14. März 2008

Endlich wieder Fernsehen!

Men in Trees ist bescheuert. Wir hatten am Montag unseren ersten Serienabend in der neuen WG und es war toll, Grey's und Private Practice und Desperate Housewives (ich war super vorbereitet, da wir in der alten WG alle DVDs von Grey's Anatomy geschaut haben), aber dann kamen diese blöden Alasker. Alle Frauen sind doof und sprechen mit so hoher Fistelstimme, und alle Männer tragen karierte Flanellhemden. Ich weiss, das ist wohl das Konzept der Serie (also das mit den Hemden). Und ich kann Anne Heche einfach nichts abkaufen, wenn sie lange Haare trägt und eine Möchtegern-Carrie-Modetussi spielt. Ich mochte sie eigentlich, ich habe bisher glaub ich nur das Psycho-Remake mit ihr gesehen, und da hatte sie raspelkurzes Haar und hat super geschrieen, als Vince Vaughn sie erstochen hat. Jetzt ist jemand schwanger, Katastrophe, die Exfreundin von Handsome Jack, und Anne Heche - die Zukunfts-Freundin von Handsome Jack - bringt sie ins Spital, und sie schütten ihre Herzen aus. "Es tut gut, mit Ihnen zu reden" - "Jack meinte immer, ich würde eine wunderbare Mutter abgeben" - "Finden Sie nicht auch?" Hach. *seufz*















Jetzt kann ich mir endlich wieder die Pizzeria-Philosophien der Viva-Stars anhören, bin auf dem Laufenden, was bei Gute-Zeiten für Dramen passieren und lerne auch immer die aktuellen Werbungen kennen, mensch, hat mir das gefehlt! Und das Beste ist: Swisscom ist immer für mich da! Immer! AAargh.

7. März 2008

Nummer Hundert!

Juhui, mein hundertstes Post! Just vor dem Umzug - das heisst, alle 100 Posts sind in dieser Wohnung entstanden. Nicht, dass ich es drauf angelegt hätte, aber es fällt mir nur gleich auf. Wie lange blogge ich schon? Seit September 2007. Das heisst, eineinhalb Jahre. Und bis jetzt durchgehalten. Da bin ich doch fast ein bisschen stolz. Ob ich die Flasche Litchi, die seit mehr als einem Jahr im Kühlschrank steht, weil ich Litchi überhaupt nicht mehr mag, doch nicht mehr zügeln soll?

Die Weltwoche hat mir, drei Monate nach meiner Abokündigung, einen langen (!) Brief geschrieben. Sie bedauern es, dass ich mit ihrem journalistischen Stil nicht einverstanden sei (ich hatte das Abo mit der Begründung gekündigt, ihre Berichterstattung sei mir zu einseitig geworden und ich sei es leid, in jeder Ausgabe eine Kritik an der Zürcher Sozialpolitik zu lesen). Schien mir trotzdem ein Standardbrief zu sein - würde mich nicht wundern, wenn ich nicht die Einzige gewesen wäre, die sich wegen des schleichenden "Rechtsrutsches" der Weltwoche entschieden hätte, diese nicht mehr zu lesen. Obwohl ich vor allem die Porträts und Interviews sehr gerne gelesen habe. Aber wirklich vermissen tu ich sie ja auch nicht, kauf ich mir halt öfter die GALORE.

Heute habe ich auf dem Weg nach Hause ein Mädchen, also eine junge Frau in meinem Alter gesehen, die hatte ausser dem Gesicht auf jeder Stelle Haut, die ich gesehen habe, Tattoos. Aber nicht so ganz farbige Sleeves, wo wirklich nirgends mehr rosa Haut zu sehen ist, sondern einfach viele Tattoos. Sie sah aus wie eine von den Suicide Girls. Ich hab ja nicht gestarrt, aber da war eine ziemlich grosse Pistole auf dem rechten Unterarm, daneben ein kleines Popeye-Porträt, ein paar Sterne (aber nur so Striche übereinander, nicht die, die alle haben), ein paar Punkte zwischen den Sternen und auf dem
Handrücken eine grosse Wildrose. Auf den ersten Fingergliedern stand dann S-E-L-F und auf denen der anderen Hand M-A-D-E. (Ich beschreib die ja jetzt fast zu genau. Ob ich das wohl darf? Aber es sah wirklich schön aus.) Auch auf dieser Hand war eine Rose, und am Arm ein dreizeiliges Gedicht zum Thema Glück. Rund um den linken Unterarm hatte sie ein Muster, das mich an einen Mondkalender erinnert hat. Auch auf dem Oberkörper, auf der Brust, hatte sie Tattoos, die fand ich allerdings nicht so schön.

Und was ich auch nicht schön fand, war, dass sie während der ganzen Fahrt Brot mit Le Parfait ass, und ich gegenüber vor Hunger fast ohnmächtig wurde. Mmmmh, dafür gabs vorher leckere Bolognaise-Plätzli - die brauchen nämlic
h zum Backen nur 12 Minuten. Und jetzt muss ich noch zwei Folgen Grey's Anatomy schauen, denn die DVDs gehören meiner Mitbewohnerin und nach meinem Umzug kann ich die nicht mehr schauen.

Hier noch ein Foto, das meine Schwester heute gemacht hat.
Und das, obwohl sie momentan krank ist. Wow. Keine Ahnung, was es ist, aber es sieht absolut super aus.

6. März 2008

camera rasa

So - (fast) alles gepackt, die Hälfte der Kisten und Taschen befindet sich schon in der neuen Wohnung, und noch zweimal schlafen, dann ist auch mein Bett weg. Huuh.















Aber darüber habe ich mich ja schon ausführlich geäussert. Jedenfalls fand gestern abend auch die erste Party in der neuen Wohnung statt, leider wegen der Kälte noch nicht auf der Terrasse.

Eigentlich gibts auch gar nichts zu erzählen.

Heute entdeckt:
Leben in Listen, wie in High Fidelity - auf listography.com
Ordnung halten - ein Versuch, der es wohl in der neuen Wohnung wert sein wird: bei laissez-faire
Die einfachste Möglichkeit, zu lange Jeans umzunähen - bei Burda
Gocco - wer mal nach Japan fliegt bzw. von Japan heim und noch Platz in seinem Koffer hat, bitte bitte bitte das hier mitbringen

4. März 2008

Zeitreisen

Obwohl die Blogger-Leiste immer oben an blogspot.com -Blogs schwebt, habe ich noch nie die Funktion "Nächstes Blog" getestet. (Ich weiss jetzt nicht, ob diese Leiste sowieso erscheint, oder nur, wenn man beim Blogger-Konto angemeldet ist...) Beziehungsweise heute zum ersten Mal (noch was). Bei den meisten habe ich gar nicht reingelesen, sondern gleich weitergezappt - und so bin ich auf Nick's Sports Thoughts, den kitschigsten (türkisch?) Craft-Blog, den ich je gesehen habe, diverse Blogs mit Babyfotos, einen Blog, bei dem ich wirklich wünschte, ich könnte - Finnisch?, einen Blog über lange Haare und einen thailändischen Blog gestossen, bei dem ich nicht wirklich drauskam, ob er sich mit Bildern von halbnackten Frauen, den englischen Kronjuwelen oder Hobbybasteleien befasst.

Ich kam mir vor wie in so einem Film, wo der Hauptcharakter durchs Fernsehprogramm zappt, und die unmöglichsten und absurdesten Sendungen hintereinander kamen. Oder wie jemand, der in einer Zeitmaschine sitzt, die spukt, und von einem Ende der Welt ans andere reist und alle drei Sekunden bei jemand anderem im Wohnzimmer sitzt. Seltsames Gefühl.

Das letzte und das erste Mal

Aus einer Wohnung auszuziehen ist eine unangenehme Sache. Man muss seine Sachen packen, alles so sauber wie möglich putzen und die letzten Rechnungen bezahlen. Plötzlich denke ich mir, "Das ist wohl das letzte Bad, dass ich in dieser Wohnung nehme", oder "Ich kaufe besser nur noch das Minimum an Lebensmitteln ein, es sind ja bloss noch ein paar Tage". Ich koche mir die letzten Mahlzeiten hier, liege zum letzten Mal auf dem bequemen Sofa und sehe mir eine DVD an, ich rufe überall an, um meine Adressänderung durchzugeben, überlege mir, ob ich die saubere Wäsche überhaupt noch von der Wohnung meines Freundes hierherbringen soll oder ob ich sie besser gleich in mein neues Zuhause bringe, und ich gehe zum letzten Mal von hier aus zur Bushaltestelle. Schön, gibt es trotzdem immer noch Dinge, die man zum ersten Mal tun kann.

Heute war ich mit einer Freundin einkaufen, im Coop in Unterentfelden. Dort kann man seine Einkäufe selbst scannen und braucht dann an der Kasse nur noch zu bezahlen. Das ganze nennt sich "passabene" und funktioniert mit diesem handlichen Gerät:















Gewöhnen muss man sich daran, nicht einfach die Waren in den Korb schmeissen zu können, sondern immer zuerst zu scannen - vor allem, wenn man zu zweit einkauft und nur einer den Scanner in der Hand hält. An den Kassen werden nur stichprobenmässig Kontrollen gemacht, sonst schaut die Kassierin überhaupt nicht mehr in den Korb. Deshalb kriegt man auch so eine hübsche grüne Tasche, die man dann gar nicht mehr zu leeren braucht, wenn die Sachen einmal drin sind. Ich wollte die Waren aus reiner Gewohnheit schon aufs Fliessband laden.

Ich frage mich, wie viele Leute da der Versuchung nicht widerstehen können, einfach mal etwas zu "vergessen" zu scannen. Wahrscheinlich wird man dann angezeigt, verpflichtet man sich ja mit dem Unterzeichnen des "passabene"-Formulars dazu, aufzupassen, dass einem niemand Ware in den Korb legt, und von selbst darauf aufmerksam zu machen, wenn ein Strichcode nicht funktioniert hat.

Bei uns hat aber alles prima geklappt. Und auch Spass gemacht. Wie beim "Verchöiferle" als Kind - lustig, wenn man selbst Sachen scannen kann und es dann "piip" macht.

Heute entdeckt:
Mal etwas andere Moleskine-Bücher von Modofly
"heute" gibt's bald nicht mehr - stattdessen "Blick am Abend"
In Australien von Küste zu Küste wandern - auf dem Bibbulmun Track
Düstere, traurige, seltsame und lustige Geheimnisse - auf PostSecret