Dafür, dass ich an meiner Konfirmation auf die Frage, was ich nie tun würde, geantwortet habe: "Ein fünfgängiges Menu kochen", ist es doppelt erstaunlich, dass ich inzwischen sehr gerne in der Küche stehe. Kochen ist sogar schon fast ein Hobby von mir geworden. Gestern Nachmittag etwa war mir langweilig und so beschloss ich, Chocolate-Cookies zu backen. Und - festhalten! - peppte das Rezept mit Bananenstückchen und Zimt sogar noch kreativ auf.
Höre ich "Wow"'s? Recht so. Im letzten Monat habe ich nämlich unter anderem Dampfnudeln mit selbstgemachter Vanillesauce, selbstgemachte Pizza und Sushi gekocht, und momentan warte ich darauf, dass die Farfalli zu meinem chinesischen Wok-Gemüse gar werden. Beim Warten hilft mir ein "Heiratsbeschleuniger", wie mein Freund zu sagen pflegt, und die halbe Flasche Rotwein, die vom Pizzaabend noch übrig ist. Deswegen stelle ich diesen Eintrag besser gleich online, bevor ich ihn noch verpfeffere.
26. Oktober 2007
24. Oktober 2007
Racletteöfeli = erwachsen
Das Gefühl, als ich zum ersten Mal den Schlüssel zu meiner eigenen Wohnung im Schloss umdrehte, war überwältigend. Ich fühlte mich unglaublich selbständig, als ich mich an einem Ort zu Hause zu fühlen begann, wo meine Eltern nicht auch wohnten. Aber erwachsen? Damals noch nicht.
In letzter Zeit kam es jedoch häufig vor, dass plötzlich eine meiner Freundinnen mitten im Gespräch sagte: "Wir reden total erwachsen. Komisches Gefühl." Worum es da ging? Darum, wie lange man Ratatouille am besten kocht, wie es mal sein wird, wenn wir Kinder haben, darüber, wo gewisse Lebensmittel billiger zu kaufen sind und wessen Namen man wohl auf den Wahlzettel schreiben sollte. Ist man erwachsen, wenn man zwei Stunden lang das Badezimmer putzt und dazu mehrere verschiedene Reinigungsmittel benutzt? Wenn die fünf Jahre jüngere Schwester bald 20 wird? Wenn man plötzlich mehr Steuern als nur die 30.- Franken für die Feuerwehr bezahlen muss? Wenn Bekannte, die im selben Alter sind, heiraten? Wenn man eine eigene Hausapotheke hat? Oder ein Racletteöfeli, einen Dampfkochtopf besitzt? Wenn einen im Laden eine Verkäuferin berät, die offensichtlich Jahre jünger ist als man selbst, und trotzdem schon ausgelernt? Wenn der eigene Freund 25 ist und somit schon fast 30? Wenn man die Coop-Küchenmaschinen-Trophy-Punkte sammelt?
Zum Glück komme ich mir wenigstens einmal im Jahr wieder definitiv wie ein kleines Mädchen vor - nämlich wenn ich mich schon Mitte Oktober auf einen Adventskalender mit Glitzer drauf und Schöggeli drin freue.
In letzter Zeit kam es jedoch häufig vor, dass plötzlich eine meiner Freundinnen mitten im Gespräch sagte: "Wir reden total erwachsen. Komisches Gefühl." Worum es da ging? Darum, wie lange man Ratatouille am besten kocht, wie es mal sein wird, wenn wir Kinder haben, darüber, wo gewisse Lebensmittel billiger zu kaufen sind und wessen Namen man wohl auf den Wahlzettel schreiben sollte. Ist man erwachsen, wenn man zwei Stunden lang das Badezimmer putzt und dazu mehrere verschiedene Reinigungsmittel benutzt? Wenn die fünf Jahre jüngere Schwester bald 20 wird? Wenn man plötzlich mehr Steuern als nur die 30.- Franken für die Feuerwehr bezahlen muss? Wenn Bekannte, die im selben Alter sind, heiraten? Wenn man eine eigene Hausapotheke hat? Oder ein Racletteöfeli, einen Dampfkochtopf besitzt? Wenn einen im Laden eine Verkäuferin berät, die offensichtlich Jahre jünger ist als man selbst, und trotzdem schon ausgelernt? Wenn der eigene Freund 25 ist und somit schon fast 30? Wenn man die Coop-Küchenmaschinen-Trophy-Punkte sammelt?
Zum Glück komme ich mir wenigstens einmal im Jahr wieder definitiv wie ein kleines Mädchen vor - nämlich wenn ich mich schon Mitte Oktober auf einen Adventskalender mit Glitzer drauf und Schöggeli drin freue.
18. Oktober 2007
Zu fiele Rechtschreibregeln
Ohne Worte.

Gesehen bei Exsila, wiedergefunden bei Amazon.
(Könnte David Bowie Deutsch, er hätte es bestimmt richtig geschrieben. Denn, wie wir in der dritten Klasse lernten: "Das Präteritum ist gar nicht schwer, wenn Musik dazu erklingt // Das Präteritum, ach bitte sehr, es wird leichter, wenn man singt")

Gesehen bei Exsila, wiedergefunden bei Amazon.
(Könnte David Bowie Deutsch, er hätte es bestimmt richtig geschrieben. Denn, wie wir in der dritten Klasse lernten: "Das Präteritum ist gar nicht schwer, wenn Musik dazu erklingt // Das Präteritum, ach bitte sehr, es wird leichter, wenn man singt")
9. Oktober 2007
Murphys Law - bis zum Letzten
Hey, heute war wieder einer der verdammten Tage, die ich kaum ertrage, weil sie damit beginnen, dass ich um ein Haar den Bus verpasse und wegen der ganzen Rennerei zur Haltestelle und darauf folgenden Schwitzerei meine ganze Morgentoilette umsonst war. Erstaunlich, dass ich immer noch so gut gelaunt vor dem Laptop sitze, obwohl das Internet nicht läuft und irgendwo in der Nachbarschaft geschossen wird (klingt jedenfalls so).
Der Morgen war gar nicht übel, abgesehen vom Bus-Nachrennen. Ich hatte im Büro ordentlich zu tun, was mich immer freut, weil ich dann nicht jeden um Arbeit anbetteln muss. Dann bekam ich noch ein Kompliment für ein Porträt eines Künstlers (das übrigens am Donnerstag im LIVE der AZ erscheinen wird, für die, die’s intressiert), und es gab gratis Birnen und Äpfel auf der Redaktion.
Am Mittag wollte ich am Bankomaten Geld holen, um in Moser’s Café eine Gulaschsuppe essen zu gehen und dabei gemütlich an meinem Roman, der von siamesischen Zwillingsschwestern handelt, weiterzulesen. Nachdem mir letzte Woche bereits meine lila EC-Karte den Dienst versagte (sie lässt sich nicht mal mehr in den Schlitz schieben), spuckte der Automat nun auch meine blaue Karte wieder aus, bevor ich überhaupt dazu kam, den PIN einzugeben. Nach etlichen Versuchen gab ich auf, kratzte all mein Münz zusammen und kaufte mir einen Kebab.
Am Nachmittag ging mir die Arbeit aus, nicht, weil ich so früh fertig gewesen wäre, sondern weil schlicht und einfach die Journalisten nicht lieferten, wann sie sollten. Beziehungsweise war die eine Kolumne, die eine fixe Länge hat, viel zu kurz (und überdies schlecht), und der Schreiber konnte erst gegen Abend eine längere Version schicken, weil er noch unterwegs war. Nun denn – ich nutzte die Zeit, um schnell zur Bank zu gehen und wegen dem Kärtchen-Spuk nachzufragen. Es stellte sich heraus, dass einerseits meine monatliche Limite wegen der Lohnpause während meiner Kanada-Ferien auf lächerliche 300 Franken heruntergesetzt worden war, aber abgesehen davon meine EC-Karte tatsächlich nicht mehr funktionierte. Wenigstens war mein Konto nicht von Unbekannten geplündert worden, und so kam ich trotzdem zu ein wenig Bargeld, bis meine neue Karte ankommt.
Zurück auf der Redaktion wurde mir mitgeteilt, dass einer der vorgesehenen Artikel ersetzt werden müsse, weil sich die Faktenlage geändert hatte und die Neuigkeit deswegen geplatzt war. Glücklicherweise gestaltete meine Chefin die Seite selbst neu, während ich immer noch auf die verlängerte Version der Kolumne wartete. Eine halbe Stunde nach meinem gewöhnlichen Arbeitsschluss kam der Artikel – drei Zeilen länger als zuvor (bestellt gewesen wären 850 zusätzliche Zeichen – etwa 25 Zeilen mehr). Krisensitzung, Notlösung.
Endlich konnte ich mich nun auf den Weg machen, doch der Zug, mit dem ich noch pünktlich für meinen Spanischkurs nach Aarau gekommen wäre, war längst abgefahren. Der Bummler war noch nicht im Bahnhof, also kaufte ich mir im Interdiscount noch schnell neue Stöpseli für den iPod. Als ich im Zug sass und sie ausprobieren wollte, war natürlich der Akku leer. Und wen überrascht’s, dass der Zug wegen einer technischen Störung zwischen Lupfig und Birr eine halbe Stunde warten musste. Trotzdem ging ich noch in den Spanischkurs, eine Dreiviertelstunde zu spät. Wenigstens konnte ich inzwischen im Zug ein schönes Sätzli vorbereiten: „Perdon, tenìa que trabajar hasta mas tarde.“
Zuhause angekommen erwartet mich nicht nur im Kühlschrank gähnende Leere, weil meine neue Mitbewohnerin offenbar nicht zum Einkaufen gekommen ist, sondern auch an der Stelle, wo normalerweise unser Modem steht, ein leerer Fleck. Und die Nachbarn, in deren Wireless-LAN man sich gelegentlich einschleichen kann, sind nicht online. Kein gemütliches Surfen also, und diesen Eintrag schreibe ich nun auch im Word statt direkt im Blogger, während draussen immer noch diese Pressslufthammer/Maschinengewehr-Geräusche lärmen. Schon fast wie im Krieg. Wenigstens stand noch Mineralwasser im Kühlschrank und ich hab mir letzte Woche tolle Musik runtergeladen, die mir nun fröhlich den Abend würzt. Feist: „Take it slow, take it easy, please“. De Soundtrack zum Läbe.
Ich wundere mich, dass mich mein Laptop bis jetzt nicht im Stich gelassen hat.
Der Morgen war gar nicht übel, abgesehen vom Bus-Nachrennen. Ich hatte im Büro ordentlich zu tun, was mich immer freut, weil ich dann nicht jeden um Arbeit anbetteln muss. Dann bekam ich noch ein Kompliment für ein Porträt eines Künstlers (das übrigens am Donnerstag im LIVE der AZ erscheinen wird, für die, die’s intressiert), und es gab gratis Birnen und Äpfel auf der Redaktion.
Am Mittag wollte ich am Bankomaten Geld holen, um in Moser’s Café eine Gulaschsuppe essen zu gehen und dabei gemütlich an meinem Roman, der von siamesischen Zwillingsschwestern handelt, weiterzulesen. Nachdem mir letzte Woche bereits meine lila EC-Karte den Dienst versagte (sie lässt sich nicht mal mehr in den Schlitz schieben), spuckte der Automat nun auch meine blaue Karte wieder aus, bevor ich überhaupt dazu kam, den PIN einzugeben. Nach etlichen Versuchen gab ich auf, kratzte all mein Münz zusammen und kaufte mir einen Kebab.
Am Nachmittag ging mir die Arbeit aus, nicht, weil ich so früh fertig gewesen wäre, sondern weil schlicht und einfach die Journalisten nicht lieferten, wann sie sollten. Beziehungsweise war die eine Kolumne, die eine fixe Länge hat, viel zu kurz (und überdies schlecht), und der Schreiber konnte erst gegen Abend eine längere Version schicken, weil er noch unterwegs war. Nun denn – ich nutzte die Zeit, um schnell zur Bank zu gehen und wegen dem Kärtchen-Spuk nachzufragen. Es stellte sich heraus, dass einerseits meine monatliche Limite wegen der Lohnpause während meiner Kanada-Ferien auf lächerliche 300 Franken heruntergesetzt worden war, aber abgesehen davon meine EC-Karte tatsächlich nicht mehr funktionierte. Wenigstens war mein Konto nicht von Unbekannten geplündert worden, und so kam ich trotzdem zu ein wenig Bargeld, bis meine neue Karte ankommt.
Zurück auf der Redaktion wurde mir mitgeteilt, dass einer der vorgesehenen Artikel ersetzt werden müsse, weil sich die Faktenlage geändert hatte und die Neuigkeit deswegen geplatzt war. Glücklicherweise gestaltete meine Chefin die Seite selbst neu, während ich immer noch auf die verlängerte Version der Kolumne wartete. Eine halbe Stunde nach meinem gewöhnlichen Arbeitsschluss kam der Artikel – drei Zeilen länger als zuvor (bestellt gewesen wären 850 zusätzliche Zeichen – etwa 25 Zeilen mehr). Krisensitzung, Notlösung.
Endlich konnte ich mich nun auf den Weg machen, doch der Zug, mit dem ich noch pünktlich für meinen Spanischkurs nach Aarau gekommen wäre, war längst abgefahren. Der Bummler war noch nicht im Bahnhof, also kaufte ich mir im Interdiscount noch schnell neue Stöpseli für den iPod. Als ich im Zug sass und sie ausprobieren wollte, war natürlich der Akku leer. Und wen überrascht’s, dass der Zug wegen einer technischen Störung zwischen Lupfig und Birr eine halbe Stunde warten musste. Trotzdem ging ich noch in den Spanischkurs, eine Dreiviertelstunde zu spät. Wenigstens konnte ich inzwischen im Zug ein schönes Sätzli vorbereiten: „Perdon, tenìa que trabajar hasta mas tarde.“
Zuhause angekommen erwartet mich nicht nur im Kühlschrank gähnende Leere, weil meine neue Mitbewohnerin offenbar nicht zum Einkaufen gekommen ist, sondern auch an der Stelle, wo normalerweise unser Modem steht, ein leerer Fleck. Und die Nachbarn, in deren Wireless-LAN man sich gelegentlich einschleichen kann, sind nicht online. Kein gemütliches Surfen also, und diesen Eintrag schreibe ich nun auch im Word statt direkt im Blogger, während draussen immer noch diese Pressslufthammer/Maschinengewehr-Geräusche lärmen. Schon fast wie im Krieg. Wenigstens stand noch Mineralwasser im Kühlschrank und ich hab mir letzte Woche tolle Musik runtergeladen, die mir nun fröhlich den Abend würzt. Feist: „Take it slow, take it easy, please“. De Soundtrack zum Läbe.
Ich wundere mich, dass mich mein Laptop bis jetzt nicht im Stich gelassen hat.
4. Oktober 2007
Der Jungbrunnen
Soeben habe ich rausgefunden, dass mein biologisches Alter 10 ist. Richtig bin ich ja 23, aber obwohl ich so gut wie nie Sport treibe (im Test trägt das mit +2 Jahren ziemlich auf), ist mein Körper offenbar noch recht jung.
Hier gehts zum Test.
Und hier die Tricks:
Immer den Sicherheitsgurt tragen beim Autofahren macht dich ein Jahr jünger
Täglich frühstücken: - 1 Jahr
Keine Verdauungsprobleme: - 1 Jahr
3x täglich essen: - 1 Jahr
Sich glücklich fühlen: - 1 Jahr (hier bin ich bei 17.5)
Keine Panik- oder Angstgefühle: - 1 Jahr
Enge Freunde: - 1 Jahr
Hm. Ich hab richtig Lust, mir jetzt "Hey Arnold" anzuschauen, meine beste Freundin zum Barbie-Spielen einzuladen und - wo ist eigentlich meine Mami?!
Hier gehts zum Test.
Und hier die Tricks:
Immer den Sicherheitsgurt tragen beim Autofahren macht dich ein Jahr jünger
Täglich frühstücken: - 1 Jahr
Keine Verdauungsprobleme: - 1 Jahr
3x täglich essen: - 1 Jahr
Sich glücklich fühlen: - 1 Jahr (hier bin ich bei 17.5)
Keine Panik- oder Angstgefühle: - 1 Jahr
Enge Freunde: - 1 Jahr
Hm. Ich hab richtig Lust, mir jetzt "Hey Arnold" anzuschauen, meine beste Freundin zum Barbie-Spielen einzuladen und - wo ist eigentlich meine Mami?!
2. Oktober 2007
Nationalratskandidat Schneemann
Endlich wurden gestern auch in meinem Wohnort die Unterlagen für die Parlamentswahlen verteilt. Ich bin froh, wenn diese vorbei sind und man im Bus wieder zum Fenster hinaus schauen kann, ohne sich beobachtet zu fühlen von all den Köpfen auf den Plakaten.
Ich war also überrascht von dem ansprechenden Heftli, dass die Bundesbehörden uns da schicken - "Auf eine farbige Schweiz", mit Töpfchen voller Pigmente auf der Titelseite und auch innen drin schönen Fotos (wie aus dem Boesner-Katalog) von Farbstiften und Pinseln. Jede Partei hat eine Seite, um sich vorzustellen - für einmal ganz einheitlich, ohne grellbunte Balken und Slogans, sondern schwarz auf weiss. Man sollte ganz auf die Propaganda verzichten und vor den Wahlen nur solche Heftli verschicken. Dann würden sich die Leute nicht so belästigt fühlen und aus Protest ihre "Stimme verweigern", wie der Herr in der AZ-Umfrage gestern. Als ob das jemand merken würde - "Ou nei de Herr S. het sini Stimm verweigeret, wie truurig". Geht wählen! In vielen Ländern haben die Leute gar keine politische Stimme - nutzen wir unsere und zeigen wir, dass es uns nicht egal ist, wer "die da oben" sind!
Und weil es ja wirklich schwierig ist, unter den Hunderten von Kandidaten in jedem Kanton "seine" herauszufiltern, hier noch ein nützlicher Link (danke Isa!): Auf Smartvote gibt es einen Test, wo man entweder schnell (5 Minuten) oder ausführlicher (ca. 15 Minuten) ein paar Fragen zu seiner politischen Gesinnung beantworten kann (alles völlig anonym, Registrierung ist zwar möglich, aber nicht erforderlich). Zu jeder Frage gibt's auf Wunsch Infos und Pro-/Kontra-Argumente, und am Schluss wird detailliert ausgewertet, wem man politisch am nächsten steht. Ein kleines Diagramm veranschaulicht, wo die Übereinstimmungen liegen, zudem kann man von den meisten Kandidaten noch ein Fötteli anschauen. Wirklich hilfreich! Und viel spannender und vor allem sinnvoller als die Online-Fragebögen, die wir doch alle schon mal gemacht haben... Trotzdem, der Vollständigkeit halber, und weil es ja jetzt rapide kühler wird, noch ein Link zum "Würdest du als Schneemann überleben?"-Test.
Ich war also überrascht von dem ansprechenden Heftli, dass die Bundesbehörden uns da schicken - "Auf eine farbige Schweiz", mit Töpfchen voller Pigmente auf der Titelseite und auch innen drin schönen Fotos (wie aus dem Boesner-Katalog) von Farbstiften und Pinseln. Jede Partei hat eine Seite, um sich vorzustellen - für einmal ganz einheitlich, ohne grellbunte Balken und Slogans, sondern schwarz auf weiss. Man sollte ganz auf die Propaganda verzichten und vor den Wahlen nur solche Heftli verschicken. Dann würden sich die Leute nicht so belästigt fühlen und aus Protest ihre "Stimme verweigern", wie der Herr in der AZ-Umfrage gestern. Als ob das jemand merken würde - "Ou nei de Herr S. het sini Stimm verweigeret, wie truurig". Geht wählen! In vielen Ländern haben die Leute gar keine politische Stimme - nutzen wir unsere und zeigen wir, dass es uns nicht egal ist, wer "die da oben" sind!
Und weil es ja wirklich schwierig ist, unter den Hunderten von Kandidaten in jedem Kanton "seine" herauszufiltern, hier noch ein nützlicher Link (danke Isa!): Auf Smartvote gibt es einen Test, wo man entweder schnell (5 Minuten) oder ausführlicher (ca. 15 Minuten) ein paar Fragen zu seiner politischen Gesinnung beantworten kann (alles völlig anonym, Registrierung ist zwar möglich, aber nicht erforderlich). Zu jeder Frage gibt's auf Wunsch Infos und Pro-/Kontra-Argumente, und am Schluss wird detailliert ausgewertet, wem man politisch am nächsten steht. Ein kleines Diagramm veranschaulicht, wo die Übereinstimmungen liegen, zudem kann man von den meisten Kandidaten noch ein Fötteli anschauen. Wirklich hilfreich! Und viel spannender und vor allem sinnvoller als die Online-Fragebögen, die wir doch alle schon mal gemacht haben... Trotzdem, der Vollständigkeit halber, und weil es ja jetzt rapide kühler wird, noch ein Link zum "Würdest du als Schneemann überleben?"-Test.
1. Oktober 2007
Fetzy Etsy
Aaaah - tatsächlich habe ich am Samstag nach meinem letzten Blogeintrag einiges Kreatives gemacht: Ich habe feine Brötchen gebacken, seit langem wieder ein wenig gezeichnet (ich selber als Modell bin allerdings ziemlich langweilig - und die Winkel, aus denen ich mich selbst zeichnen kann, ohne mich zu verrenken oder mir diverse Körperteile einzuschläfern, begrenzt. Da muss noch eine Lösung - oder ein(e) Freiwillige(r) - her) und mein Fahrrad aus dem Keller geholt. Zugegeben, letzteres ist auf den ersten Blick wenig kreativ - allerdings musste ich meine Sudoku-erprobten Hirnregionen ziemlich lange bemühen, bis mir der Zahlencode für mein Veloschloss wieder einfiel... und kam mir anschliessend vor wie Danny Ocean nach dem Einbruch ins Belaggio.
Nach einem langen Arbeitstag und anschliessendem "¡Ayayay, Espanol!" schaue ich aber lieber anderen Leuten beim Kreativ-Sein zu und beschränke meine eigene künstlerische Tätigkeit aufs Salat-Komponieren und Fingernägel-frisch-lackieren. Da kommt mir etsy.com gerade recht: lauter wunderbar talentierte und ideenreiche Menschen präsentieren und verkaufen da ihre Arbeiten. Ein Online-Kunsthandwerkermarkt, schon fast wie die Stände in den Sommerferien, nur im Internet und viel, viel besser.
Die Auswahl ist riesig, doch Hilfe ist schnell zur Stelle: auf "Etsy's most wonderful things" sind einige Trouvaillen aufgelistet. Zum Beispiel dieser tolle Minijupe - ein absolutes will-ich.

Inspirierend, oder? Meine ersten Etsy-Besuche im Frühling resultierten ja bereits in zwei tollen T-Shirts...
Nach einem langen Arbeitstag und anschliessendem "¡Ayayay, Espanol!" schaue ich aber lieber anderen Leuten beim Kreativ-Sein zu und beschränke meine eigene künstlerische Tätigkeit aufs Salat-Komponieren und Fingernägel-frisch-lackieren. Da kommt mir etsy.com gerade recht: lauter wunderbar talentierte und ideenreiche Menschen präsentieren und verkaufen da ihre Arbeiten. Ein Online-Kunsthandwerkermarkt, schon fast wie die Stände in den Sommerferien, nur im Internet und viel, viel besser.
Die Auswahl ist riesig, doch Hilfe ist schnell zur Stelle: auf "Etsy's most wonderful things" sind einige Trouvaillen aufgelistet. Zum Beispiel dieser tolle Minijupe - ein absolutes will-ich.

Inspirierend, oder? Meine ersten Etsy-Besuche im Frühling resultierten ja bereits in zwei tollen T-Shirts...
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