11. August 2007

"Shut up and eat!"

Nach dieser Antwort meines Cousins auf meine naive Frage, wie man sich in Nordamerika Guten Appetit wuenscht, haette ich mir eigentlich jegliche kulinarischen Erwartungen getrost sparen koennen. Und obwohl mir auch die boes dreinschauende und missmutig kraechzende Moewe vor der Kentucky Fried Chicken-Filiale im Nachhinein wie ein warnender Prophet erscheint, war ich ungeheuer enttaeuscht, als mir das Traditionsrestaurant dieses Menu vorsetzte:













Warum kriege ich, wenn ich etwas bestelle, was auf dem Plakat nach Chicken Nuggets aussieht, Pouletstuecke mit Knochen, Sehnen, Haut und obendrein noch einer zwei-Inches-dicken Teigschicht rundherum? Was bitte ist dieses gruene Salat-Geschnipsel, das suess, aber absolut scheusslich schmeckte? Und weshalb gibt es trotz dieses Frasses an jeder Ecke eine KFC-Filiale?

Natuerlich haben wir auf unserem Ontario-Trip auch saemtliche anderen Fast-Food-Provider sowie viele kanadische Lebensmittel ausgecheckt, hier einige Resultate dieser Studie:

- alles Gemuese, sogar Ruebli und Sellerie, ist gentechnisch mit Zucker versetzt, und Milch ohne "additional Vitamines" zu finden, ist schwer
- fluessige Ovo ist irgendwie seltsam
- McDonalds als Katerfruehstueck ist gar nicht so uebel
- obwohl weiter weg vom urspruenglichen Erfinderland, schmecken die Chocolate-Chip-Cookies in der Schweiz besser
- wenn man unterwegs mal muss: die Klos von Tim Horton's befinden sich immer rechts direkt hinter dem Eingang

Das einzige Erlebnis, was ich noch vor mir habe, ist "Poutine", eine Art Quebec'sches Nationalgericht: Pommes und Cheddar-Kaese, uebergossen mit fettiger Bratensauce (fuer ein appetitliches Bildli in Wikipedia auf diesen Link klicken).

(Nach dem ungeniessbaren KFC-Food machte mich uebrigens das Chewing-Gum-Icecream zum Nachtisch doppelt gluecklich; erstens wegen des unvergleichlichen Geschmacks - mmmmmh - und zweitens wegen der herrlich blauen Zunge, die man davon kriegt :) )

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