22. April 2008

Katzen und Nähmaschinen

Meine Nähmaschine ist hin. "Der Motor ist nichts mehr", sagte mir der Mechaniker, der sie genauer untersucht hat, heute morgen am Telefon. Kostenpunkt, um ihn zu ersetzen und auch den restlichen Service machen zu lassen: 400 - 450 Franken.
Für etwas mehr als 1000 Franken würde ich eine neue, wenn auch elektronische Bernina mit vielen "bells and whistles" kriegen:














Und eine neue mechanische würde mich 1500.- kosten.
Meine Überlegung: Wenn der Mechaniker meine Nähmaschine so auf Vordermann bringt, dass sie funktionell gleichwertig mit der neuen mechanischen ist, lohnt sich das. (Vor allem, wenn sie nochmals 31 Jahre durchhält :) )













Update: Der Mechaniker empfiehlt mir bei einem Neukauf sowieso eine elektronische. Deswegen ist das Verhältnis 400 : 1000, und er sagte, je älter, desto mehr passiert. Also habe ich mich entschieden, die Maschine so wieder abzuholen und mir gegen Herbst eine Neue zu kaufen. Schade...

Apropos Mechaniker: Auf Made by Tess gabs heute den Link zu diesem Video, wo zwei
Ingenieure Katzen erklären. Wie Tess auch gefällt mir die Szene mit dem "corporal cuddling" am besten. Vor allem, "not harmful, but sufficiently annoying" :). Könnt ihr das mal mit euren Katzen probieren und mir die Filmchen schicken? Wir haben ja noch keine. (Folgt/folgen aber bald - jupi!)

Update:
Ja, wir legen uns ein Büsi zu. Und wahrscheinlich kriegen wir dieses hier: Die wunderschöne Amel, 6-jährig. Hach, wie ich mich freue...



17. April 2008

A very girly girl

Machen wir doch gleich eine ganze Serie aus dem Outen. Heute: Ich war ein mädchiges mädchenhaftes Mädchen.













Soeben habe ich den Anfang des neuesten Posts der Redneck Mommy gelesen: "I was never a girly girl." Und wie jedesmal, wenn eine Frau das sagt, fühle ich mich in die Defensive gedrängt. Es ist nämlich unglaublich cool, wenn ein Mädchen früher lieber auf Bäume kletterte, mit Jungs spielte, Autos lieber mochte als Puppen und seine Zeit lieber mit Fussball als mit Mutter-Vater-Kind-spielen verbrachte. Meinen alle. Ich nicht.

Denn so war ich nie, und ich stehe dazu. (Ich bin übrigens, apropos, ein Weichei und manchmal ein Jömmerli - das finde ich zwar nicht gut, aber auch dazu stehe ich.) Ich spielte im Kindergarten jeden Tag mit meiner besten Freundin Sofie Prinzessin, je mehr Rüschenkleider und Schmuck uns meine Mutter dafür gab, desto besser. Jungs brauchten wir nur für die Märchenhochzeit-Szenen, und da konnte auch mein Bruder hinhalten. Ich war ängstlich und - das bin ich immer noch - schüchtern. Ich trug Lackschuhe, Kleidchen in Pastellfarben und hatte immer langes Haar. Wenn ich mir beim Spielen wehtat, war ich nie ein stolzer Indianer, sondern immer ein verletztes, den Tränen nahes Mächen. Ich mag Glitzersachen. Jedesmal, wenn der Ackermann-Katalog bei uns eintrudelte, sah ich nach, ab welcher Schuhgrösse es Pumps gab und ärgerte mich, dass meine Füsse immer noch keine 36 erreichten. Und der Prinz aus Disney's "Dornröschen" war im Alter von 5 Jahren mein absoluter Traummann.



















Und trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen: ich würde mich heute durchaus als feministisch eingestellt bezeichnen. Denn Jungs sind nicht cooler als Mädchen. Gut, cooler vielleicht schon, aber nicht besser. Und deshalb finde ich es unsinnig, damit anzugeben, dass man früher immer "en halbe Bueb" war.

Nächstes Mal: Ich finde Tokyo Hotel gar nicht mal so schlecht.

14. April 2008

Sollen doch die Amis zuerst Kyoto ratifizieren

(Wie passend:)














Bild von www.icanhascheezburger.com

Ich bin ein Energiesparmuffel. Ich mag es, wenn die ganze Wohnung hell erleuchtet ist, am liebsten ist mir, wenn aus möglichst vielen Ecken und Winkeln Licht strahlt. Als Gfröörli läuft bei mir auch im April die Heizung noch auf Hochtouren (natürlich laufe ich aber nicht im T-Shirt rum, sondern trage Pullis und/oder Jäcklis). Ich benutze meistens den Bus und nicht das Velo und lasse meinen Laptop im Standby. Ich liebe chemische Keulen zum einfachen Entfernen von Kalk und Schmutz, fliege sehr gerne in den Urlaub, trenne Abfall nicht immer ganz sauber und dusche mindestens jeden zweiten Tag (seit meiner neuen Sportlichkeit sogar mindestens einmal täglich) eine Viertelstunde lang.

Nur um das mal loszuwerden.

Weil ich mich aber nicht ganz unbeliebt machen will, hier noch ein paar meiner energiesparenden Gewohnheiten: Ich lasse das Wasser beim Zähneputzen nicht laufen (zwar mehr, weil mich das Geräusch nervt), kompostiere fleissig, benutze so wenig Waschmittel wie möglich (Handgelenk mal Pi) und bringe meine alten Bücher statt ins Altpapier in die Brockenstube.

Trotzdem. Seitdem ich mal gelesen habe, dass der Energieverbrauch während der Aktion, bei der ein ganzes Dorf fünf Minuten lang das Licht gelöscht hat, nicht merklich gesunken ist, bin ich noch weniger motiviert, mein Leben diesbezüglich zu ändern. Wenn ich hier und jetzt Wasser spare, nützt das meiner Meinung nach weder den verdurstenden Afrikanern noch meinen zukünftigen Kindern und Kindeskindern etwas. Wir haben ja mal in der Geografie den Wasserkreislauf gelernt, und demnach geht alles Wasser, was ich verbrauche, wieder zurück in die Atmosphäre. Oder?

Heute entdeckt:
- Elsitas wunderschöne Blumenmädchen

11. April 2008

PowerPlate

Und noch etwas, was ich mir überlegt habe: könnte man, anstatt sich ein PowerPlate zu kaufen, einfach eine Stunde lang stehend Bus fahren?

8. April 2008

Mein neues Leben

Zum fünften Mal hab ichs nun gemacht. Etwas, das ich eigentlich zutiefst verabscheue. Aber nein, ich schäme mich gar nicht dafür. Im Gegenteil, ich bin sogar ein bisschen stolz darauf. Es macht mich jedesmal ganz heiss... Und, ich wage es fast nicht zu schreiben, ich habe das Gefühl, ich werde süchtig danach. So hätte ich mich nie eingeschätzt. Aber nach einem Schlüsselerlebnis letzte Woche wusste ich, jetzt muss sich mein Leben ändern.

Es begann alles damit, dass ich umgezogen bin. Und (zumindest theoretisch) ja jetzt Frühling ist. Da geht es einfach nicht an, jeden Tag mit dem Bus den Kilometer zum Bahnhof zu fahren. Das können die alten und schwachen Leute machen. Nicht ich. Deshalb: Velo beim Schatz abholen und ins neue Zuhause bringen. Das war leichter gesagt als getan, denn leider bin ich zwar nicht alt, aber schwach... Seit der Kantonsschule habe ich herzlich wenig bis gar keinen Sport getrieben. Deshalb musste ich bei der 100-metrigen 5%-Steigung nicht nur stark keuchen, sogar absteigen. Da hab ich gemerkt, dass meine dünnen Waden nebst unschön auch ungesund sind. Und jetzt: trete ich täglich eine halbe Stunde lang auf den Hometrainer in die Pedalen. Heute zum fünften Mal.

Heute im Netz gefunden:
- Super Musik von Robyn
- nicht heute, aber heute wieder mal wieder: Attack of the Redneck Mommy

Schinken, Fisch und Braten

Ich liebe Etsy. Da kann ich stundenlang rumsurfen. Und jetzt, wo der Dollar so tief ist, ist der Reiz, etwas zu bestellen, noch viel stärker... Wenn doch nur der Transport von den USA in die Schweiz nicht so dauern würde.

Ich finde übrigens Norah Jones' neue Frisur herzig. Nur so zum Sagen :)

Und wenn sich jemand fragt, weshalb es öppedie gelöschte Einträge auf den Kommentarseiten hat, das war alles Spam. Im Stil von "See here" und dann kommt irgend eine Pornoseite. Und ich freue mich jedesmal zuerst, dass jemand mich mit einem Kommentar beglückt...

Eigentlich weiss ich wieder mal nicht, was schreiben. Aber ich will ja meinen Blog nicht einschlafen lassen. Ich könnte erzählen, dass ich gleich für Pesche und mich Schinkenbananen kochen werde. Mmmh. Das war eines von meinen Lieblingsgerichten als Kind. Wer nicht weiss, was das ist, das sind in mit Senf bestrichenen Schinken gewickelte Bananen, überbacken mit einer Käsesauce. Na, Hunger?

Die Fisch-Grilladen auf der Terrasse müssen übrigens noch ein wenig warten. Es ist einfach saukalt im Moment. Vorher, als ich noch in der alten Wohnung lebte, war schon fast Sommer - und jetzt schneit es wieder.

Und die Lampen haben wir immer noch nicht hochgehängt. Wegen dieser blöden Betondecke, da braucht man einen Schlagbohrer. Und immer, wenn der hier ist, ist Sonntag oder Abend und lautes Bohren wäre wohl nicht so hilfreich für eine gute Nachbarschaftsbeziehung. Übrigens gebe ich mir Mühe, immer alle Nachbarn, denen ich begegne, nett zu grüssen. Am Anfang hab ich mich sogar jeweils vorgestellt. Sobald dann schön warmes Wetter ist, werden wir mal einen Apéro für das ganze 6a veranstalten. Freu ich mich schon drauf.

(Eigentlich bin ich ja gar nicht so schlecht im Bloggen. Andere hätten nämlich aus diesem einen gleich fünf Mini-Posts gemacht. Aber das macht den Braten ja auch nicht feiss.)

2. April 2008

Wer bis'n du?

Dass ich mich nach meinem Abschluss als Dipl. Designerin FH bezeichnen darf, wie ich heute der Anmeldung zur Diplomprüfung entnehmen konnte, finde ich im Prinzip ja noch lässig, aber völlig ungerechtfertigt. Aber wenn halt die Ausbildung nicht wirklich berufstauglich ist, gibts natürlich dafür auch keine angemessene Bezeichnung. (Andernorts nennt man uns zwar dann "Kunsttheoretiker". Das finde ich hingegen wieder recht abgehoben.)

Vielleicht muss man den Begriff "Designer" halt ein wenig ausweiten, abgesehen davon, dass ich ja schon noch gerne bastle und zeichne. Ich bin dann halt eine Gestalterin des Diskurses über Kunst (offenbar hab ich an meiner Schule zumindest Fremdwörter gelernt).

Aber noch lieber wäre mir, ich hätte nach dem Studium einfach einen festen Job bei einer Zeitung. Dann würde ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: ich hätte meinen Traumjob und, auch nicht zu verachten, eine klare und verständliche Berufsbezeichnung: Journalistin.