
Und wieder: Bisher ist alles super, ist zwar sehr intensiv und anstrengend, macht aber Spass. Zusammen mit acht anderen Trainees - die Hälfte davon aus Grossbritannien, zwei Amerikaner, ein Australier, eine Filipina - lerne ich, was es heisst, Schülern aus aller Welt Englisch beizubringen.
Zuallererst heisst das für mich, dass mein ganzer Tag nun in Englisch stattfindet. Vom "Sawatikaa, hello, John" beim Verlassen des Guesthouses übers "How's it going?" im Foyer der Schulräumlichkeiten bis zum letzten "Still working, John?!" zurück im Guesthouse. Ganz schön anstrengend, aber auch spannend. Ich liebe es, eine fremde Sprache zu sprechen und zu merken, dass ich das meiste verstehe und mich gut ausdrücken kann, mich selber aber auch zu beobachten, auf die Aussprache meiner Kolleginnen und Kollegen zu achten und immer wieder Neues zu lernen. Zum Beispiel, dass mein "eingeschlafenes Bein", mit dem ich heute den ganzen Tag herumlief, weil ich die letzte Nacht irgendwie seltsam darauf gelegen habe, auf Englisch "a dead leg" heisst.
Schon gestern haben wir unsere Versuchskaninchen kennengelernt: Schüler im Alter von 19 bis 35 Jahren, die einen Monat lang jeden Abend zwei Stunden Englisch lernen. Für einen vergleichbar kleinen Betrag, dafür müssen sie mit Anfänger-Lehrern Vorlieb nehmen. Obwohl - etwa die Hälfte von uns hat schon mal unterrichtet, manche schon mehrere Jahre. Hier in Asien sind Englischlehrer immer noch sehr gesucht, eine willkommene Möglichkeit für englischsprachige Reiselustige, Geld zu verdienen und gleichzeitig eine fremde Kultur kennen zu lernen. Gut zu wissen!
Heute war Day 2, und schon haben wir zum ersten Mal unterrichtet. Meine Aufgabe war es, mit den Schülern Wörter rund um die Themenkreise Bekannte/Familie/Freunde zu repetieren und die Aussprache zu üben. Es hat unglaublich Spass gemacht! Die Schüler (14 Frauen, nur 2 Männer!) sind sehr motiviert, machen mit, sind interessiert am Unterrichtsstoff und an uns und im Vergleich zu Schweizern auffallend fröhlich. Wie die meisten Thais lächeln sie sehr viel, und meistens scheint es von Herzen zu kommen.
Wie könnte man sich in einer Stadt mit solchen Menschen nicht wohl fühlen?
2 Kommentare:
tönt so guet, freu mi...
Freut mich Evelyne zu hören, dass es dir gut geht!!! Denke an dich!!! >3 Eveline
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