher fündig. Oder hier. Und hier. (Für diejenigen, die noch ein Tutorial von mir lesen bzw. sich ansehen möchten: How to make sandals.)

4. Mai 2007

Äxtra för dech, Pesche (di ächt)

my wings:



my koi:



das hani dezue glost ond do chonnt d'inspiration här.

26. Februar 2007

crazy

Die New Yorker Künstlerin Madelon Galland hatte eine wundervolle Idee zur Verschönerung von grauen Städten - schauts euch an und macht mit!