30. Mai 2007

*gruselstimme* Die Hand

(Wieder funktionieren die Links nicht. An Neu-Leser: überall, wo ein Sternchen ist, ist ein Link. Und bitte bewertet meinen Blog doch bei Bloggerei :) - Link links. Und an Dave, falls du das liest, was mach ich bloss falsch? Ich hab gar nichts geändert an den Einstellungen, doch plötzlich kommen die Links manchmal in normaler Textfarbe und manchmal weiss...)

Soeben habe ich auf
20min.ch* gelesen, dass eben die Horrorfilmsekunde, die mich vor einigen Nächten nicht mehr aufs Klo gehen liess*, zur zweitgrusligsten Filmszene aller Zeiten* gekürt wurde.

Die blutige Hand aus Carries* Grab.













Übrigens fand ich Hände schon immer gruslig. Ich erinnere mich lebhaft an ein Bild aus einem Trickfilm, den ich im Kindergarten mal gesehen habe: Ein paar Freunde (ähnlich wie die Truppe bei Scooby-Doo) wagen sich in ein unheimliches Kanalsystem, gejagt von einer unheimlichen, körperlosen, einzelnen Männerhand in einem gelben Handschuh. Sie liefen verschreckt durch die Gänge, und plötzlich schleicht sich auf einer Wand diese Hand an (aus der Schräg-Vogel-Perspektive, man sieht die Hand im Vordergrund lauern und dahinter, etwas tiefer, die ahnungslosen Freunde). Ich erschrak damals dermassen, dass ich diese Szene heute noch vor mir sehe.

Ähnlich wie hier vielleicht:

29. Mai 2007

Flora und Fauna

Vergangenen Samstag abend, ich war ausgeschlafen, hatte einen normalen langweiligen Samstag hinter mir - im Bett "zmörgelet" (nicht in Anführungszeichen wegen dem Dialekt-Ausdruck, sondern weil es kein richtiger Zmorge war: ausser O-Saft und Milch war mal wieder nichts frühstücktaugliches im Haus), mit meinem Freund ein doofes, aber lustiges DVD vom Abend vorher zu Ende geguckt (falls es die Links wieder nicht anzeigt: bei "DVD" ist einer. Mit der Maus drüberfahren und klicken sollte funktionieren. Zukünftige Links sind mit Sternchen* gekennzeichnet.), Zeitung gelesen, im Internet gesurft, geduscht, gelernt, eine uralte Folge Desperate Housewives angeschaut, ein Quärkli gegessen, okay, es waren zwei Folgen, und wann kommt übrigens endlich die letzte Staffel Lost auf DVD raus?! - und hatte grösste Lust, mich etwas aufzubretzeln und wieder mal tanzen zu gehen.

Aber wie meistens, wenn ich fit dafür wäre, ist irgendwas - Dienstag, niemand will mitkommen, oder in diesem Fall: Pfingsten, und mein Lieblingsclub* hat geschlossen. Na gut - dann fahren wir halt auf einen Berg und geniessen den Sonnenuntergang. Aus dem Berg wurde die Staffelegg und die Sonne war auch schon einige Minuten unten, als wir oben ankamen.

Lange Rede, kurzer Sinn. Wir gingen dann doch noch etwas am Waldrand spazieren und erlebten eine spannende halbe Stunde: Es raschelte überall und als wir uns still hinsetzten und etwas warteten, konnten wir mehrere Waldmäuse* bei ihren
abendlichen Streifzügen beobachten. Erstaunlich, wie viele Mäuse auf einem Quadratmeter zu leben scheinen! Und sie bewegten sich genau so wie ihre Verwandten bei uns in der WG im Terrarium. Was ich auch nicht wusste, ist, dass es Nacktschnecken gibt, die Fühler haben, über zehn Zentimeter lang und pechschwarz sind. Seltsam.

Der Wald ist toll. Seit ich nicht mehr Jungscharleiterin* bin
, und das sind jetzt doch schon etwa fünf Jahre, bin ich viel zu selten dort. Das soll sich in Zukunft wieder ändern. Zumal ich unbedingt eine dieser Lampen von habitat* nachbasteln will:



















Wunderschön!

Übrigens: ich mach jetzt kein extra Post draus, aber Pirates 3 ist sch*.
(Nein, das war jetzt kein Link.)

25. Mai 2007

Betrachtige öber nes Sändwitsch

Butterweicher Lachs mit Meerrettichschaum und Schnittlauchsprossen.
Avocadoscheiben mit Tomate.
Leicht angebratene und in Olivenöl eingelegte Zucchetti-Streifen.
Camembert mit getrockneten Tomaten.

Schon beim Gedanken daran läuft mir das Wasser im Mund zusammen - die himmlischen Sandwiches, mit denen ich mich jeweils am Montag und am Freitag, wenn ich in Baden arbeite, verwöhne.









Eigentlich könnte ich sie ja, anstatt sie (teuer!) zu kaufen, auch selber machen. Und noch viele viele andere aufregende Zutaten hineinlegen wie Oliven, Salat, Thon, Chili-Salsa, Spargeln, Matjes, Trauben, Apfelkerne, Bohnen, Gänseblümchen, Gummibä -

Schade, sind Montag- und Freitagmorgen einfach nicht meine Paradezeiten, wenn es um was anderes geht, als morgenmufflig zu sein und Depromusik zu hören.

21. Mai 2007

Violette Tage

Heute ist wieder einmal ein violetter Tag. Ich erwache und muss beim Gedanken daran, mich in 20 Minuten aus dem warmen Bett schälen zu müssen, beinahe weinen. Es fühlt sich an, als ob mein inneres Ich noch zusammengerollt irgendwo in der Körperhülle liegen würde, als ob ich den Körper zuerst anziehen müsste. Ich mag die Kontaktlinsen nicht einsetzen, weil meine Augen noch zu klein dafür sind und es schmerzen würde. Es gibt die schwarzen Tage, an denen ich, um die Bettwärme so lange wie möglich mit mir herumzutragen, mein I-aah-T-Shirt, weite, weiche Jeans und mein graues Faserpelzjäckli anziehen würde und wünsche, es wäre schon sechs Uhr abends und ich könnte mich mit dem Weltwoche-Kreuzworträtsel in die Badewanne legen.

An violetten Tagen hingegen ist es mir nicht ganz so egal, wie ich herumlaufe, deswegen versuche ich, etwas für einen Tag zwischen Wow! und Augen-zu-und-durch-aus meinem Schrank zu wühlen. Meist sind diese Kleider dann violett (schön dunkel und doch nicht schwarz, denn schwarz ist elegant, angriffslustig, oder aber langweilig, und all das will ich an Violett-Tagen nicht sein) und glitzern mehr oder weniger (wahrscheinlich bewirken ein Goldschimmer oder ein paar bunte Steinchen, dass ich an Weihnachten und Kerzenschein denke und deshalb meine, das Kleidungsstück gebe schön warm). Schuhe mit hohem Absatz sind an Violett-Tagen tabu, denn das Outfit soll möglichst bequem sein.

Wenn ich es an solchen Tagen schaffe, aufzustehen und mich nicht gleich wieder ins Bett zu legen, ist die halbe Miete bereits bezahlt. Ich dusche, ziehe mich an, fahre zur Arbeit. Obwohl sie anfangs schmerzen, jucken und drücken, sind violette Tage gar nicht so schlimm. Nichts, was sich nicht auf dem Arbeitsweg mit etwas Musik retten liesse.

19. Mai 2007

*würg*

"Sieben Mulden und eine Leiche" gehört definitiv zu der Sorte Film, von der mir speiübel wird. Allerdings nicht wegen der bereits im Titel erwähnten gewissen makabren Komponente (falls ihr's noch nicht gehört/ gelesen habt, man sieht etwa, wie ein Reinigungsfachmann die Überreste einer halb verwesten Leiche vom Boden kratzt).

Ich fand das Sezieren von Schweineherzen und ähnlichem im Biounterricht immer äusserst interessant, bin Blutspenderin und auch das Anschauen von Verletzungen bringt mich nicht so leicht aus dem Gleichgewicht (naja, bei gewissen gruseligen Hautkrebsabbildungen im "Grossen Buch der Medizin" aus dem Bücherregal meiner Mutter schloss ich beim Durchblättern schon die Augen, zugegeben).

Nein, "Sieben Mulden und eine Leiche" bringt mich fast zum Kotzen wegen der lebhaften Kameraführung. Gleich wie "The Blair Witch Project" (wo blieb da das Gruseln?!) und "Idioten" (musste ich nach der Hälfte des Films raus, denn leider ist das Stativ-Verbot ja eines der dänischen Dogmen). Wie kommt es, dass in Hollywoodfilmen jede Sekunde ein Schnitt erfolgen kann, ohne dass man es bemerkt, mir aber bei tollen, spannenden, interessanten Alternativ-Produktionen so oft übel wird? Ist das nicht ungerecht?

Aber das Leben ist ja trotzdem gut, nicht wahr. Darum leg ich mich jetzt ins Bett, kuschel mich schön ein und schau mir den Gruselfilm an, der schon seit Wochen im Regal steht.

16. Mai 2007

How To Create A Verkehrsunfall - a Tutorial

1. Nimm dir deinen Freund zum Vorbild, dem letzte Woche in einer Skatehalle ein waghalsiger Trick misslang und der daraufhin sein Kinn nähen lassen musste.

2. Flick dein verd"ç*%&=?) Fahrrad und freue dich an seiner neugewonnenen Fahrtauglichkeit.

3. Höre zum wiederholten Male, dass zu wenig Bewegung ungesund sei.

4. Beschliesse (ebenfalls zum wiederholten Mal), wenigstens die 10 Minuten zum Bahnhof auf sportlichere Weise als mit dem Bus zurückzulegen.

5. Hol also zum ersten Mal in diesem Jahr dein frisch geflicktes Velo aus dem Keller und radle hoch in die Stadt.

6. Überlege dir unterwegs, dass du dir heute dringend eine neue Velovignette besorgen musst.

7. Fahr von der Strasse aufs Trottoir, um beim Kreuzplatz direkt über den Fussgängerstreifen in Richtung Bahnhof zu können.

8. Passe den genauen Moment ab, in dem ein Lastwagen der Feuerwehr aus einer unübersichtlichen Einfahrt kommt.

9. Bestell deinen Schutzengel ebenfalls zu diesem Treffen.

Nun steht deinem eigenen, persönlichen Unfall, selbstverständlich inklusive modisch genähtem Kinn, nichts mehr im Weg!

Zusatztipp: Verursache den Unfall gleich vor einem Zeughaus. Nur so kannst du sicher sein, von einem Dutzend netter, junger Herren aufgelesen, verarztet und versorgt zu werden.

PS: Natürlich gibt es auch gescheitere Dinge, die man in seiner Freizeit anfangen kann. Beispielsweise die Videopodcasts der Familie Leonard gucken: Vorhang auf für Camp Jinx.
Wer lieber was nach Punkt-für-Punkt-Anleitung macht, wird hier sicher fündig. Oder hier. Und hier. (Für diejenigen, die noch ein Tutorial von mir lesen bzw. sich ansehen möchten: How to make sandals.)

7. Mai 2007

Der Fuchs und die Trauben - ich und Dior

Manchmal bringt mich mein Zeitschriftenkonsum in wirklich dumme Situationen. Da blättere ich, nichtsahnend, nach einem entspannenden Wellness-Samstagmorgenritual die SI Style durch, ein frühlingshaft frischer Wind streicht mir sanft über die frisch enthaarten und duftend eingecremten Beine, draussen zwitschern die Vögel einander fröhlich ihre Geschichten zu, und mein Auge fällt auf dieses Bild:



Ein wunderschöner, feiner, kleiner Fingerring, denke ich, immer noch völlig im Ungewissen über die herannahende Katastrophe. Das Auge schweift vier Zentimeter weiter nach rechts, folgt der Bildlegende, da wird aus dem feinen Frühlingswind eine heftige Böe, die mir kalte Schauer den Rücken hinunterjagt, und es beginnt wie aus Kübeln zu regnen. Es donnert, der Himmel verdunkelt sich und eine dicke Spinne sperrt vor dem Wohnzimmerfenster wütend ihr reisszahnbesetztes Maul auf und verschlingt schmatzend eine haarige schwarze Fliege. Der Ring ist von Dior Joaillerie und kostet 800 Euro.

Zwei Tage später, ich habe mich wieder vom Schrecken des Samstagmorgens erholt und wage es, die Website von besagter Firma zu besuchen. Was ich dort sehe, ist wie Salz in meinen Wunden.



Und, als ob es nicht schon schlimm genug wäre:



Ich seufze tief, schlucke die Tränen hinunter. Vielleicht wird ja wenigstens mein Schatz einmal steinreich. Dann kann er mich beim Heiratsantrag mit diesem Ring überraschen.










Oder mir vielleicht sonst einmal, einfach so, dieses Geschmeide um den Hals legen.










Hmmm.

Naja. Realistisch gesehen wohl eher nicht. Da bleibt mir nichts übrig, als die Nase zu rümpfen und dankbar zu sein, dass meine bescheidenen finanziellen Möglichkeiten mich immerhin davor schützen, bloss aus Langeweile solche fürchterlichen Dinge zu kaufen: