Puh - schon ist meine erste Woche als Praktikantin bei der Aargauer Zeitung vorbei. Das ging ja schnell, und ich habe das Gefühl, schon viel länger als nur fünf Tage dort zu arbeiten. Damit ich mir nach den fünf Monaten, die mein Praktikum dort dauert, nicht die Augen reibe und mich frage, was ich überhaupt in dieser Zeit alles gemacht habe, habe ich beschlossen, eine Art Tagebuch zu führen. Und damit auch andere was davon haben, stelle ich es als Blog ins Netz – voilà.
Die Woche begann turbulent – natürlich konnte ich in der Nacht auf Montag kaum schlafen, ich war zwar nicht kribbelig nervös, aber trotzdem liefen meine Gedanken auf Hochtouren. Leider musste ich am Morgen, eine halbe Stunde bevor ich mich auf den Weg nach Baden machte, von einem Todesfall in der Verwandtschaft erfahren. So trat ich meine neue Stelle mit einem lachenden und einem weinenden Auge an.
Stapelweise Zeitschriften, Zeitungen, Bücher und CDs waren mein erster Eindruck vom Grossraumbüro der Foyer-Redaktion (das Foyer ist der Kultur- und Gesellschaftsbund der AZ). Der zweite waren die sympathischen Mitarbeiter, die mir unter den Namen ihrer Ressorts wie „Lifestyle“, „Musik“ und „Literatur“ vorgestellt wurden. Mein Arbeitsplatz befindet sich am Fenster, ich blicke durch das Laub der Buche draussen auf eine belebte Kreuzung.
Mein wichtigstes Arbeitsinstrument hiess mich mit Fehlermeldungen herzlich willkommen. Das erste Telefon von meinem Platz aus ging also an die EDV-Abteilung, die den Computer mit dem fehlenden Programm-Set fütterte. Überhaupt war der erste Tag gekennzeichnet von der Umgewöhnung von meinem Mac auf PC. Mehrmals stutzte ich, als beim Drücken von F11 nicht das Desktop erschien oder ich erfolglos die Apfel-Taste suchte. Natürlich muss ich noch erwähnen, dass die Programme und der Computer allgemein länger zum Aufstarten brauchen als bei Mac =’). Mittlerweile habe ich aber festgestellt, dass einige Tastenkombinationen durchaus auch bei PC funktionieren und dass das Arbeiten mit Windows auch unproblematisch sein kann.
Gleich nach der Lösung des PC-Problems kriegte ich meinen ersten Job zugeteilt. Ich sollte einen Artikel lesen, Schreibfehler korrigieren und überflüssige Wörter streichen, damit der Übersatz (was zuviel ist) wegfiel und der Text in den dafür vorgesehenen Raum passte. Nun tat ich also das, wofür ich jeweils die Redaktoren verwünschte, wenn ich beim Zeitunglesen sah, dass ein Satz in meinem Artikel nicht abgedruckt worden war oder sogar, was einmal vorkam, der gesamte letzte Abschnitt fehlte, obwohl ich die Zeichenanzahl eingehalten hatte. Bei einem Interview mit "Juli" musste ich beinahe die Hälfte der Fragen und Antworten löschen. Dazu kam eine Arbeit, bei der ich eigentlich immer eher Mühe habe: Titel setzen. Bei den meisten Artikeln fehlt der Titel oder ist zu kurz und sieht deshalb im Layout unschön aus. Nach den ersten Anlaufschwierigkeiten fiel mir diese Aufgabe aber gar nicht mehr so schwer.
Was (m)ich in den ersten Tagen sonst noch so erledigte, wie ein Zmittag auf der Redaktion aussieht und was es für ein Gefühl ist, zu wissen, was morgen in der Zeitung steht - dazu ein andermal.
1 Kommentar:
hoi grossi schwöschter.. wow, du hesch en blog! fendi toll emfal. passt zo der. ond s'erschte kuhle esch scho de titel. well nocher machts plötzlech "bling" ahaa de öpfel hesch gmeint :) jo ebe, fendi lässig ;)
i be mega schtolz uf dech, dassd bede AZ schaffsch.. machsch secher sone journalischte karriere.. aber för mech besch jo scho berüemt *blinzelblinzel* :)
es grüessli vo dinere chliine schwöschter
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