Heute Morgen habe ich einen winzigen Hund gesehen. Einen Chihuahua, glaube ich. Total aufgeregt und lustig konnte er keine Sekunde stillstehen. Er hatte eine hellrosa Leine und gehörte einem jungen Mann mit Springerstiefeln, Hosen im Camouflagemuster, Kahlkopf und diversen Piercings.
Vor dem Aufwachen habe ich schlecht geträumt. Ich träumte, ich sei in der Schule, und wir hätten aus Ton etwas formen müssen. Ich habe einen Kopf gemacht, er gelang mir, wie ich fand, und habe ihn nach der Stunde sorgfältig eingewickelt und in den Schrank gestellt. Als ich aber am nächsten Tag wieder zum Schulhaus kam, stand der Kopf auf seinem kleinen Sockel vor der Tür, umgedreht, zertreten und schmutzig. Ich war so enttäuscht.
Als ich aufwachte, war ich immer noch ganz traurig. Eigentlich wollte ich danach gar nicht aufstehen. Natürlich musste ich trotzdem, zog das tolle I-Ah-(der Esel von Winnie Puh)-T-Shirt an, das ich zum Geburtstag bekommen habe, und wieder mal die bequemen Turnschuhe. In letzter Zeit trug ich zur Arbeit immer die "schönen", die aber beim Gehen so nervig klacken.
Auf dem Weg nach Baden hörte ich ein paar Podcasts, noch keine schwere Kost, den (diesmal weihnachtlichen Schlummer-)Kinderpod von Niklas, die PodParade von Annik Rubens und Hoppes Welt. Letzterer schaffte es dann mit seinem aufgedrehten Geblödel, mich etwas aufzuheitern. Bei der Schneiderei neben dem AZ-Hochhaus schaute ich beim vorübergehen durchs Fenster, deren Atelier ist rundherum verglast und ich finde das so schön, wie dort vom frühen Morgen an konzentriert genäht und gebügelt wird. (Ich habe mich ja übrigens letzte Woche auch einen ganzen Abend lang mit der Nähmaschine herumgeplagt, Weihnachtsgeschenk für jemanden - gsehsches denn…) Die Kleider, die im Eingangsbereich des Ateliers ausgestellt sind, sehen auch immer wunderschön aus. Schliesslich stieg ich die Treppe hoch zum Büro und warf mich in meinen Bürostuhl.
Es sind heute nur wenig Leute im Büro, die meisten haben schon Ferien. Judith, die Layouterin hat die "besten Gipfeli aus ganz Zürich" mitgebracht und die Stimmung ist locker. Überhaupt gibt es hier immer wieder etwas Feines zu essen: Von der Cola-Firma haben wir aus einem unerfindlichen Grund ganz leckere Schoggifläschli bekommen, die wie die roten Frigor-Kugeln schmecken. Das Filmfestival Locarno hat einen Panettone geschickt, den ich gestern immer wieder zudecken musste weil ich bei dem starken Geruch nicht arbeiten konnte, und am Montag hat der Musikredaktor (fast) selbst gebackene Brownies gebracht.
In diesem Sinne - nehm ich noch einen Schluck Grüntee aus meinem weihnachtlich designten Thermosbecher, wünsche euch schöne Festtage und hoffe, dass ihr euch nicht von dem ganzen blöden Konsumrummel habt einwickeln lassen.
Noch ein paar Lesetipps für die Ferien, d.h., was ich gerade lese, gelesen habe oder vorhabe, zu lesen:
Morels Erfindung (Adolfo Bioy Casares) - fantastisch und fesselnd
Harry Potter and the Half Blood Prince (Joanne K. Rowling) - amusing
Die Bibliothek von Babel (Jorge Luis Borges) - gehirnwindungenanregend
On Beauty (Zadie Smith) - alle drei Wochen wieder ein paar Seiten
Das Siebte Kreuz (Anna Seghers) - noch nicht angefangen
22. Dezember 2006
16. Dezember 2006
Monstertage und HotDogs
Ich weiss – eigentlich wollte ich wöchentlich schreiben. Doch momentan ist so viel los, dass ich während der Arbeit keine Zeit und danach keine Energie mehr zum Bloggen habe. Letzte Woche erlebte ich einen Monstertag – und habe doch wieder sehr viel dabei gelernt.
Mittwoch war ich ständig unterwegs. Nach eineinhalb Stunden im Büro habe ich in Zürich zwei Verantwortliche eines gesamtschweizerischen Musikvereins getroffen, weil ich momentan zum Thema Musikvermittlung in der Schule am Recherchieren bin. Wir assen zusammen zu Mittag, das war für mich als Gesprächssituation etwas ganz Neues. Glücklicherweise muss ich mir ja keine Notizen machen, sondern kann alles mit dem iPod aufnehmen. Nachher habe ich mir kurz einen Ausschnitt angehört und war einmal mehr überrascht, wie gut alles zu verstehen war, obwohl die Aufnahme aus einer Distanz von bis zu einem Meter und in einem vollen Restaurant gemacht worden war. Es war ein gutes Gespräch, ich hatte mich gut vorbereitet und viele Fragen notiert. Jedoch ging ich die nicht einfach der Reihe nach durch, sondern konnte an die Informationen, die die beiden Männer mir gaben, anknüpfen. Wahrscheinlich waren sie zuerst etwas überrascht, so einer jungen Journalistin zu begegnen, aber trotz meiner Unerfahrenheit nahmen sie mich sehr ernst. Zum Schluss meinte der eine sogar, ich habe gute Fragen gestellt, was mich natürlich sehr freute, weil ich das bewusst lernen will.
Auf dem Rückweg nach Baden rief mich Sabine, meine Chefin, an und fragte, ob ich wohl spontan noch einen Geschenktipp schreiben könne, einer der geplanten falle aus. Auf Befehl kreativ zu sein, finde ich sehr schwierig, doch ich schaffte es, in einer Stunde was zu schreiben und eine Abbildung zu organisieren. Schliesslich musste ich noch ins Trudelhaus, um dort mit einer Künstlerin zu sprechen (Super Ausstellung!).

Sonja Feldmeie.r, "Meter über dem Meeresspiegel", Israel / French Lizard Pattern 1:0,102 325, 2006
Quelle: http://www.kunstmarkt.de
Und dann kurz einkaufen gehen, nach Hause, mich umziehen, ein Quärkli essen und schon wieder weg – noch ins Theater. Ich war absolut k.o. und wäre am liebsten zu Hause geblieben. Aber ich will ja hier nicht jammern.
Die Arbeit macht mir grossen Spass, auch wenn es oft hektisch zu und her geht, vor allem, wenn ich Produktionsdienst habe. Ein weiterer wichtiger Schritt in die Arbeitswelt liegt jetzt auch hinter mir – die ersten bezahlten Urlaubstage. Ein tolles Gefühl! Insgesamt 11 habe ich in den 5 Monaten zugute, und obwohl ich immer daran gezweifelt habe, mit weniger als 12 Wochen Ferien überhaupt halbwegs durchs Jahr zu kommen, merke ich jetzt, wie belastbar man eigentlich ist. Und vor meinem kurzen Urlaub hatte ich noch ein Zwischengespräch mit Sabine. Sie ist sehr zufrieden mit mir und überrascht, wie schnell ich mich im Job zurechtgefunden habe. Ich kriegte sogar eine Lohnerhöhung! :) Es tut mir jetzt schon leid, im März wieder zurück in die Schule zu müssen, und ich hoffe sehr, in eineinhalb Jahren irgendwo eine ähnliche Stelle zu finden. Es wird ein komisches Gefühl sein, nur noch 2 bis 3 Mal im Monat schreiben zu können... Ich versuche, mir möglichst viel aufzuschreiben über die Produktionsabläufe, damit ich ohne grosse Schwierigkeiten eventuell wieder mal einsteigen kann.
Gestern war Weihnachtsessen – ich bin ja sonst nicht so gerne unter vielen Menschen und hasse das Gefühl, über irgend etwas plaudern zu müssen. Aber es war ein lustiger Abend, ich lernte meine Kollegen (Frauen waren sehr wenige anwesend – auffallend, wie gross der Männeranteil in der AZ-Belegschaft ist...) mal etwas besser kennen. Viele sehe ich ja sonst nur von weitem, obwohl sie auch beim „Foyer“ arbeiten. Und während der Bürozeit einfach so mol chli schwätze geht ja meistens nicht. Ganz anders als in der IKEA, wo wir uns ständig über Privates unterhalten haben. Aber dort war ja die Arbeit auch nicht ganz so anspruchsvoll... ;’) Mal schauen, ob ich nach dem Praktikum wieder dort anfangen werde. Ich vermisse den HotDog-Duft ehrlich gesagt nicht allzu sehr.
Mittwoch war ich ständig unterwegs. Nach eineinhalb Stunden im Büro habe ich in Zürich zwei Verantwortliche eines gesamtschweizerischen Musikvereins getroffen, weil ich momentan zum Thema Musikvermittlung in der Schule am Recherchieren bin. Wir assen zusammen zu Mittag, das war für mich als Gesprächssituation etwas ganz Neues. Glücklicherweise muss ich mir ja keine Notizen machen, sondern kann alles mit dem iPod aufnehmen. Nachher habe ich mir kurz einen Ausschnitt angehört und war einmal mehr überrascht, wie gut alles zu verstehen war, obwohl die Aufnahme aus einer Distanz von bis zu einem Meter und in einem vollen Restaurant gemacht worden war. Es war ein gutes Gespräch, ich hatte mich gut vorbereitet und viele Fragen notiert. Jedoch ging ich die nicht einfach der Reihe nach durch, sondern konnte an die Informationen, die die beiden Männer mir gaben, anknüpfen. Wahrscheinlich waren sie zuerst etwas überrascht, so einer jungen Journalistin zu begegnen, aber trotz meiner Unerfahrenheit nahmen sie mich sehr ernst. Zum Schluss meinte der eine sogar, ich habe gute Fragen gestellt, was mich natürlich sehr freute, weil ich das bewusst lernen will.
Auf dem Rückweg nach Baden rief mich Sabine, meine Chefin, an und fragte, ob ich wohl spontan noch einen Geschenktipp schreiben könne, einer der geplanten falle aus. Auf Befehl kreativ zu sein, finde ich sehr schwierig, doch ich schaffte es, in einer Stunde was zu schreiben und eine Abbildung zu organisieren. Schliesslich musste ich noch ins Trudelhaus, um dort mit einer Künstlerin zu sprechen (Super Ausstellung!).

Sonja Feldmeie.r, "Meter über dem Meeresspiegel", Israel / French Lizard Pattern 1:0,102 325, 2006
Quelle: http://www.kunstmarkt.de
Und dann kurz einkaufen gehen, nach Hause, mich umziehen, ein Quärkli essen und schon wieder weg – noch ins Theater. Ich war absolut k.o. und wäre am liebsten zu Hause geblieben. Aber ich will ja hier nicht jammern.
Die Arbeit macht mir grossen Spass, auch wenn es oft hektisch zu und her geht, vor allem, wenn ich Produktionsdienst habe. Ein weiterer wichtiger Schritt in die Arbeitswelt liegt jetzt auch hinter mir – die ersten bezahlten Urlaubstage. Ein tolles Gefühl! Insgesamt 11 habe ich in den 5 Monaten zugute, und obwohl ich immer daran gezweifelt habe, mit weniger als 12 Wochen Ferien überhaupt halbwegs durchs Jahr zu kommen, merke ich jetzt, wie belastbar man eigentlich ist. Und vor meinem kurzen Urlaub hatte ich noch ein Zwischengespräch mit Sabine. Sie ist sehr zufrieden mit mir und überrascht, wie schnell ich mich im Job zurechtgefunden habe. Ich kriegte sogar eine Lohnerhöhung! :) Es tut mir jetzt schon leid, im März wieder zurück in die Schule zu müssen, und ich hoffe sehr, in eineinhalb Jahren irgendwo eine ähnliche Stelle zu finden. Es wird ein komisches Gefühl sein, nur noch 2 bis 3 Mal im Monat schreiben zu können... Ich versuche, mir möglichst viel aufzuschreiben über die Produktionsabläufe, damit ich ohne grosse Schwierigkeiten eventuell wieder mal einsteigen kann.
Gestern war Weihnachtsessen – ich bin ja sonst nicht so gerne unter vielen Menschen und hasse das Gefühl, über irgend etwas plaudern zu müssen. Aber es war ein lustiger Abend, ich lernte meine Kollegen (Frauen waren sehr wenige anwesend – auffallend, wie gross der Männeranteil in der AZ-Belegschaft ist...) mal etwas besser kennen. Viele sehe ich ja sonst nur von weitem, obwohl sie auch beim „Foyer“ arbeiten. Und während der Bürozeit einfach so mol chli schwätze geht ja meistens nicht. Ganz anders als in der IKEA, wo wir uns ständig über Privates unterhalten haben. Aber dort war ja die Arbeit auch nicht ganz so anspruchsvoll... ;’) Mal schauen, ob ich nach dem Praktikum wieder dort anfangen werde. Ich vermisse den HotDog-Duft ehrlich gesagt nicht allzu sehr.
28. November 2006
Nützliche Links
Ein nützlicher Link für alle, die auf Stellensuche für ein Praktikum sind (richtet sich an meine STH-KollegInnen - freue mich übrigens über Kommentare!):
www.kulturmanagement.ch
Neben aktuellen Stellenangeboten gibt es auch die abgelaufenen, die trotzdem nützlich sein können: die Links sind zwar deaktiviert, doch man sieht, welche Firmen / Institutionen bereits Praktika angeboten haben.
Und noch was Interessantes, wenn ich schon gerade dabei bin:
http://www.netzmagazin.ch/infos/jobs/
www.kulturmanagement.ch
Neben aktuellen Stellenangeboten gibt es auch die abgelaufenen, die trotzdem nützlich sein können: die Links sind zwar deaktiviert, doch man sieht, welche Firmen / Institutionen bereits Praktika angeboten haben.
Und noch was Interessantes, wenn ich schon gerade dabei bin:
http://www.netzmagazin.ch/infos/jobs/
27. November 2006
Wie am Flohmarkt
Uff- Atempause. Bisher konnte ich gerade mal drei Bissen meines Sandwiches vor dem Bildschirm vertilgen, seit halb neun bin ich an der Produktion. Texte zusammensuchen, mit dem Layouter die Seite organisieren, Bilder downloaden und schneiden, Texte formatieren und redigieren. Zwischendurch die Agenturmeldungen im Auge behalten und die Mailbox verwalten, wo täglich bestimmt gegen 50 Mails eintrudeln. Um halb elf war Redaktionssitzung, normalerweise dauert die eine Viertelstunde. Ich hatte ganz vergessen, dass am Montag natürlich Wochensitzung ist, das heisst, jeder Tag, jedes Ressort wird nacheinander durchgegangen (deshalb war die Sitzung auch erst nach einer guten Stunde fertig…). Da erfährt man, wann das Inland eine Bundeshausgeschichte bringt, wann wichtige Matches stattfinden und was die Special-Interest-Leute geplant haben. Also spannend - wenn man denn mithalten kann bei all den kurzen Infos und Insidersätzen. Was dem Blattmacher, der immer den Überblick hat und über sämtliche Tageszeitungen und Geschehnisse super im Bild ist, nach einem halben Satz klar ist, habe ich oft am Ende der Diskussion immer noch nicht geschnallt.
Mittlerweile sind die ersten beiden Seiten abgegeben, wovon ich eine machen musste. An der dritten sind wir noch dran, der Kulturredaktor einer unserer Partnerzeitungen (Basellandschaftliche Zeitung) arbeitet noch an einem Artikel. Weitere Partnerzeitungen sind das Limmattaler Tagblatt und die Solothurner Zeitung. Das heisst, viele der Seiten sind identisch, so etwa Ausland, Kultur und Special-Interest. Andere werden kantonal angepasst, und auch das Layout ist nicht genau gleich.
Um vier Uhr ist Kultur-Redaktionsschluss und nochmals Sitzung, wir sagen dann meistens, dass die Seiten fertig sind, wie am Morgen angekündigt. Die anderen, Inland, Aargau etc. wissen um diese Zeit natürlich schon erheblich genauer als am Morgen, was sie schreiben. Sie haben auch später Redaktionsschluss, das letzte Ressort ist der Sport, weil da bis abends was läuft, was am nächsten Tag gelesen sein will.
(Später)
Jetzt ist halb fünf, ich war an der Sitzung, habe den Artikel aus Basel gegengelesen und nochmals die Post geleert. Der Stress ist jetzt vorbei. Trotzdem hat es Spass gemacht, ich habe heute wieder mal sehr viel gelernt, weil ich doch erst zweimal Produktionsdienst hatte. Mit dem Layoutwerkzeugen kenne ich mich immer noch nicht so genau aus, weil man da einfach etwas mehr praktische Übung braucht. Doch mittlerweile weiss ich, wer welche Briefe und Mails kriegt, was alles an einem Word-Text, den man ins Layoutprogramm kopiert, geändert und redigiert werden muss und was in den Untertitel und die Veranstaltungs- bzw. bei Büchern und CDs in die Produkthinweise gehört.
Jetzt "gönne" ich mir noch ein "Kombucha", sie sind ja schon etwas speziell, diese "Kräuterteegetränke" für "Reinheit und Gleichklang für Körper und Geist". Wir haben so eine Art Kombucha-Adventskalender bekommen, an jeder der 24 Flaschen in der Harasse hängt eine Zahl und hinten drauf steht was, was ich aber nicht gelesen habe. Überhaupt kriegt ein Teil der Redaktion, Lifestyle, Leben und so, eine Menge "Müsterli": Dann gibt es so eine Kiste, wo man sich bedienen kann. Habe ich das schon erzählt? Von Kosmetika, Jeans, Büchern bis zu Weihnachtsschmuck gibt es dort alles. Sogar etwas, wovon ich zuerst meinte, es sei ein Schwingbesen - ein Gerät zur Kopfhautmassage.
Mittlerweile sind die ersten beiden Seiten abgegeben, wovon ich eine machen musste. An der dritten sind wir noch dran, der Kulturredaktor einer unserer Partnerzeitungen (Basellandschaftliche Zeitung) arbeitet noch an einem Artikel. Weitere Partnerzeitungen sind das Limmattaler Tagblatt und die Solothurner Zeitung. Das heisst, viele der Seiten sind identisch, so etwa Ausland, Kultur und Special-Interest. Andere werden kantonal angepasst, und auch das Layout ist nicht genau gleich.
Um vier Uhr ist Kultur-Redaktionsschluss und nochmals Sitzung, wir sagen dann meistens, dass die Seiten fertig sind, wie am Morgen angekündigt. Die anderen, Inland, Aargau etc. wissen um diese Zeit natürlich schon erheblich genauer als am Morgen, was sie schreiben. Sie haben auch später Redaktionsschluss, das letzte Ressort ist der Sport, weil da bis abends was läuft, was am nächsten Tag gelesen sein will.
(Später)
Jetzt ist halb fünf, ich war an der Sitzung, habe den Artikel aus Basel gegengelesen und nochmals die Post geleert. Der Stress ist jetzt vorbei. Trotzdem hat es Spass gemacht, ich habe heute wieder mal sehr viel gelernt, weil ich doch erst zweimal Produktionsdienst hatte. Mit dem Layoutwerkzeugen kenne ich mich immer noch nicht so genau aus, weil man da einfach etwas mehr praktische Übung braucht. Doch mittlerweile weiss ich, wer welche Briefe und Mails kriegt, was alles an einem Word-Text, den man ins Layoutprogramm kopiert, geändert und redigiert werden muss und was in den Untertitel und die Veranstaltungs- bzw. bei Büchern und CDs in die Produkthinweise gehört.
Jetzt "gönne" ich mir noch ein "Kombucha", sie sind ja schon etwas speziell, diese "Kräuterteegetränke" für "Reinheit und Gleichklang für Körper und Geist". Wir haben so eine Art Kombucha-Adventskalender bekommen, an jeder der 24 Flaschen in der Harasse hängt eine Zahl und hinten drauf steht was, was ich aber nicht gelesen habe. Überhaupt kriegt ein Teil der Redaktion, Lifestyle, Leben und so, eine Menge "Müsterli": Dann gibt es so eine Kiste, wo man sich bedienen kann. Habe ich das schon erzählt? Von Kosmetika, Jeans, Büchern bis zu Weihnachtsschmuck gibt es dort alles. Sogar etwas, wovon ich zuerst meinte, es sei ein Schwingbesen - ein Gerät zur Kopfhautmassage.
22. November 2006
Ich Grünschnabel
(Vorgestern)
Zwischendurch fällt mir auf, wie wenig kunstgeschichtliches Wissen ich habe. Übermorgen ist eine PK im Haus Konstruktiv, es wird u.a. eine Ausstellung über Verena Loewensberg, eine wichtige Vertreterin der Zürcher Konkreten, eröffnet. Ich habe mir den Lexikoneintrag vom SIKart geholt (Künstlerlexikon des Schweizerischen Instituts für Kunstwissenschaft), dadurch kann ich ein wenig mehr sagen über die Schwerpunkte ihrer Arbeit, was ihr Werk von dem ihrer männlichen Kollegen unterscheidet und über ihre Lebensumstände weiss ich jetzt auch besser Bescheid.
Vor allem bemerke ich meine Wissenslücken, wenn ich das Gefühl habe, eigentlich an dieser Stelle in meinem Text einen "allgemeinen" Satz, über Kontext und Zusammenhang, bringen zu müssen - zum Beispiel "Malerei erlebt eine Renaissance" oder "Im Mittelalter richteten die Künstler ihr Augenmerk vor allem auf XZ". Stimmt mein Eindruck jeweils oder schreibe ich da kompletten Schwachsinn? Vor allem will ich nicht Texte schreiben, denen man ansieht, dass ich nur über Halbwissen verfüge…
(Nach der PK im Haus Konstruktiv)
Ich bin überfordert und eingeschüchtert von den grossen Worten und intelligenten Sätzen, die an der Pressekonferenz fielen. Wie ein naives kleines Kind umgeben von klugen Erwachsenen fühle ich mich, mein Artikel wird wohl wie eine Kinderzeichnung im Vergleich zu einem Meistergemälde sein… Ich habe keine Ahnung, was ich schreiben soll, denn ich habe das Gefühl, nichts begriffen zu haben von der Komplexität dessen, was ich gesehen habe.
Die anderen Journalisten (allesamt mehr als doppelt so alt wie ich) machten keine oder nur sehr wenig Notizen. Ich bin gespannt auf ihre Texte. Ob sie das weite Feld dieser Theorien, die die Museumsdirektorin angeschnitten hat, fassen können? Ich muss meine Schwäche, das geringe Wissen um kunsthistorische Zusammenhänge, in eine Stärke verwandeln, ohne zu überspielen oder zu vertuschen. Ich darf ganz persönlich schreiben, erzählen, was mir gefallen hat, was mich beeindruckt und Fragen hinterlassen hat. Was habe ich begriffen und erfahren? Ich bin nun mal keine Kunsthistorikerin mit dreissigjähriger Erfahrung, sondern jung und unbedarft, aber neugierig. Ich will lernen, mir Wissen aneignen, zuhören.
(Drei Stunden später)
Dies war das erste Mal, dass ich mich nach einem Ausstellungsbesuch völlig entmutigt fühlte. Doch schliesslich konnte ich mich wieder motivieren. Plötzlich freute ich mich über die Chance, die ich mit diesem Praktikum und solchen Herausforderungen erhalte. Ich Grünschnabel darf mich an der gleichen Aufgabe versuchen wie Menschen, die viel älter und gebildeter sind als ich! Dann muss ich mich doch von solchen Erlebnissen nicht überfordert und klein fühlen, sondern kann sie als Erfahrungen einstufen, bei denen ich an meine Grenzen stosse - solche Erfahrungen gehören nun mal dazu. Zum Glück.
links: Verena Loewensberg, o.T.1986 (Quelle: http://www.galerie-schoenenberger.ch)
rechts: Günter Umberg, Ausstellung in Berlin, 2001 (Quelle: www.nordenhake.com)


Zwischendurch fällt mir auf, wie wenig kunstgeschichtliches Wissen ich habe. Übermorgen ist eine PK im Haus Konstruktiv, es wird u.a. eine Ausstellung über Verena Loewensberg, eine wichtige Vertreterin der Zürcher Konkreten, eröffnet. Ich habe mir den Lexikoneintrag vom SIKart geholt (Künstlerlexikon des Schweizerischen Instituts für Kunstwissenschaft), dadurch kann ich ein wenig mehr sagen über die Schwerpunkte ihrer Arbeit, was ihr Werk von dem ihrer männlichen Kollegen unterscheidet und über ihre Lebensumstände weiss ich jetzt auch besser Bescheid.
Vor allem bemerke ich meine Wissenslücken, wenn ich das Gefühl habe, eigentlich an dieser Stelle in meinem Text einen "allgemeinen" Satz, über Kontext und Zusammenhang, bringen zu müssen - zum Beispiel "Malerei erlebt eine Renaissance" oder "Im Mittelalter richteten die Künstler ihr Augenmerk vor allem auf XZ". Stimmt mein Eindruck jeweils oder schreibe ich da kompletten Schwachsinn? Vor allem will ich nicht Texte schreiben, denen man ansieht, dass ich nur über Halbwissen verfüge…
(Nach der PK im Haus Konstruktiv)
Ich bin überfordert und eingeschüchtert von den grossen Worten und intelligenten Sätzen, die an der Pressekonferenz fielen. Wie ein naives kleines Kind umgeben von klugen Erwachsenen fühle ich mich, mein Artikel wird wohl wie eine Kinderzeichnung im Vergleich zu einem Meistergemälde sein… Ich habe keine Ahnung, was ich schreiben soll, denn ich habe das Gefühl, nichts begriffen zu haben von der Komplexität dessen, was ich gesehen habe.
Die anderen Journalisten (allesamt mehr als doppelt so alt wie ich) machten keine oder nur sehr wenig Notizen. Ich bin gespannt auf ihre Texte. Ob sie das weite Feld dieser Theorien, die die Museumsdirektorin angeschnitten hat, fassen können? Ich muss meine Schwäche, das geringe Wissen um kunsthistorische Zusammenhänge, in eine Stärke verwandeln, ohne zu überspielen oder zu vertuschen. Ich darf ganz persönlich schreiben, erzählen, was mir gefallen hat, was mich beeindruckt und Fragen hinterlassen hat. Was habe ich begriffen und erfahren? Ich bin nun mal keine Kunsthistorikerin mit dreissigjähriger Erfahrung, sondern jung und unbedarft, aber neugierig. Ich will lernen, mir Wissen aneignen, zuhören.
(Drei Stunden später)
Dies war das erste Mal, dass ich mich nach einem Ausstellungsbesuch völlig entmutigt fühlte. Doch schliesslich konnte ich mich wieder motivieren. Plötzlich freute ich mich über die Chance, die ich mit diesem Praktikum und solchen Herausforderungen erhalte. Ich Grünschnabel darf mich an der gleichen Aufgabe versuchen wie Menschen, die viel älter und gebildeter sind als ich! Dann muss ich mich doch von solchen Erlebnissen nicht überfordert und klein fühlen, sondern kann sie als Erfahrungen einstufen, bei denen ich an meine Grenzen stosse - solche Erfahrungen gehören nun mal dazu. Zum Glück.
links: Verena Loewensberg, o.T.1986 (Quelle: http://www.galerie-schoenenberger.ch)
rechts: Günter Umberg, Ausstellung in Berlin, 2001 (Quelle: www.nordenhake.com)


17. November 2006
Divine David
Eigentlich stehe ich ja nicht so auf Energy-Drinks, das hat für mich so etwas Tussiges, und das einzige Mal wo ich mir selbst welche gekauft habe war in der Woche der schriftlichen Maturprüfungen. Heute bin ich aber auf dem Weg zur Arbeit an einem Plakat vorbeigegangen, musste umkehren, in den Laden rein und mir ein Büchschen von dem angepriesenen Drink besorgen. Im Prinzip wollte ich ja wirklich nur die Dose:

Voller Energie bin ich also in den Tag gestartet, nachdem ich gestern praktisch pausenlos von 08.15 bis 18.45 durchgearbeitet habe. Gestern war "Kunst Zürich 06"-Tag, relativ kurzfristig erfuhr ich, dass ich darüber schreiben könne. Gefreut habe ich mich schon über die Einladung zur gestrigen Preview, die ich von einem Galeristen bekommen hatte, aber natürlich war die Freude noch grösser, sogar darüber schreiben zu dürfen. Eine Herausforderung - die grosse Messe, die eigentlich im Vergleich zur Art Basel eine kleine ist, mit den rund 80 Ständen, die untereinander keinen Zusammenhang haben. Wie diese Vielfalt in einen Artikel packen? Und wie einen Überblick bekommen und weitergeben ohne jahrelange Erfahrung? Ich habe also mal den letztjährigen Artikel gelesen und gemerkt, dass ich diesen kompetenten Blick meiner Chefin, die den Text damals geschrieben hat, sicher noch nicht besitze. Deshalb überlegte ich mir eine "Strategie", wie ich dem Leser trotzdem etwas erzählen kann, was er selbst noch nicht weiss. Ich fragte also die Beteiligten selbst nach ihrer Einschätzung der aktuellen Tendenzen an der Messe.
Für meinen iPod (meinen alten Schatz, der nun schon sagenhafte zwei Jahre lang täglich treu seinen Dienst tut und hoffentlich noch lange tun wird - vielleicht nützt ja der Glücksbärchi-Aufkleber auf der Rückseite) habe ich ja so ein tolles kleines Mikrofon. Das lässt sich ganz einfach aufstecken (geht bei den neueren iPods nicht - ätschbätsch), dann geht automatisch ein "Sprachmemo"-Menu auf. Ich mache jetzt hier mal schamlos Werbung - natürlich nimmt der Voice Recorder nicht in Radioqualität auf, aber gestern habe ich wieder mal gestaunt. Obwohl im Hintergrund gebohrt und gehämmert wurde und ich den iPod nur locker in der Hand und nicht dem Interviewten ins Gesicht hielt, war jedes Wort verständlich. Die Investition hat sich absolut gelohnt. Das Speichern und die anschliessende Wiedergabe hat zwar schon zwei-dreimal nicht ganz reibungslos funktioniert. Ach ja - das Mikro hat als kleines Extra auch einen klitzekleinen Lautsprecher, wo ich ganz leise einerseits natürlich hören kann, was ich gerade aufgenommen habe, aber auch Musik abspielen kann. Wie gesagt aber nur ganz leise. Leider muss ich aber ständig Angst haben, das kleine Teil in einer meiner Taschen zu verlieren. Hui, jetzt habe ich beim Verlinken gesehen, dass das Produkt gar nicht mehr lieferbar ist - es gibt dafür jetzt einen Mikrofonadapter. Wahrscheinlich sollte ich mir jetzt ein grosses, buntes Etui dafür besorgen, damit mein gutes Stück ja nie irgendwo untergeht. Hm - bald habe ich ja Geburtstag *winkmitdemzaunpfahl*

Voller Energie bin ich also in den Tag gestartet, nachdem ich gestern praktisch pausenlos von 08.15 bis 18.45 durchgearbeitet habe. Gestern war "Kunst Zürich 06"-Tag, relativ kurzfristig erfuhr ich, dass ich darüber schreiben könne. Gefreut habe ich mich schon über die Einladung zur gestrigen Preview, die ich von einem Galeristen bekommen hatte, aber natürlich war die Freude noch grösser, sogar darüber schreiben zu dürfen. Eine Herausforderung - die grosse Messe, die eigentlich im Vergleich zur Art Basel eine kleine ist, mit den rund 80 Ständen, die untereinander keinen Zusammenhang haben. Wie diese Vielfalt in einen Artikel packen? Und wie einen Überblick bekommen und weitergeben ohne jahrelange Erfahrung? Ich habe also mal den letztjährigen Artikel gelesen und gemerkt, dass ich diesen kompetenten Blick meiner Chefin, die den Text damals geschrieben hat, sicher noch nicht besitze. Deshalb überlegte ich mir eine "Strategie", wie ich dem Leser trotzdem etwas erzählen kann, was er selbst noch nicht weiss. Ich fragte also die Beteiligten selbst nach ihrer Einschätzung der aktuellen Tendenzen an der Messe.
Für meinen iPod (meinen alten Schatz, der nun schon sagenhafte zwei Jahre lang täglich treu seinen Dienst tut und hoffentlich noch lange tun wird - vielleicht nützt ja der Glücksbärchi-Aufkleber auf der Rückseite) habe ich ja so ein tolles kleines Mikrofon. Das lässt sich ganz einfach aufstecken (geht bei den neueren iPods nicht - ätschbätsch), dann geht automatisch ein "Sprachmemo"-Menu auf. Ich mache jetzt hier mal schamlos Werbung - natürlich nimmt der Voice Recorder nicht in Radioqualität auf, aber gestern habe ich wieder mal gestaunt. Obwohl im Hintergrund gebohrt und gehämmert wurde und ich den iPod nur locker in der Hand und nicht dem Interviewten ins Gesicht hielt, war jedes Wort verständlich. Die Investition hat sich absolut gelohnt. Das Speichern und die anschliessende Wiedergabe hat zwar schon zwei-dreimal nicht ganz reibungslos funktioniert. Ach ja - das Mikro hat als kleines Extra auch einen klitzekleinen Lautsprecher, wo ich ganz leise einerseits natürlich hören kann, was ich gerade aufgenommen habe, aber auch Musik abspielen kann. Wie gesagt aber nur ganz leise. Leider muss ich aber ständig Angst haben, das kleine Teil in einer meiner Taschen zu verlieren. Hui, jetzt habe ich beim Verlinken gesehen, dass das Produkt gar nicht mehr lieferbar ist - es gibt dafür jetzt einen Mikrofonadapter. Wahrscheinlich sollte ich mir jetzt ein grosses, buntes Etui dafür besorgen, damit mein gutes Stück ja nie irgendwo untergeht. Hm - bald habe ich ja Geburtstag *winkmitdemzaunpfahl*
14. November 2006
Sätze auf dem Index
Ich kann mich noch an das erste Buch erinnern, das ich besprochen habe. Ich war damals in der Bezirksschule im Leseclub der Bibliothek, wir erhielten die Gelegenheit, für ein Jugendheftli Bücher zu besprechen. Ich freute mich schon sehr auf das Buch, das mir zugeschickt werden sollte, und war etwas enttäuscht, als ich sah, dass es sich um eine Art Umweltschutzkrimi handelte, in dem nur Jungs vorkamen. Das zweite Buch gefiel mir viel besser. Es hiess "Shylocks Tochter" und handelte von der Tochter des "Kaufmanns von Venedig" aus Shakespeares Drama. Sie brach mit ihrem Liebhaber aus dem Ghetto aus.
Jetzt gehört es auch zu meiner Arbeit, Bücher zu besprechen. Natürlich keine Romane, sondern Bücher rund um Kunst und Kultur. Beispielsweise Künstlerlexika oder Monografien. Das Schöne an Buchbesprechungen ist, dass man die Bücher behalten kann. Etwa eine schöne Publikation zum Thema Kinder im Museum oder eine Art kulturelles Kochbuch. Und dass man sehr viel lernen kann, wenn man sich ein wenig einarbeitet. Ich beisse mich gerade durch einen zweieinhalb Kilo schweren Schinken, der sich alles andere als einfach und unterhaltsam liest. Erinnert mich an die STH-Texte… Dafür bin ich nachher viel schlauer :)
Ein Fehler, den ich oft gemacht habe, war, die Kritik in einen Absatz am Schluss zu packen. Dann stand da, irgendwie angehängt, zum Beispiel: "Obwohl das Buch viele schöne Abbildungen enthält, kann man sich darin schwer zurechtfinden. Es bleibt bei einem netten Versuch." (Das ist jetzt nur so ein zusammengestiefelter Satz, als Beispiel.) Ist natürlich schlecht, wenn im ganzen Artikel eher beschrieben wird und ich dann am Schluss noch schreibe, ob ich es eigentlich gut gefunden habe oder nicht. Das ist mir aber lange nicht selbst aufgefallen, bis mir Sabine (meine Chefin) mal gesagt hat: "Sätze wie dieser gehören auf den Index".
Mir fehlt gute Musik. Ich höre zwar nicht die ganze Zeit, aber doch etwa zwei Stunden täglich Musik beim Arbeiten, und die 1898 Songs auf meinem iPod sind einfach langsam durch… Vor allem muss ich mal all diejenigen, die ich sowieso immer weiterspule, löschen. Outkast höre ich definitiv nie mehr. Und irgendwie ist mir Lauryn Hills Unplugged-Album auch langsam verleidet.
Morgen mach ich mal es Bsüechli beim Musikredaktor. Mal sehen, ob er mir was ausleiht.
Jetzt gehört es auch zu meiner Arbeit, Bücher zu besprechen. Natürlich keine Romane, sondern Bücher rund um Kunst und Kultur. Beispielsweise Künstlerlexika oder Monografien. Das Schöne an Buchbesprechungen ist, dass man die Bücher behalten kann. Etwa eine schöne Publikation zum Thema Kinder im Museum oder eine Art kulturelles Kochbuch. Und dass man sehr viel lernen kann, wenn man sich ein wenig einarbeitet. Ich beisse mich gerade durch einen zweieinhalb Kilo schweren Schinken, der sich alles andere als einfach und unterhaltsam liest. Erinnert mich an die STH-Texte… Dafür bin ich nachher viel schlauer :)
Ein Fehler, den ich oft gemacht habe, war, die Kritik in einen Absatz am Schluss zu packen. Dann stand da, irgendwie angehängt, zum Beispiel: "Obwohl das Buch viele schöne Abbildungen enthält, kann man sich darin schwer zurechtfinden. Es bleibt bei einem netten Versuch." (Das ist jetzt nur so ein zusammengestiefelter Satz, als Beispiel.) Ist natürlich schlecht, wenn im ganzen Artikel eher beschrieben wird und ich dann am Schluss noch schreibe, ob ich es eigentlich gut gefunden habe oder nicht. Das ist mir aber lange nicht selbst aufgefallen, bis mir Sabine (meine Chefin) mal gesagt hat: "Sätze wie dieser gehören auf den Index".
Mir fehlt gute Musik. Ich höre zwar nicht die ganze Zeit, aber doch etwa zwei Stunden täglich Musik beim Arbeiten, und die 1898 Songs auf meinem iPod sind einfach langsam durch… Vor allem muss ich mal all diejenigen, die ich sowieso immer weiterspule, löschen. Outkast höre ich definitiv nie mehr. Und irgendwie ist mir Lauryn Hills Unplugged-Album auch langsam verleidet.
Morgen mach ich mal es Bsüechli beim Musikredaktor. Mal sehen, ob er mir was ausleiht.
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