Jaja, jammert ihr nur schön über die Hitze in der Schweiz. Während sich bei mir Mini-Ameisen im Laptop einnisten und es auch ohne Sonne drückend heiss ist. Alle 10 Sekunden streift mich ein kühler Luftzug vom Dreh-Ventilator und diejenigen Ameisen, die nicht gerade unter meine Tastatur zu schlüpfen versuchen, tun sich an den Kondenswassertropfen an meiner Wasserflasche gütlich.
Das erste Mal joggen hier heute Morgen, entlang des Mekong, vorbei an noch leeren Nudelrestaurants und staubigen Abfallhaufen. Dieses Jahr muss ich nicht alleine gehen: Gleichzeitig mit mir ist meine Zimmergenossin Olivia aus Australien angekommen und sie ist ziemlich fit. Yay! Mit uns im Haus gleich gegenüber der Schule wohnt eine junge Engländerin, die schon zwei Jahre hier ist, sowie zwei Laotinnen vom Team. Momentan ist Full House: Die eine Laotin hat über den Sommer ihre zwei kleinen Kinder und ihre beiden Nichten zu Besuch, ein neuseeländisches Paar ist ebenfalls noch zwei Wochen hier und unser Wohnzimmer ist zur Krankenstation umfunktioniert worden mit ein bis drei Patientinnen.
Momentan haben hier ganz viele Leute Dengue-Fieber, weil die Regenzeit so früh begonnen, dann aber wieder aufgehört hat. Dadurch konnten sich die Mücken stark vermehren und es gibt eine regelrechte Epidemie. Dengue äussert sich durch Müdigkeit, Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit, später kommt ein Ausschlag dazu, der aber offenbar kein richtiger Ausschlag ist, sondern Blutungen unter der Haut. Wenn Dengue nicht behandelt wird oder von selber abklingt, kann man innerlich daran verbluten. Ich schmiere mich fleissig mit Moskito-Spray ein...
Am Wochenende gibts hier im Blog eine Tour durch unser Haus!
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