Es ist schwer, seine Katze noch zu lieben - und schaue sie einen noch so lieb an und lecke einem zärtlich den Arm -, wenn man gerade gemerkt hat, dass sie einem auf eine der bewährten Lieblingstaschen gepinkelt hat. Umso mehr, wenn es die einzige Tasche war, in die der Laptop passt, und man diesen heute transportieren sollte. Und als Tüpfelchen aufs i: die Laptophülle befand sich ebenfalls in der vollgepinkelten Tasche.
Keine Ahnung, was die sonst so stubenreine Amel zu diesem Vandalenakt bewogen hat. Jetzt sitzt sie gerade neben mir auf dem Sofa, nachdem ich sie von meinem Schoss gescheucht habe, und leckt sich sauber. Wenn sie danach nicht nach Katzenmundgeruch riechen würde, was beinahe genauso schlimm ist wie Katzenpisse, würde ich ihr ja meine Tasche auch noch zum Säubern vorlegen. So muss ich hoffen, dass ihr die Reinigung in der Waschmaschine nicht allzu sehr schadet.
Und falls doch: Endlich mal ein triftiger Grund, eine neue Tasche zu kaufen.
27. Juni 2008
25. Juni 2008
Separated at Birth
Findet ihr nicht auch, Berti Vogts sieht aus wie Kurt Aeschbacher?

Bilder geliehen bei sportgate.de und sf.tv.


Bilder geliehen bei sportgate.de und sf.tv.
2. Juni 2008
Ä Ballä Buttär poschtä
Wusstet ihr, dass es eine schweizerdeutsche Wikipedia gibt?
Neben knapp 4000 Artikeln (seit November 2003) gibt es dort unter anderem auch eine Grammatik des Alemannischen (also Schweizerdeutschen). Am lustigsten:
„jugendsproch vermeide“: liädrig: "Textilinduschtrie isch am Arsch gsi" - besser: d Textilinduschtrii isch am Bode gläge
Und es wird auch bestätigt, was mich in SMS von gewissen Leuten immer nervt:
S'Schwa, also s'kurze, unbetonte "e" wird in de meischte Dialäkt als "e" und nid als "ä" gschriibe. So heissts nid: Mammä, i gangä ä Ballä Buttär poschtä, sondern: Mamme, i gange e Balle Butter poschte.
Beispiel für einen Eintrag:
Aarau esch d'Hauptschtadt vom Kanton Aargau.Wäret de Helvetik esch Aarau för es paar Mönet d'Hauptschtadt vo de Schwiz gsi, de Tetel het si aber leider bald weder verlore. D'Schtadt liit ofemene Fels ade Aare, südlech vom Jura. D'Altschtadt esch sehr schön. Vor allem d'Gebel send berüemt, veli send konschtvoll bemolt. Im Schtadtbeld schtäche vor allem d'Schtadtchele, de Torm Rohre (Rotshus), de Obertorm ond leider au s'AEW Hochhus is Aug. Es betzeli osserhalb vode Altschtadt liit s'Schlössli. Es esch öppe om 1200 pout woorde ond esch för d' Bewachig vode Aarebrogg gsii. Dor d'Altschtadt flüüsst de Schtadtbach. Früener het er d'Energii för Möline, Saagine ond anders Gwärb gleferet. Er esch aber scho sed Jorzäänte zueteckt. Vo de Bachschtroossmöndig aa bachufwärts esch er aber no offe. Vo 1904 bes 1981 het Aarau e Glüeberefabrek ghaa.
Feschtbrüüch z'Aarau
Di zwöi wechtigschte Fescht z'Aarau send de Mäjezoog ond de Bachfeschet Mäjezoog heisst's wäge de Bluemeschtrüss (Mäje) wo d'Chend am Omzoog träged. Eimool em Joor het ame de Schtadtbach potzt wäärde müesse. Vorhär het me ne leergfeschet ond Füürli lo abeschwömme. Dezu het me gsonge:
Füürio, de Bach brönnt! D'Soorer händ ne aazöndt. D'Aarauer händ ne glösche. D'Chüttiger, d'Chüttiger riite uf de Frösche!
Schuele
Aarau het alli Schuele vo der Primaarschuel öber Sekondaarschuel ond Bezerksschuel bes zo de Gümnaasie. Es het en alti ond e nöji Kanti (Kantoonsschuel). Wiiter gets de o.a. au no es KV, en Bruefsschuel ond zwöi Ableger vo de FHNW (Pädagogik sowie Konscht ond Gschtaltig).
Neben knapp 4000 Artikeln (seit November 2003) gibt es dort unter anderem auch eine Grammatik des Alemannischen (also Schweizerdeutschen). Am lustigsten:
„jugendsproch vermeide“: liädrig: "Textilinduschtrie isch am Arsch gsi" - besser: d Textilinduschtrii isch am Bode gläge
Und es wird auch bestätigt, was mich in SMS von gewissen Leuten immer nervt:
S'Schwa, also s'kurze, unbetonte "e" wird in de meischte Dialäkt als "e" und nid als "ä" gschriibe. So heissts nid: Mammä, i gangä ä Ballä Buttär poschtä, sondern: Mamme, i gange e Balle Butter poschte.
Beispiel für einen Eintrag:
Aarau esch d'Hauptschtadt vom Kanton Aargau.Wäret de Helvetik esch Aarau för es paar Mönet d'Hauptschtadt vo de Schwiz gsi, de Tetel het si aber leider bald weder verlore. D'Schtadt liit ofemene Fels ade Aare, südlech vom Jura. D'Altschtadt esch sehr schön. Vor allem d'Gebel send berüemt, veli send konschtvoll bemolt. Im Schtadtbeld schtäche vor allem d'Schtadtchele, de Torm Rohre (Rotshus), de Obertorm ond leider au s'AEW Hochhus is Aug. Es betzeli osserhalb vode Altschtadt liit s'Schlössli. Es esch öppe om 1200 pout woorde ond esch för d' Bewachig vode Aarebrogg gsii. Dor d'Altschtadt flüüsst de Schtadtbach. Früener het er d'Energii för Möline, Saagine ond anders Gwärb gleferet. Er esch aber scho sed Jorzäänte zueteckt. Vo de Bachschtroossmöndig aa bachufwärts esch er aber no offe. Vo 1904 bes 1981 het Aarau e Glüeberefabrek ghaa.
Feschtbrüüch z'Aarau
Di zwöi wechtigschte Fescht z'Aarau send de Mäjezoog ond de Bachfeschet Mäjezoog heisst's wäge de Bluemeschtrüss (Mäje) wo d'Chend am Omzoog träged. Eimool em Joor het ame de Schtadtbach potzt wäärde müesse. Vorhär het me ne leergfeschet ond Füürli lo abeschwömme. Dezu het me gsonge:
Füürio, de Bach brönnt! D'Soorer händ ne aazöndt. D'Aarauer händ ne glösche. D'Chüttiger, d'Chüttiger riite uf de Frösche!
Schuele
Aarau het alli Schuele vo der Primaarschuel öber Sekondaarschuel ond Bezerksschuel bes zo de Gümnaasie. Es het en alti ond e nöji Kanti (Kantoonsschuel). Wiiter gets de o.a. au no es KV, en Bruefsschuel ond zwöi Ableger vo de FHNW (Pädagogik sowie Konscht ond Gschtaltig).
25. Mai 2008
"Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert"
Letzte Woche wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass ich schon einen Monat lang nicht mehr gebloggt habe. Obs wirklich stimmt, habe ich jetzt nicht nachgeschaut. Aaaber ich hatte auch viel los.

Ich habe eine schneeweisse Katze adoptiert: Sie kann Türen öffnen, macht jegliche Pläne, schwarze Kleidung zu tragen, durch ihren exzessiven Haarausfall zunichte und betrachtet mich in erster Linie als Helferin, um an laufendes Wasser zu kommen. Ihr bevorzugtes Zeichen von Zuneigung ist ein relativ heftiger Liebesbiss, und hochheben geht - ausser von meinem Freund - gar nicht. Klingt, als wäre sie eine doofe Zicke. Ist sie irgendwie auch, aber wer kann schon böse sein, wenn sie sich zum Gestreicheltwerden ankuschelt, sich einem dann auf die Brust legt und immer höher klettert, bis ihr Köpfchen - wie bei einem Säugling - in der Halsbeuge des Streichlers liegt?
Dann habe ich mein Diplom mit Bestnote bestanden und somit meine akademische Karriere bis auf weiteres abgeschlossen. Das ging natürlich mit einem grossen Aufwand an Produktion der Arbeit, Prüfungsvorbereitung, Ausstellungsvorbereitung und so weiter einher, nur um mich noch schnell für das lange Nicht-Bloggen zu rechtfertigen. Die Ausstellung, wo auch meine Arbeit präsentiert wird, kann übrigens noch bis zum 5. Juni im Güterbahnhof der SBB in Zürich besichtigt werden. Wer sich den Weg sparen will, klickt hier und kann sich auf den Seiten des OFF-Blogs die Arbeit auch als PDF runterladen.
Und übrigens: "A-Team" soll verfilmt werden. Es gibt sogar schon eine imdb-Seite dazu. Yippie - lasst uns basteln!

Ich habe eine schneeweisse Katze adoptiert: Sie kann Türen öffnen, macht jegliche Pläne, schwarze Kleidung zu tragen, durch ihren exzessiven Haarausfall zunichte und betrachtet mich in erster Linie als Helferin, um an laufendes Wasser zu kommen. Ihr bevorzugtes Zeichen von Zuneigung ist ein relativ heftiger Liebesbiss, und hochheben geht - ausser von meinem Freund - gar nicht. Klingt, als wäre sie eine doofe Zicke. Ist sie irgendwie auch, aber wer kann schon böse sein, wenn sie sich zum Gestreicheltwerden ankuschelt, sich einem dann auf die Brust legt und immer höher klettert, bis ihr Köpfchen - wie bei einem Säugling - in der Halsbeuge des Streichlers liegt?
Dann habe ich mein Diplom mit Bestnote bestanden und somit meine akademische Karriere bis auf weiteres abgeschlossen. Das ging natürlich mit einem grossen Aufwand an Produktion der Arbeit, Prüfungsvorbereitung, Ausstellungsvorbereitung und so weiter einher, nur um mich noch schnell für das lange Nicht-Bloggen zu rechtfertigen. Die Ausstellung, wo auch meine Arbeit präsentiert wird, kann übrigens noch bis zum 5. Juni im Güterbahnhof der SBB in Zürich besichtigt werden. Wer sich den Weg sparen will, klickt hier und kann sich auf den Seiten des OFF-Blogs die Arbeit auch als PDF runterladen.
Und übrigens: "A-Team" soll verfilmt werden. Es gibt sogar schon eine imdb-Seite dazu. Yippie - lasst uns basteln!
23. April 2008
Ich bin ein Thinking Blogger
Ooooh - ich hab einen Preis für meinen Blog bekommen, und zwar den Thinking Blogger Award! Herzlichen Dank, Diana!

Anstatt weinend seiner Mama zu danken, darf man beim Entgegennehmen dieses Awards (glaub ich) drei Fragen beantworten. (Hätte lieber drei Wünsche an die gute Fee, die Fragen sind nämlich nicht soo interessant, aber einem geschenkten Gaul... ;) )
What is the story behind the name of your blog and nickname?
Diesen Blog angefangen habe ich zu Beginn meines Praktikums bei einer Tageszeitung. Deswegen auch der Titel, "Zwischen den Zeilen", weil das ja keine offizielle Schreibarbeit war. Mein Nickname ist hier "evi", was eine Abkürzung für "Evelyne" ist. So einfach.
What has been your best and worst blogging experience?
Das kann ich so nicht beantworten. Am meisten Freude habe ich beim Bloggen an Kommentaren, am wenigsten am Spam, den ich in letzter Zeit ständig aus meiner Kommentarspalte entfernen muss (deswegen übrigens auch die Moderation, der Kommentar muss also zuerst von mir geprüft werden).
What do you think/ want to happen to your blog in 2008?
(Zumindest ein Wunsch...) Ich hoffe natürlich, dass ich es schaffe, weiterhin mindestens einmal wöchentlich zu posten. Mehr wäre natürlich auch nicht übel - das würde allerdings bedingen, dass mein Leben plötzlich viel spannender würde und ich mit Themen nur so überschüttet würde.
Den Award möchte ich weitergeben an Fa, die Redneck Mommy und Becca.

Anstatt weinend seiner Mama zu danken, darf man beim Entgegennehmen dieses Awards (glaub ich) drei Fragen beantworten. (Hätte lieber drei Wünsche an die gute Fee, die Fragen sind nämlich nicht soo interessant, aber einem geschenkten Gaul... ;) )
What is the story behind the name of your blog and nickname?
Diesen Blog angefangen habe ich zu Beginn meines Praktikums bei einer Tageszeitung. Deswegen auch der Titel, "Zwischen den Zeilen", weil das ja keine offizielle Schreibarbeit war. Mein Nickname ist hier "evi", was eine Abkürzung für "Evelyne" ist. So einfach.
What has been your best and worst blogging experience?
Das kann ich so nicht beantworten. Am meisten Freude habe ich beim Bloggen an Kommentaren, am wenigsten am Spam, den ich in letzter Zeit ständig aus meiner Kommentarspalte entfernen muss (deswegen übrigens auch die Moderation, der Kommentar muss also zuerst von mir geprüft werden).
What do you think/ want to happen to your blog in 2008?
(Zumindest ein Wunsch...) Ich hoffe natürlich, dass ich es schaffe, weiterhin mindestens einmal wöchentlich zu posten. Mehr wäre natürlich auch nicht übel - das würde allerdings bedingen, dass mein Leben plötzlich viel spannender würde und ich mit Themen nur so überschüttet würde.
Den Award möchte ich weitergeben an Fa, die Redneck Mommy und Becca.
22. April 2008
Katzen und Nähmaschinen
Meine Nähmaschine ist hin. "Der Motor ist nichts mehr", sagte mir der Mechaniker, der sie genauer untersucht hat, heute morgen am Telefon. Kostenpunkt, um ihn zu ersetzen und auch den restlichen Service machen zu lassen: 400 - 450 Franken.
Für etwas mehr als 1000 Franken würde ich eine neue, wenn auch elektronische Bernina mit vielen "bells and whistles" kriegen:
Und eine neue mechanische würde mich 1500.- kosten. Meine Überlegung: Wenn der Mechaniker meine Nähmaschine so auf Vordermann bringt, dass sie funktionell gleichwertig mit der neuen mechanischen ist, lohnt sich das. (Vor allem, wenn sie nochmals 31 Jahre durchhält :) )

Update: Der Mechaniker empfiehlt mir bei einem Neukauf sowieso eine elektronische. Deswegen ist das Verhältnis 400 : 1000, und er sagte, je älter, desto mehr passiert. Also habe ich mich entschieden, die Maschine so wieder abzuholen und mir gegen Herbst eine Neue zu kaufen. Schade...
Apropos Mechaniker: Auf Made by Tess gabs heute den Link zu diesem Video, wo zwei Ingenieure Katzen erklären. Wie Tess auch gefällt mir die Szene mit dem "corporal cuddling" am besten. Vor allem, "not harmful, but sufficiently annoying" :). Könnt ihr das mal mit euren Katzen probieren und mir die Filmchen schicken? Wir haben ja noch keine. (Folgt/folgen aber bald - jupi!)
Update: Ja, wir legen uns ein Büsi zu. Und wahrscheinlich kriegen wir dieses hier: Die wunderschöne Amel, 6-jährig. Hach, wie ich mich freue...

Für etwas mehr als 1000 Franken würde ich eine neue, wenn auch elektronische Bernina mit vielen "bells and whistles" kriegen:

Und eine neue mechanische würde mich 1500.- kosten. Meine Überlegung: Wenn der Mechaniker meine Nähmaschine so auf Vordermann bringt, dass sie funktionell gleichwertig mit der neuen mechanischen ist, lohnt sich das. (Vor allem, wenn sie nochmals 31 Jahre durchhält :) )

Update: Der Mechaniker empfiehlt mir bei einem Neukauf sowieso eine elektronische. Deswegen ist das Verhältnis 400 : 1000, und er sagte, je älter, desto mehr passiert. Also habe ich mich entschieden, die Maschine so wieder abzuholen und mir gegen Herbst eine Neue zu kaufen. Schade...
Apropos Mechaniker: Auf Made by Tess gabs heute den Link zu diesem Video, wo zwei Ingenieure Katzen erklären. Wie Tess auch gefällt mir die Szene mit dem "corporal cuddling" am besten. Vor allem, "not harmful, but sufficiently annoying" :). Könnt ihr das mal mit euren Katzen probieren und mir die Filmchen schicken? Wir haben ja noch keine. (Folgt/folgen aber bald - jupi!)
Update: Ja, wir legen uns ein Büsi zu. Und wahrscheinlich kriegen wir dieses hier: Die wunderschöne Amel, 6-jährig. Hach, wie ich mich freue...

17. April 2008
A very girly girl
Machen wir doch gleich eine ganze Serie aus dem Outen. Heute: Ich war ein mädchiges mädchenhaftes Mädchen.

Soeben habe ich den Anfang des neuesten Posts der Redneck Mommy gelesen: "I was never a girly girl." Und wie jedesmal, wenn eine Frau das sagt, fühle ich mich in die Defensive gedrängt. Es ist nämlich unglaublich cool, wenn ein Mädchen früher lieber auf Bäume kletterte, mit Jungs spielte, Autos lieber mochte als Puppen und seine Zeit lieber mit Fussball als mit Mutter-Vater-Kind-spielen verbrachte. Meinen alle. Ich nicht.
Denn so war ich nie, und ich stehe dazu. (Ich bin übrigens, apropos, ein Weichei und manchmal ein Jömmerli - das finde ich zwar nicht gut, aber auch dazu stehe ich.) Ich spielte im Kindergarten jeden Tag mit meiner besten Freundin Sofie Prinzessin, je mehr Rüschenkleider und Schmuck uns meine Mutter dafür gab, desto besser. Jungs brauchten wir nur für die Märchenhochzeit-Szenen, und da konnte auch mein Bruder hinhalten. Ich war ängstlich und - das bin ich immer noch - schüchtern. Ich trug Lackschuhe, Kleidchen in Pastellfarben und hatte immer langes Haar. Wenn ich mir beim Spielen wehtat, war ich nie ein stolzer Indianer, sondern immer ein verletztes, den Tränen nahes Mächen. Ich mag Glitzersachen. Jedesmal, wenn der Ackermann-Katalog bei uns eintrudelte, sah ich nach, ab welcher Schuhgrösse es Pumps gab und ärgerte mich, dass meine Füsse immer noch keine 36 erreichten. Und der Prinz aus Disney's "Dornröschen" war im Alter von 5 Jahren mein absoluter Traummann.

Und trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen: ich würde mich heute durchaus als feministisch eingestellt bezeichnen. Denn Jungs sind nicht cooler als Mädchen. Gut, cooler vielleicht schon, aber nicht besser. Und deshalb finde ich es unsinnig, damit anzugeben, dass man früher immer "en halbe Bueb" war.
Nächstes Mal: Ich finde Tokyo Hotel gar nicht mal so schlecht.

Soeben habe ich den Anfang des neuesten Posts der Redneck Mommy gelesen: "I was never a girly girl." Und wie jedesmal, wenn eine Frau das sagt, fühle ich mich in die Defensive gedrängt. Es ist nämlich unglaublich cool, wenn ein Mädchen früher lieber auf Bäume kletterte, mit Jungs spielte, Autos lieber mochte als Puppen und seine Zeit lieber mit Fussball als mit Mutter-Vater-Kind-spielen verbrachte. Meinen alle. Ich nicht.
Denn so war ich nie, und ich stehe dazu. (Ich bin übrigens, apropos, ein Weichei und manchmal ein Jömmerli - das finde ich zwar nicht gut, aber auch dazu stehe ich.) Ich spielte im Kindergarten jeden Tag mit meiner besten Freundin Sofie Prinzessin, je mehr Rüschenkleider und Schmuck uns meine Mutter dafür gab, desto besser. Jungs brauchten wir nur für die Märchenhochzeit-Szenen, und da konnte auch mein Bruder hinhalten. Ich war ängstlich und - das bin ich immer noch - schüchtern. Ich trug Lackschuhe, Kleidchen in Pastellfarben und hatte immer langes Haar. Wenn ich mir beim Spielen wehtat, war ich nie ein stolzer Indianer, sondern immer ein verletztes, den Tränen nahes Mächen. Ich mag Glitzersachen. Jedesmal, wenn der Ackermann-Katalog bei uns eintrudelte, sah ich nach, ab welcher Schuhgrösse es Pumps gab und ärgerte mich, dass meine Füsse immer noch keine 36 erreichten. Und der Prinz aus Disney's "Dornröschen" war im Alter von 5 Jahren mein absoluter Traummann.
Und trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen: ich würde mich heute durchaus als feministisch eingestellt bezeichnen. Denn Jungs sind nicht cooler als Mädchen. Gut, cooler vielleicht schon, aber nicht besser. Und deshalb finde ich es unsinnig, damit anzugeben, dass man früher immer "en halbe Bueb" war.
Nächstes Mal: Ich finde Tokyo Hotel gar nicht mal so schlecht.
Abonnieren
Posts (Atom)